Dienstag, 29. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 7/Alexis
Kein Tag war in dem letzten Monat vergangen indem sie John nicht gesehen hätte. War sie bereits abhängig? Sie schnaubte über ihre Gedanken und schüttelte den Kopf. Sie wäre nicht auf die Idee gekommen ihn zu benachrichtigen. Er war derjenige der den Kontakt aufrecht hielt nicht sie. Und trotzdem hatte sie sich bereits zum dritten Mal umgezogen um gut auszusehen. "Ach scheiß drauf!" zischte sie und schnappte sich ihre Jeansjacke bevor sie ihre Wohnung verließ.
Sie nickte kurz zum Gruß als er ihr die Türe öffnete. 'Baby hast du Essen mitgebracht?' hörte sie seine Stimme und blieb abrupt stehen. 'Wie hast du mich gerade genannt?' fragte sie und drehte sich langsam um. Er grinste sie an und sie hört ein leises Lachen. 'Irgendwie muss ich dich doch nennen...Du hast das letzte Monat förmlich bei mir gewohnt."
"Das ist kein Grund mich so zu nennen...wirklich trau dich nicht noch einmal..", murmelte sie und setze sich auf die Theke. "Schon gut.", grinste er und stellte sich gegenüber von ihr hin. "Ich hatte gestern Besuch...".
"Ach ja?", fragte sie und nahm eine Zigarette zwischen ihre Lippen. Er nahm das Feuerzeug neben sich und machte Feuer für sie. Sie nickte kurz zum Dank und hob dann eine Braue, ein Zeichen dass er weiter reden sollte. "Natürlich...", murmelte er und räusperte sich. "Val. Sie hat nicht lange gezögert...".
"Oh nein...?!" fragte Alexis und lachte los. Sie zog an ihrer Zigarette und schüttelte den Kopf. "Die Nummer mit dem Striptease? Ja..die bringt sie immer. Das ist die Phase nach der Verzweifelung."
John schüttelte seinen Kopf und verschränkte seine Arme. "Ich war entsetzt. Sie hat sich förmlich über mich hergemacht. Bitte rede mit ihr...ich hab Angst das Haus zu verlassen."
Sie lachte noch immer und sah ihn anschließend ernst an. "Sie spricht nicht mehr mit mir. Seit ein paar Wochen. Ich hab es versucht, aber was solls...", murmelte sie und zuckte mit den Schultern. "Ein Besuch ist morgen dran, ich denke ich mache mir Sorgen um sie. Überhaupt nach dieser Geschichte." Alexis zog noch einmal an ihrer Zigarette und bließ gerade den Rauch aus als John ihr die Zigarette weg nahm und den letzten Zug nahm bevor er sie ausdrückte. "In Zukunft kannst du am Balkon rauchen..", seufzte er und legte seine Hände auf ihre Oberschenkel. "Ich hab nicht lange Zeit, hab heute ein Essen bei dem ich sein muss." Sein Blick sagte, dass er dort eindeutig nicht hingehen wollte. "Du könntest natürlich..mitkommen..? Nur als Begleitung natürlich."
"Ja genau und morgen geben wir unsere Beziehung öffentlich bekannt. Träum weiter." sagte sie ohne mit der Wimper zu zucken. "Einen Versuch wars zumindest wert.",grinste er und beugte sich nach vorne um sie zu küssen.
Freitag, 11. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 6/John
Er zündete sich bereits seine zweite Zigarette an um das Warten zu verkürzen. Wo war sie nur? Beziehungsweise hatte sie den Zettel überhaupt gesehen? Er nahm einen kräftigen Zug und lehnte sich auf der Bank zurück. Das Kaffee war so gut wie leer, außer ihm und einer Gruppe Möchtegern Hipster die durchgehend Fotos von sich schossen war nur ein älterer Mann als Gast und zwei Frauen hinter der Theke hier. John warf einen Blick auf die Uhr (16:25) und schüttelte den Kopf. Wie auch immer, er würde das Kaffee verlassen.
Gerade als er seinen Kaffee leerte kam sie zur Tür herein, keine Anstalt von Entschuldigung oder Eile in ihrem Gesicht. Gemütlich schlenderte sie zum Tisch, nickte ihm kurz zu und setze sich gegenüber von ihm. Ohne zu fragen, griff sie in seine Zigaretten Packung und steckte sich ebenfalls eine an. Sie gähnte und sah ihn dann an. "Nette Art mich zu Benachrichtigen Romeo.", sagte sie und blies den Rauch aus. John warf ihr einen kurzen Blick zu und beugte sich nach vorne. "Valerie hat das herausgefunden von der Hochze..naja du weißt schon..", murmelte er beiläufig und spielte mit dem Rand seiner Tasse. Alexis richtete sich auf und starrte ihn an. "Oh Fuck...", murmelte sie und fing danach an zu lachen. John sah sie entgeistert an und lehnte sich wieder zurück. "Ich schätze du hast ihr einiges zu erklären..' murmelte er gleichgültig. Sie zog genüsslich an ihrer Zigarette und ein Anflug eines leichten Grinsens überflog ihre Lippen. "Ich hab mich betrunken..du hast mich verführt..ganz einfach.." lächelte sie.
