Dienstag, 29. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 7/Alexis
Kein Tag war in dem letzten Monat vergangen indem sie John nicht gesehen hätte. War sie bereits abhängig? Sie schnaubte über ihre Gedanken und schüttelte den Kopf. Sie wäre nicht auf die Idee gekommen ihn zu benachrichtigen. Er war derjenige der den Kontakt aufrecht hielt nicht sie. Und trotzdem hatte sie sich bereits zum dritten Mal umgezogen um gut auszusehen. "Ach scheiß drauf!" zischte sie und schnappte sich ihre Jeansjacke bevor sie ihre Wohnung verließ.
Sie nickte kurz zum Gruß als er ihr die Türe öffnete. 'Baby hast du Essen mitgebracht?' hörte sie seine Stimme und blieb abrupt stehen. 'Wie hast du mich gerade genannt?' fragte sie und drehte sich langsam um. Er grinste sie an und sie hört ein leises Lachen. 'Irgendwie muss ich dich doch nennen...Du hast das letzte Monat förmlich bei mir gewohnt."
"Das ist kein Grund mich so zu nennen...wirklich trau dich nicht noch einmal..", murmelte sie und setze sich auf die Theke. "Schon gut.", grinste er und stellte sich gegenüber von ihr hin. "Ich hatte gestern Besuch...".
"Ach ja?", fragte sie und nahm eine Zigarette zwischen ihre Lippen. Er nahm das Feuerzeug neben sich und machte Feuer für sie. Sie nickte kurz zum Dank und hob dann eine Braue, ein Zeichen dass er weiter reden sollte. "Natürlich...", murmelte er und räusperte sich. "Val. Sie hat nicht lange gezögert...".
"Oh nein...?!" fragte Alexis und lachte los. Sie zog an ihrer Zigarette und schüttelte den Kopf. "Die Nummer mit dem Striptease? Ja..die bringt sie immer. Das ist die Phase nach der Verzweifelung."
John schüttelte seinen Kopf und verschränkte seine Arme. "Ich war entsetzt. Sie hat sich förmlich über mich hergemacht. Bitte rede mit ihr...ich hab Angst das Haus zu verlassen."
Sie lachte noch immer und sah ihn anschließend ernst an. "Sie spricht nicht mehr mit mir. Seit ein paar Wochen. Ich hab es versucht, aber was solls...", murmelte sie und zuckte mit den Schultern. "Ein Besuch ist morgen dran, ich denke ich mache mir Sorgen um sie. Überhaupt nach dieser Geschichte." Alexis zog noch einmal an ihrer Zigarette und bließ gerade den Rauch aus als John ihr die Zigarette weg nahm und den letzten Zug nahm bevor er sie ausdrückte. "In Zukunft kannst du am Balkon rauchen..", seufzte er und legte seine Hände auf ihre Oberschenkel. "Ich hab nicht lange Zeit, hab heute ein Essen bei dem ich sein muss." Sein Blick sagte, dass er dort eindeutig nicht hingehen wollte. "Du könntest natürlich..mitkommen..? Nur als Begleitung natürlich."
"Ja genau und morgen geben wir unsere Beziehung öffentlich bekannt. Träum weiter." sagte sie ohne mit der Wimper zu zucken. "Einen Versuch wars zumindest wert.",grinste er und beugte sich nach vorne um sie zu küssen.
Freitag, 11. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 6/John
Er zündete sich bereits seine zweite Zigarette an um das Warten zu verkürzen. Wo war sie nur? Beziehungsweise hatte sie den Zettel überhaupt gesehen? Er nahm einen kräftigen Zug und lehnte sich auf der Bank zurück. Das Kaffee war so gut wie leer, außer ihm und einer Gruppe Möchtegern Hipster die durchgehend Fotos von sich schossen war nur ein älterer Mann als Gast und zwei Frauen hinter der Theke hier. John warf einen Blick auf die Uhr (16:25) und schüttelte den Kopf. Wie auch immer, er würde das Kaffee verlassen.
Gerade als er seinen Kaffee leerte kam sie zur Tür herein, keine Anstalt von Entschuldigung oder Eile in ihrem Gesicht. Gemütlich schlenderte sie zum Tisch, nickte ihm kurz zu und setze sich gegenüber von ihm. Ohne zu fragen, griff sie in seine Zigaretten Packung und steckte sich ebenfalls eine an. Sie gähnte und sah ihn dann an. "Nette Art mich zu Benachrichtigen Romeo.", sagte sie und blies den Rauch aus. John warf ihr einen kurzen Blick zu und beugte sich nach vorne. "Valerie hat das herausgefunden von der Hochze..naja du weißt schon..", murmelte er beiläufig und spielte mit dem Rand seiner Tasse. Alexis richtete sich auf und starrte ihn an. "Oh Fuck...", murmelte sie und fing danach an zu lachen. John sah sie entgeistert an und lehnte sich wieder zurück. "Ich schätze du hast ihr einiges zu erklären..' murmelte er gleichgültig. Sie zog genüsslich an ihrer Zigarette und ein Anflug eines leichten Grinsens überflog ihre Lippen. "Ich hab mich betrunken..du hast mich verführt..ganz einfach.." lächelte sie.