"Als würde sie dir das abkaufen"
"Vermutlich würde sie das...nein sie würde es mir nicht abkaufen. Von wem weiß sie es überhaupt?" Alexis kaute an ihren Fingernägel, eine Augenbraue in der Höhe. "Ich weiß es nicht aber ich konnte es auch nicht abstreiten als sie mich danach gefragt hat." Wenigstens war er ehrlich, dachte Alexis und seufzte. Wieso musste Valerie so nachträglich sein? Und warum wollte sie noch immer etwas von John obwohl seine Signale eindeutig waren? Kopfschüttelnd stand er auf und sah sie an. "Wie auch immer, wollte dir nur Bescheid geben bevor der große Sturm ausbricht". Er klopfte ihr auf die Schulter als er das sagte und schmunzelte leicht.
"Ach das wars?"
"Ich wüsste da noch etwas..."
"Ich dachte schon du würdest nie danach fragen!"
"Vielleicht solltest du ein paar Tage untertauchen um Valeries Zorn zu entgehen", sagte John leise und zeichnete Kreise auf ihren nackten Bauch. Sie sah ihn an und hob eine Braue. "Ach bitte, was war das in eurer Jugend das sie das nicht verkraften würde?"
"Ich schätze ein Date und ein ziemliches Desaster danach. Sie hat mich nicht mehr interessiert, so waren Jungs eben in der Pubertät - hat sie mir nie verziehen schätze ich. Seitdem versucht sie es immer wieder..." seufzte John und beugte sich nach vorne um Alexis zu küssen. Sie drehte sich weg und setze sich auf. "Schätze sie fährt wohl auf ältere Männer ab.." murmelte Alexis mit reichlichem Sarkasmus in ihrem Unterton und strich sich die Haare zurück. "Ja und ich denke sie ist dabei nicht die einzige...", erwiderte John und zog sie zurück zu sich.
"Hey..!"
"Sei einfach still...."
"Wüsste nicht seit wann du mir sagst wa.....okay..."
Story 2 - Chapter 5/Alexis
Ein wunderschöner Tag schien Alexis entgegen als sie auf die Straße trat. Sie wunderte sich selbst, als ein schmales Lächeln auf ihren Lippen erschien. Sie schlenderte ihren Weg entlang, vorbei an den Märkten, die von Blumen bis Käse alles anboten. Sie bog in eine kleine Seitengasse ein und zündete sich im Gehen eine Zigarette an. Dieser Tag würde gut werden.
Ihr Herzschlag verdoppelte sich als sie die unbeantworteten Anrufe sah auf ihrem Handy. Nein, nicht schon wieder, das ganze konnte doch nicht von vorne beginnen. Ohne ein weiteres Wort setze sie sich auf die nächste Bank, zündete sie sich eine Zigarette an und schloss ihre Augen.
Sie hatte neuen Mut gefasst als sie den Rauch in ihren Lungen spürte. Langsam schaltete sie ihr Handy auf laut und hörte die unzähligen Nachrichten auf ihrer Sprachbox an. Sie schaffte es nicht einmal bis zur Hälfte bevor sie das Handy abschaltete und einsteckte. - Hast du schon einmal an eine Nummer gedacht? - hörte sie sie Stimme ihrer Schwester im Kopf. Vielleicht sollte ich umziehen. Was wenn er mich findet? Das Unwohlsein in ihrem Magen hatte sich gesteigert. "Alles okay Miss?", hörte sie eine Stimme hinter sich und zuckte zusammen. Sie hob ihren Blick und nickte dankbar mit einem versuchten Lächeln auf den Lippen. "Ja, danke es geht schon wieder..", murmelte sie und setzte langsam ihren Weg fort.
'Ich bin dann mal weg!", rief sie und machte sich auf den Weg zum Aufzug. Sie war froh endlich nach Hause zu kommen, die Arbeit hatte ihr das letzte Stück Nerven geraubt. Seufzend betrat sie den leeren Aufzug und drückte auf die vorletzte Taste. Nicht mehr lange, dann bist du zu Hause, murmelte sie vor sich selbst hin und lehnte sich an die Wand.
Sie schloss die Türe als sie ihre Wohnung betrat und schloss wie immer, zur Sicherheit, zweimal ab. Uninteressiert sah sie ihre Post durch die von Werbereklamen bis Briefen nichts besonderes enthielt. Als sie den Stapel gerade auf die Seite legen wollte, rutschte ein kleiner Zettel heraus. Sie bückte sich und hob ihn auf. Do, 16:00 Altes Kaffeehaus, J. Sie las den Zettel dreimal und hob eine Augenbraue als sie ihn schließlich auf die Seite legte. Ja klar, weil sie darauf eingehen würde. Sie schnaubte verächtlich auf, ihre Füße fanden dann jedoch den Weg alleine ins Badezimmer und kurze Zeit später befand sie sich unter der Dusche.

Freitag, 28. August 2015
Story 2 - Chapter 4/Steven
Es war ein normaler Tag aber seit er aufgestanden war, wusste Steven, dass irgendwas nicht stimmte. Er murmelte etwas unverständliches zu sich selbst und erhob sich mühsam von der Couch. Die kleine Wohnung in der er hauste war in den letzten Monaten das reinste Dreckloch geworden. Leere Bierflaschen standen überall und die Pizzakartons stapelten sich. Er gähnte als er in die Küche torkelte und öffnete den Kühlschrank, indem sich (wie schon seit Wochen) nichts befand außer ein abgelaufenes Joghurt und ein Stück Käse. Murrend schlug er die Türe wieder zu und machte sich auf den Weg zurück ins Wohnzimmer, in dem er sein Handy vermutete. Er suchte und suchte, bis er es schließlich unter einem Pizzakarton fand. Er schlug diesen mit der Hand weg und öffnete das Nachrichten Feed. Keine Neue Nachrichten. Fluchend legte er das Telefon zurück und ließ sich wieder auf die Couch fallen. Was sollte er den noch tun? Wann würde sie es verstehen?
Die Türklingel riss ihn aus seinem Halbschlaf. Ob das endlich der Essenslieferant war? Er stand wieder mühselig auf und schlurfte zur Türe. Ohne ein Wort mit dem Lieferanten zu wechseln bezahlte er, nahm das Essen entgegen und schlug die Türe wieder zu. Langsam schaffte er es zu seiner Couch zurück, und verschlang gierig seine Mahlzeit.
"Hör zu, ich kann es wieder gut machen...Gib mir bitte noch eine Chance..', grummelte er ins Telefon bevor er auflegte. Wie viele Nachrichten hatte sie schon erhalten? WANN würde sie endlich zurück rufen? Zu viele Fragen schwirrten in seinem Kopf herum und das machte ihn wahnsinnig. Er schrie laut auf und warf den Wohnzimmer Tisch vor sich um. Es steckte so unglaublich viel Wut ihn im. Schnaufend blickte er auf die Trümmer vor ihm und schüttelte den Kopf. Es hatte doch keinen Sinn mehr, was sollte er noch alles tun, bis sie es verstehen würde. Er hasste sie, er hasste sie so sehr.
Montag, 24. August 2015
Story 2 - Chapter 3/ Alexis
Alexis schlug ihre Augen auf und verspürte gleich danach einen stechenden Schmerz in ihrem Kopf. Sie verzog das Gesicht und rappelte sich mühevoll hoch. Mit einem kurzen Blick nach links erkannte sie John der noch zu schlafen schien. Schwungvoll stieg sie aus dem Bett und kramte ihre Klamotten zusammen. So leise es ihr gelang schlich sie sich aus der Wohnung. Sie hatte keine Ahnung wo sie war, aber sie würde sich schon zurechtfinden.
Alexis war gerade mal die Straße herunter gekommen als sie rechts ein kleines Kaffee bemerkte. Erleichtert seufzte sie auf und betrat den Laden. Ein Kaffee würde vielleicht ihre Kopfschmerzen lindern und zusätzlich würde sie vielleicht auch ordentlich wach werden.
Alexis trank einen großen Schluck Kaffee und kramte nebenbei ihr Handy aus der Tasche. 3 unbeantwortete Anrufe - Valerie, natürlich wer auch sonst. Sie beschloss jetzt erstmals ihre Ruhe zu genießen und legte das Handy wieder zurück in ihre Tasche. Gerade als sie ihre Zigaretten aus der Tasche nehmen wollte, fiel ihr ein dass sie diese wohl vergessen hatte. "Oh Fuck", murmelte sie und verdrehte die Augen über sich selbst. "Suchst du vielleicht diese hier?", hörte sie eine nur allzu bekannte Stimme und hob langsam ihren Blick. John stand vor ihr, ihre Packung Zigaretten in der Hand und grinste frech. Ohne ein weiteres Wort legte er die Packung auf den Tisch, setze sich wie selbstverständlich zu ihr an den Tisch und zündetet sich gemütlich eine Zigarette an. "Ich kann dich nach Hause bringen..." sagte er entspannt und lehnte sich zurück. "Danke, ich komm schon nach Hause." Sie klang gereizt und nicht begeistert von seinem Vorschlag. Ohne ihren giftigen Unterton zu beachten grinste er sie an und beugte sich etwas vor. "Valerie bringt mich wahrscheinlich eigenhändig um wenn sie davon erfährt also tu mir wenigstens noch diesen einen Gefallen!" "Mir war nicht bewusst dass Valerie und du euch so gut kennt." Ihre Stimme klang noch immer desinteressiert aber sie hatte ihren Blick gehoben. Lachend schüttelte er den Kopf. "Nein, nein das kam falsch hinüber. Valerie..hat bis jetzt nur noch nicht aufgegeben." Er hatte seine Wort mit Bedacht gewählt, dennoch wusste sie sofort was er meinte. Er bemerkte das spöttische Grinsen das über ihr Gesicht huschte. "Und obwohl die schon zu jung wäre, hole ich mir auch noch die jüngere Schwester." Seine Stimme hatte sich nicht verändert aber Alexis musste auflachen. "So alt kannst du nicht sein, sonst hätte Val es längst aufgegeben. Hat sie dir nie von ihren Kinderwünschen erzählt?" John nickte grinsend und überlegte kurz. "Wenn Valerie 25 ist...", fing er an und wurde, wieder einmal von Alexis unterbrochen "Bin ich 23, richtig mein Lieber." John starrte sie an und trank seinen Kaffee weiter, Er hätte gleich damit rechnen müssen oder zumindest überlegen bevor er etwas tat. Er bemerkte Alexis Blick und grinste dann unschuldig. "Na, vielleicht doch schon einmal von mir gehört?" fragte er frech, keine Miene verziehend.
Natürlich hatte Alexis schon einmal von ihm gehört nur hätte sie nie daran gedacht dass er es war. John, der ewige Junggeselle wie Valerie immer von ihm gesprochen hatte. Generell schenkte Alexis den Erzählungen ihrer Schwester wenig Aufmerksamkeit und wenn es um Männer ging schaltete sie sowieso sofort ab. Und da saß sie nun, vor ihm und wusste nicht wie sie reagieren sollte. Dass er 14 Jahre älter als sie war, sah man ihm auch gar nicht an, was natürlich zu seinem Vorteil war, "Sprachlos?" fragte er nach und lehnte sich nach vorne, seine Unterarme auf seine Oberschenkel gestützt. "Bring mich einfach nach Hause", antwortete Alexis, schnappte sich ihren Kaffee und erhob sich.