"Als würde sie dir das abkaufen"
"Vermutlich würde sie das...nein sie würde es mir nicht abkaufen. Von wem weiß sie es überhaupt?" Alexis kaute an ihren Fingernägel, eine Augenbraue in der Höhe. "Ich weiß es nicht aber ich konnte es auch nicht abstreiten als sie mich danach gefragt hat." Wenigstens war er ehrlich, dachte Alexis und seufzte. Wieso musste Valerie so nachträglich sein? Und warum wollte sie noch immer etwas von John obwohl seine Signale eindeutig waren? Kopfschüttelnd stand er auf und sah sie an. "Wie auch immer, wollte dir nur Bescheid geben bevor der große Sturm ausbricht". Er klopfte ihr auf die Schulter als er das sagte und schmunzelte leicht.
"Ach das wars?"
"Ich wüsste da noch etwas..."
"Ich dachte schon du würdest nie danach fragen!"
"Vielleicht solltest du ein paar Tage untertauchen um Valeries Zorn zu entgehen", sagte John leise und zeichnete Kreise auf ihren nackten Bauch. Sie sah ihn an und hob eine Braue. "Ach bitte, was war das in eurer Jugend das sie das nicht verkraften würde?"
"Ich schätze ein Date und ein ziemliches Desaster danach. Sie hat mich nicht mehr interessiert, so waren Jungs eben in der Pubertät - hat sie mir nie verziehen schätze ich. Seitdem versucht sie es immer wieder..." seufzte John und beugte sich nach vorne um Alexis zu küssen. Sie drehte sich weg und setze sich auf. "Schätze sie fährt wohl auf ältere Männer ab.." murmelte Alexis mit reichlichem Sarkasmus in ihrem Unterton und strich sich die Haare zurück. "Ja und ich denke sie ist dabei nicht die einzige...", erwiderte John und zog sie zurück zu sich.
"Hey..!"
"Sei einfach still...."
"Wüsste nicht seit wann du mir sagst wa.....okay..."
Story 2 - Chapter 5/Alexis
Ein wunderschöner Tag schien Alexis entgegen als sie auf die Straße trat. Sie wunderte sich selbst, als ein schmales Lächeln auf ihren Lippen erschien. Sie schlenderte ihren Weg entlang, vorbei an den Märkten, die von Blumen bis Käse alles anboten. Sie bog in eine kleine Seitengasse ein und zündete sich im Gehen eine Zigarette an. Dieser Tag würde gut werden.
Ihr Herzschlag verdoppelte sich als sie die unbeantworteten Anrufe sah auf ihrem Handy. Nein, nicht schon wieder, das ganze konnte doch nicht von vorne beginnen. Ohne ein weiteres Wort setze sie sich auf die nächste Bank, zündete sie sich eine Zigarette an und schloss ihre Augen.
Sie hatte neuen Mut gefasst als sie den Rauch in ihren Lungen spürte. Langsam schaltete sie ihr Handy auf laut und hörte die unzähligen Nachrichten auf ihrer Sprachbox an. Sie schaffte es nicht einmal bis zur Hälfte bevor sie das Handy abschaltete und einsteckte. - Hast du schon einmal an eine Nummer gedacht? - hörte sie sie Stimme ihrer Schwester im Kopf. Vielleicht sollte ich umziehen. Was wenn er mich findet? Das Unwohlsein in ihrem Magen hatte sich gesteigert. "Alles okay Miss?", hörte sie eine Stimme hinter sich und zuckte zusammen. Sie hob ihren Blick und nickte dankbar mit einem versuchten Lächeln auf den Lippen. "Ja, danke es geht schon wieder..", murmelte sie und setzte langsam ihren Weg fort.
'Ich bin dann mal weg!", rief sie und machte sich auf den Weg zum Aufzug. Sie war froh endlich nach Hause zu kommen, die Arbeit hatte ihr das letzte Stück Nerven geraubt. Seufzend betrat sie den leeren Aufzug und drückte auf die vorletzte Taste. Nicht mehr lange, dann bist du zu Hause, murmelte sie vor sich selbst hin und lehnte sich an die Wand.
Sie schloss die Türe als sie ihre Wohnung betrat und schloss wie immer, zur Sicherheit, zweimal ab. Uninteressiert sah sie ihre Post durch die von Werbereklamen bis Briefen nichts besonderes enthielt. Als sie den Stapel gerade auf die Seite legen wollte, rutschte ein kleiner Zettel heraus. Sie bückte sich und hob ihn auf. Do, 16:00 Altes Kaffeehaus, J. Sie las den Zettel dreimal und hob eine Augenbraue als sie ihn schließlich auf die Seite legte. Ja klar, weil sie darauf eingehen würde. Sie schnaubte verächtlich auf, ihre Füße fanden dann jedoch den Weg alleine ins Badezimmer und kurze Zeit später befand sie sich unter der Dusche.

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