Story 2 - Chapter 2/ John
Wie sehr er es doch hasste. Alle Menschen sahen überglücklich aus, die Paare hielten Händchen und himmelten sich verträumt an. Kinder spielten gemeinsam auf dem großen Rasen und besorgte Mütter gaben darauf Acht, dass die teuer gekaufte Kleidung ihrer Lieblinge nicht allzu schmutzig wurde. John leerte den Rest seines dritten Sektglases in einem Zug und stellte es der nächstbesten Kellnerin aufs Tablett. Das frisch vermählte Brautpaar unterhielt sich mit einer Gruppe von Leuten, die er noch nie gesehen hatte.
"John? Kommst du mal eben?" hörte er die Stimme seines Bruders und schritt langsam zum Brautpaar. Ja, er war der Bruder des Bräutigams also riss er sich zusammen und setze ein schmales Lächeln auf. "John, das sind Valerie und ihre Schwester Alexis, die beiden kennst du sicher." In der Tat kannte er Valerie und seine Begeisterung für sie, hielt sich in Grenzen. Die jüngere Schwester jedoch hatte er noch nie gesehen. "Freut mich sehr!", sagte er und schüttelte den beiden die Hand. Während die anderen wieder zu reden anfingen mustere er Alexis. Sie war das genaue Gegenteil von ihrer Schwester. Blond, schlank und unscheinbar. Nie im Leben wäre sie hier aufgefallen. Ihr Kleid war schlicht und auch bei ihrer Frisur hatte sie sich keine große Mühe gegeben, ja sogar ihr schwarzer Nagellack war abgeblättert. Anscheinend bemerkte sie seine Blicke denn sie nickte nur kurz und wandte sich dann ab.
"Vielleicht aber könnten wir auch ein Glas Wein trinken?" John hatte irgendwann aufgehört die Sekunden zu zählen. Er hatte also keine Ahnung mehr, wie lange Valerie schon bei ihm stand und ihn zuquatschte, aber er wusste eines, er sollte dem ein Ende bereiten. Hinter Valerie erkannte er eine Gruppe von Männern die alleine standen, ein paar bekannte Gesichter konnte er sogar ausmachen. Er schob Valerie ohne ein weiteres Wort dorthin und löste sich schließlich von der Gruppe.
Eine Zigarette wäre jetzt mehr als angebracht. Er entfernte sich langsam von den Feierlichkeiten und setze sich an den Gehsteig rand.
Als er den Rauch in seinen Lungen zog, spürte er, wie sich sein Körper entspannte und er ruhiger wurde. John hatte seine Zigarette fast fertig geraucht als er Schritte hinter sich hörte. Er drehte sich um und erkannte eine schmächtige Gestalt die scheinbar auf ihn zu kam. Erst beim näher kommen erkannte er Alexis. "Schönen Abend noch", murmelte sie beim vorbei gehen. John warf einen Blick auf die Uhr und bemerkte erst jetzt dass es schon nach Mitternacht war. "Warte!", rief er ihr nach und beeilte sich hoch zu kommen. Es wunderte ihn nicht, dass sie einfach weiter ging aber er hatte sie schnell eingeholt. "Du wirst doch wohl nicht alleine nach Hause gehen wollen, es ist..." fing er an wurde jedoch von ihr unterbrochen. "Ich schlafe die Nacht im Hotel." Ihre Antwort kam schnippisch herüber. "Wo ist deine Schwester?" fragte er nach und sie blieb abrupt stehen. "Was willst du von mir? Ich kenne dich nicht und habe auch leider viel zu wenig getrunken um mich auf dich einzulassen..Also wenn du nicht gerade einen Vorschlag hast der einfach umwerfend ist dann würde ich dich höflichst bitten zu der Feier zurück zu gehen." Genau wie sie war John stehen geblieben und hatte ihr höflichkeitshalber zugehört. "Ich hätte da allerdings einen Vorschlag..," murmelte er und zog Autoschlüssel aus seiner Hosentasche.
"Feuer?" fragte er und zündetet zuerst ihre Zigarette an bevor er seiner Feuer gab. Das Zimmer war dunkel, bis auf einen schmalen Lichtschein der herein fiel. Es hatte ein Blick zwischen ihnen gereicht und John wusste, dass er gewonnen hatte. Alexis lag neben ihm und ihr schmaler Körper wurde nur teilweise durch das dünne Laken bedeckt. Sie drehte sie auf den Bauch und zog an ihrer Zigarette. "Der Bruder des Bräutigams also?" fragte sie nach und hob eine Augenbraue. "Wie kommt es dazu, dass du dich einfach so verziehen kannst?" John schnaubte kurz und legte einen Arm hinter seinen Kopf. "Niemand wird bemerken dass ich weg bin, das garantiere ich dir.", murmelte er und blies den Rauch in die Dunkelheit des Zimmers.
Sonntag, 23. August 2015
Story 2 - Chapter 1/ Alexis
Dunkelheit hatte sich über Seattle gelegt. Die Lichter in den vielen Wohnungen rundherum erloschen langsam. Wenn man über Stunden zusah, konnte man erkennen wie es immer mehr dunkel wurde, was der Nacht einen gefährlichen Touch verlieh. Gähnend streckte sich Alexis und erhob sich von ihrem Platz am Fenster. Die Wohnung war dunkel bis auf ein paar Kerzen die brannten. Hätte sich jemand angeschlichen und würde versteckt in einer Ecke stehen würde sie es nicht merken. Doch sie war alleine, wie jeden Dienstag Abend.
Sie checkte ob ihre Türe verriegelt war, löschte die Kerzen und begab sich auf den Weg in ihr Schlafzimmer. Sie hatte morgen einen freien Tag, wie jeden Mittwoch in der Woche, außer es war ein Notfall.
10:15 - Der Wecker hatte etliche Male geläutete, jedoch war Alexis auf dieses Geräusch geradezu allergisch. Sie hatte ihn abgestellt und weiter geschlafen, schließlich war dies ihr freier Tag. Mit einem hatte sie jedoch nicht gerechnet - Besuch. Jemand läutete Sturm an ihrer Türe und obwohl sie liebend gerne liegen geblieben wäre und das Geräusch ignoriert hätte, wusste sie, dass sie aufstehen sollte. Weitere fünf Minuten verstrichen bis sie es geschafft hatte tatsächlich aufzustehen, ihren Bademantel über zu ziehen und sich zur Türe zu schleppen. Sie kümmerte sich gar nicht darum ihre Haare zu richten sondern öffnete die Türe und starrte in ein nur allzu bekanntes Gesicht. "Lex ich hab dir gesagt dass du fertig sein sollst wenn ich komme!" begrüßte sie ihre Schwester keifend und schob Alexis auf die Seite. "Geh dich anziehen, ich stell den Kaffee hin! Los geh schon!". Ohne ein weiteres Wort schloss Alexis die Türe und machte sich auf den Weg ins Badezimmer.
"Ah, na sieh einer an, da erkenne ich doch eher meine bildhübsche Schwester!" - Wie schnell Valeries Stimmung doch umschlagen konnte. Sie reichte ihrer Schwester eine Tasse Kaffee und lächelte sie an. "Denk daran ich brauche das perfekte Kleid und oh du solltest auch nicht so schlecht aussehen!", schwärmte sie verträumt. Eine der schlechten Dinge an Valerie - sie dachte gerne an sich selbst, nach Alexis Geschmack viel zu gerne. Es war die Hochzeit einer gemeinsamen Freundin die die beiden schon seit Kindertagen kannten. Valerie war nur um zwei Jahre älter, die man ihr aber gar nicht ansah, was waren schließlich auch schon zwei Jahre. Valerie wollte umwerfend aussehen da anscheinend auch reichlich Single Männer anwesend waren also hatte SIE beschlossen dass Alexis sie begleiten müsste. Und hier waren sie nun, bereit für die Jagd nach dem perfekten Kleid...gut, zumindest eine war bereit.
Story 1 - Chapter 30/Laureen, Andrew, Nicholas
Laureen
Es waren cirka zwei Wochen vergangen seit dem "Vorfall" mit Nicholas. Wir hatten für uns beschlossen es bleiben zu lassen, was aber nicht hieß dass der Kontakt abbrach. Im Gegenteil, wir waren uns näher gekommen, aber nicht auf körperlicher Ebene.
Ich hatte viel Zeit mit Andrew verbracht und dadurch gemerkt wie wichtig er mir wirklich war. Wir hatten sogar beschlossen den Sex bleiben zu lassen, zumindest für eine Weile. Ich hatte keine Lust unsere Beziehung zueinander darauf aufzubauen und auch er wollte das nicht. Ich war überrascht wie gut es auch so funktionierte. Wenn ich am Abend im Bett lag spürte ich wie ich glücklich und zufrieden mit mir war.
5 Jahre später
Nicholas
"Warte Andrew...", murmelte ich und zog ihn zurück. Ich richtete seinen Anzug und klopfte ihm auf die Schulter. "Mach das Beste daraus", grinste ich und umarmte ihn kurz. Er nickte mir glücklich zu und verschwand in der Kirche. Katherine kam mit meinen Eltern über die Straße. Ich küsste sie kurz als sie neben mir stand und strich ihr über die Wange. "Alles okay bei euch zwei?" fragte ich sie sanft und strich über ihren Bauch der sich deutlich unter dem Kleid wölbte. Sie nickte und legte ihre Hand auf meine. "Laureen ist ganz aufgeregt, die Arme..", sagte sie und lächelte. "Aber sie sieht so wunderschön aus." Ich nickte und deutete auf die Kirche. "Lass uns hinein gehen, ich muss dann zu Andrew." sagte ich und hielt sie fest als wir hinein gingen.
Laureen
Ich betrachtete mich im Spiegel und lächelte. Genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich richtete mein Kleid das ziemlich schmal verlief und am Ende eine Schleppe hatte. Es hatte zierliche Stickereien aber ich hatte mich sofort verliebt als ich es gesehen hatte. Tief Luft holend schloss ich kurz meine Augen und machte mich dann auf den Weg hinaus.
Andrew
Laureen war nicht nur wunderschön es war auch die perfekte Hochzeit gewesen. Natürlich hört man immer wie schön alles ist und wie kitschig und übertrieben alles sein muss aber für mich war es der perfekte Tag gewesen. Wir hatten uns für etwas schlichtes entschieden und das hatten wir auch bekommen.
Anfangs hatten wir nur beschlossen einfach zusammen zu versuchen, auch wenn wir nicht die geringste Ahnung hatten dass es so enden würde - im Gegenteil ich gab uns ein paar Monate da ich mir nicht sicher war was die Zukunft bringt. Es dauerte jedoch nur ein paar Monate bis ich bemerkte wie unglaublich ich sie liebte und seit dem war jeder Tag ein Geschenk mit ihr gewesen.
Nicholas und Katherine erwarteten ihr erstes Kind, was zusätzlich ein riesen Glück für uns alle war. Nick hatte beschlossen aus der WG auszuziehen, da er das Haus für genau so einen Moment aufgehoben hatte.
Laureen hatte ebenfalls nach dem ersten Jahr unserer Beziehung ihre Wohnung aufgegeben und wir hatten uns gemeinsam ein nettes Haus gekauft - auf Wunsch von Nicholas in der selben Gasse wie deren ihres. Die Jahre hinweg hatten wir es genauso eingerichtete wie wir es uns vorgestellt hatten und als dann Nicks und Katherines Hochzeit kam war ziemlich alles fertig. Was die Zukunft brachte wusste niemand von uns aber so wie es jetzt war, war es für mich perfekt.
Story 1 - Chapter 29/Nicholas
Die ganzen Stimmen waren viel zu laut für mich. Ich trank mein Glas leer und erhob mich mühselig. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war aber ich brauchte frische Luft. Ich drängt mich durch die Menschengruppen und war erleichtert als mir die frische Nachtluft ins Gesicht schlug. Ich atmete tief ein und suchte mir meine Zigarettenpackung aus meiner Tasche. 'Die hab ich notwendig' murmelte ich für mich selbst und nahm einen tiefen Zug. Mit geschlossenen Augen blieb ich stehen und zog den Rauch tief ein.
Ich wusste nicht wieso aber meine Füße hatten den Weg von alleine ins hintere des Garten gefunden. Langsam suchte ich mir den Weg, da es ziemlich dunkel war und meine Sinne außerdem ziemlich benebelt waren. "Hallo?" hörte ich eine zarte Stimme und blieb stehen. Ich räusperte mich und erkannte kurz darauf Laureen auf der Bank sitzen wo wir gemeinsam gesessen sind wie ich sie kennengelernt hatte. "Oh ...Nick..." sagte sie und deutete dennoch neben sich. Ich zögerte eine Sekunde da sie ebenfalls ziemlich betrunken wirkte, schob meine schlechten Gedanken dann aber auf die Seite und setze mich neben sie. Sie grinste mich an und streckte ihre Hand aus. Erst jetzt bemerkte ich die Weinflasche in ihrer Hand. Ich lehnte dankend ab und zündete mir lieber noch eine Zigarette an. "Ich dachte du hast aufgehört...?" fragte sie mich und griff dann selbst nach einer. Ich reichte ihr das Feuer und sie nahm einen tiefen Zug bevor sie sich fallen ließ und ihren Kopf auf meinen Schoss bettete. Wie automatisch strich ich ihr durch die Haare worauf sie ihre Augen schloss. Alte Gewohnheiten. War das so vorherbestimmt? Wieso saßen wir hier, genau wie damals, das war mehr als verrückt.
"Nick?", fragte sie leise in die Dunkelheit und ich drehte mich zu ihr. "Ich muss dir etwas total verrücktes erzählen.."
Andrew und Laureen. So wie es eigentlich hätte sein sollen. Ich hatte die ganze Zeit über nicht bemerkt dass sie etwas am Laufen hatten aber was hatte es mich auch zu kümmern? War ich nicht derjenige der Andrew zuvorgekommen ist? Oder war das Schicksal?
Samstag, 22. August 2015
Story 1 - Chapter 28/Andrew
Der Abend war gemütlich, so gemütlich wie schon lange nicht mehr. Wir waren nicht viele. aber es unterhielten sich alle gut und die Stimmung war locker und angenehm. Natürlich bemerkte ich Nicholas Blicke, die dauernd auf Laureen ruhten aber was sollte ich tun? Ich wandte meine Blicke ebenfalls Laureen zu die sich angeregt mit Daniel unterhielt. Die beiden verstanden sich gut, wobei Laureen in dieser Runde bei jedem beliebt war. Sie hatte diese biestige aber dennoch lockere Art die einen Mann auf Anhieb gefiel. Ich spürte einen Stoß auf meinen Oberarm und riss mich von Laureen los. "Ich glaube es wäre besser wenn wir die Party auf einen geschlosseneren Ort legen, hier wird es langsam laut...", hörte ich Stevens Stimme. Ich sah ihn an und nickte kurz. Steven arbeitet ebenfalls in der Firma und gehörte ziemlich zur geschlossenen Gesellschaft. Er war der einzige aus unserer Runde der verheiratet war und sogar schon eine kleine Tochter hatte, Ich wurde sogar als Taufpate auserwählt was ich damals natürlich ohne weiteres Zögern sofort angenommen hatte.
Ich erhob mich langsam und auch die anderen packten ihre Sachen zusammen. Es war klar. dass wir in die WG begeben würde, da wir dort am meisten Platz und vor allem Ruhe hatten.
"Ich hol eine neue Flasche, schon okay.." rief ich Daniel zu und erhob mich vom Sessel. Wir hatten uns ins Wohnzimmer gesetzt, da es dort gemütlich und geschlossen war. Laureen war vorher mit ihrem Glas in die Küche verschwunden, deswegen hatte ich meine Chance genutzt ihr nachzukommen.
Ich betrat die Küche und sah Laureen am Kühlschrank stehen. Sie hörte mich anscheinend nicht kommen, denn sie drehte sich nicht um sondern stöberte weiterhin in den Laden herum. Ich trat hinter sie und legte ihr eine Hand an die Hüfte. Sie zuckte zusammen und drehte sich dann zu mir um. "Habt ihr nicht essbares hier?" fragte sie und deutete auf den Kühlschrank der rappel voll war. Sie hatte anscheinend auch ein paar Gläser zu viel intus. Ich schob sie auf die Seite und sah sie an. "Auf was hast du denn Lust?" fragte ich sie und bekam darauf aber keine Antwort also nahm ich nur ein paar Eier und Speck aus dem Kühlschrank und berietet ihr eine ordentliche Portion zu. Sie sah mir dabei zu, blieb aber still sitzen. Zwischendurch nahm sie einen Schluck aus ihrem Weinglas. Ich schob alles auf einen Teller, den ich ihr anschließend reichte. Sie lächelte mich dankbar an und ich spürte wie meine Knie weich wurden. Sie war so wunderschön.
Ich wurde jäh aus meiner Schwärmerei gerissen als ich Daniels Rufe hörte. Anscheinend hatte er noch ein paar Leute eingeladen, denn es kamen laute Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ich wollte gerade gehen als mich Laureen zurück zog. "Du wolltest frischen Wein mitnehmen..." erinnerte sie mich. Ich schnappte ohne ein weiteres Wort eine frische Flasche aus dem Kühlschrank und verließ die Küche.
Sonntag, 26. Juli 2015
Story 1 - Chapter 27/Laureen
Natürlich hatte ich mitbekommen das Sophie noch nicht ganz aus Andrews Leben verschwunden war, aber was sollte ich dagegen untrnehmen? Ich hatte mir selbst eingestanden, dass es keinen Sinn haben würde etwas Ernstes mit ANdrew anzufangen aber war Sophie sicher der einzige Grund dafür? Ich gähnte und schenkte mir noch etwas Wein nach. Böse, Böse es war Nachmittag und ich trank schon. Ich rollte meine Augen zurück über meine Gedanken und seufzte auf. Nicholas. Andrew. Sophie. Andrew. Andrew. Andrew aber Sophie und Nick....Wieso war es immer wieder das selbe? Wir hatten es beide beendet. Wieso fehlte er mir? Mein Handy riss mich aus meinen Gedanken und ich sprang hektisch auf. Wo zur Hölle hatte ich es liegen gelassen? Ich fand es neben dem Kühlschrank und sah dass es Nick war. "Verfluchte Scheiße!", murmelte ich, hob trotzdem ab und wartete. "Laureen? Hallo?", hörte ich seine Stimme war jedoch für ein paar Sekunden unfähig zu antworten. "Ehm ja, hallo, ich...ich bin da.", räusperte ich mich und hasste mich für diesen lächerlichen Aussetzer. "Ich hab gedacht wir...könnten uns heute Abend treffen? Hinter dem Cafe der kleine Club? Also nur wenn du Bock hast...Andrew und seine Leute sind auch dort", sagte er schnell und ich nickte, bevor ich bemerkte dass er das ja nicht sehen konnte. "Natürlich, sicher, ja..um 10:00 Uhr, okay ich werde dort sein.", sagte eine Stimme in mir und ich beendete das Gespräch. Verfickte Scheiße!
Lieblingsjeans Jacke und los gehts! Ich richtete meine Haare und machte mich auf meinen Weg. Der Club war nichts besonderes, es war eigentlich eine kleine Bar die von uns der Club genant wurde,..warum auch immer. Ich betrat die Bar und sah mich um. Ich war etwas spät dran, erkannte Nick jedoch von der weiten schon. Er winkte mir zu und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. "Hallo!", lächelte ich in die Runde und merkte, dass ich die einzige Frau war. Typisch! Ich ließ mich neben Daniel fallen. Auf einen heiteren Abend dachte ich und füllte mein Glas mit Wein.
Freitag, 10. Juli 2015
Story 1 - Chapter 26/Andrew
"Ich hoffe, dass es bis morgen erledigt ist!". Ohne ein weiteres Wort beendete ich das Gespräch und ließ mich auf meinen Stuhl fallen. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und war erleichtert als ich erkannte dass ich Mittagspause hatte. Ich verließ mein Büro, nickte meiner Sekretärin zu und begab mich in die Kantine.
"Endlich zu Hause", stöhnte leise als ich die Türe hinter mir schloss. Ich stieg die Treppe zu meinem Zimmer hoch und öffnete die Türe. Es war dunkel im Zimmer, aber ich brauchte kein Licht da ich mich blind auskannte. Ich knöpfte mein Hemd auf und schmiss es auf den Sessel neben dem Schrank. Ich wollte gerade meinen Gürtel öffnen als ich kühle Finger an meinem Bauch spürte. Ich zuckte zusammen und wollte mich umdrehen doch da hörte ich schon Laureens Stimme an meinem Ohr. Ich schloss meine Augen und ließ sie machen. Ich war überrascht das sie hier war, denn damit hatte ich am wenigstens gerechnet,
Ich hörte ein energisches Klopfen und fuhr hoch. "Andrew bitte!" Fuck das war Nick! Laureen hatte es anscheinend genauso gehört da sie panisch aufgesprungen war und ihre Sachen zusammen gesucht hatte. Ich deutete aufs Badezimmer und die verschwand darin. Ich zog die Decke zurecht und murmelte ein "Ja?". Nicholas öffnete die Türe und warf mir mein Handy zu. "Da lässt dich jemand nicht in Ruhe", sagte er schnell bevor er die Türe wieder hinter sich zu zog. Gerade als ich die erpassten Anrufe checken wollte, läutete es erneut. Sophie. Ich wollte einfach nicht abheben aber meine Finger wanderten ganz von alleine zu dem Display. "Ja?" fragte ich monoton. "Andrew, gut dass du endlich abhebst.." Sie quasselte mir die Ohren voll und ich merkte wie ich irgendwann abschaltete. Jeden Tag das selbe. Ich legte ohne eine weiteres Wort auf. Laureen betrat das Zimmer, bereits angezogen und sah mich verwundert an. "Nichts wichtiges;.." lächelte ich. "Du willst schon gehen?" fragte ich sie unschuldig und sie nickte nur kurz. "Will Nicholas vermeiden", murmelte sie leise und hob kurz die Hand zum Gruß. Ich wollte noch etwas sagen, jedoch war sie schon verschwunden.
Story 1- Chapter 25/Laureen
2 Jahre später
Leise schlich ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Unterwäsche. Das Kleid von gestern zog ich mir ebenfalls über und warf einen kurzen Blick zum Bett zurück. "Ich wusste du würdest dich einfach hinaus schleichen wollen" hörte ich Andrew's Stimme und zuckte kurz zusammen. Ich drehte mich langsam zu ihm um und grinste ihn unschuldig an. Ich suchte in meinem Kopf eine Ausrede obwohl ich gar keine nötig hätte - ich wusste Andrew würde mich gehen lassen. Er setze sich auf und deutete neben sich. "Bleib noch..bitte.." murmelte er und ich kämpfte mit mir und meinen Entscheidungen. Seufzend ließ ich meine Tasche wieder fallen, kam zu ihm zurück ins Bett und lehnte meinen Kopf an seine kräftige Schulter. "Nicholas ist sowieso nicht da, also bekommt das hier niemand mit.." Ich spürte seinen Atem an meinem Ohr und schloss meine Augen.
Es war fast ein Jahr her seit ich und Nicholas uns getrennt hatten. Wenn ich jetzt darüber nachdachte gab es dafür eigentlich keinen Grund, zumindest keinen vernünftigen. Wir hatten uns beide mehr auf die Arbeit konzentriert, die Wochenende wurden immer öfter getrennt verbracht und irgendwann hatte ich einfach nicht mehr das Gefühl gehabt ihn wirklich zu lieben. Ich hatte meine Sachen gepackt und war zurück in meine Wohnung gegangen. Anfangs hatten wir noch viel Kontakt und sogar noch Sex was ich mir gar nicht erwartet hätte. Aber wie es kommen musste, war auch das irgendwann nicht mehr das wahre und ich hatte immer mehr Ausreden gefunden um ihn nicht sehen zu müssen. Ich wusste nicht was mit Andrew und Sophie passiert war, aber treu konnte sie nicht gewesen sein, nachdem sie jetzt zu Hause auf ihr erstes Kind aufpassen musste. Andrew und ich hatten uns durch Zufall wieder getroffen und waren - wie war es anders vorherzusehen im Bett gelandet. Ich hatte irgendwann die Nächte in denen ich mich aus seinem Zimmer schlich nicht mehr mitgezählt aber für uns beide war es eine nette Abwechslung gewesen.
"Wenn du Hunger hast, kann ich dir Frühstück bringen...". Andrew kam aus dem Badezimmer und zog sich fertig an. Ich wusste dass er in die Arbeit wusste, obwohl es Wochenende war. Seufzend erhob ich mich und schüttelte meinen Kopf. "Nein ich werde nach Hause gehen, sollte sowieso sauber machen.." murmelte ich und zog mich zum zweiten Mal für heute an. Er sagte gar nichts mehr, verschwand im Badezimmer und kurz darauf hörte ich Wasser rauschen.
Sonntag, 5. Juli 2015
Story 1 - Chapter 24/Laureen
Ich war so froh, als ich Nicholas Haus betrat. Mir war das Wochenende einfach so lange vorgekommen. Ich hatte viel mit Andrew geredet und war auch froh darüber gewesen, dass kein Problem zwischen uns lag - Sophie jedoch machte mir schwer zu schaffen. Natürlich wollte sie zeigen, dass Andrew ihr gehörte (obwohl sie das nicht musste). Bei jeder Gelegenheit, bei der ich den Raum betrat fiel sie förmlich über ihn her, was nicht nur mir unangenehm zu sein schien. Auch Andrew gefiel die Situation nicht ganz, er hatte sich sogar bei mir entschuldigt. Also ob das nötig gewesen wäre,....ich war glücklich mit Nicholas.
Ich wusste, das wir den restlichen Abend im Bett verbringen würde, da das Wochenende nicht wirklich viel Zeit für Innigkeit war. Und ich hatte recht - sobald ich aus dem Badezimmer kam hatte Nick mich schon fest im Griff. Seine Lippen waren überall und ich schloss genüsslich meine Augen.
"Ich muss wirklich gehen", murmelte er, ich wollte jedoch seine Hand nicht los lassen. Es war früh am morgen - besser gesagt Montagmorgen und Nicholas musste zur Arbeit. Ich auch, jedoch hatte ich noch etwas Zeit. Er war schon fertig angezogen und stand vor dem Bett, indem ich noch immer lag. Ich hielt seine Hand fest und wollte ihn wieder zu mir ziehen, jedoch war er viel stärker als ich. "Wir sehen uns am Abend Baby", murmelte er und küsste mich innig, bevor er das Zimmer verließ. Ich schlang die decke enger und meinen fast nackten Körper und drehte mich aufs seine Seite, um seinen Geruch bei mir zu haben. Die Nacht war lang und intensiv gewesen, weswegen mir bald wieder die Augen zu fielen.
Samstag, 4. Juli 2015
Story 1 - Chapter 23/Andrew
"Sophieee?" rief ich und war danach sofort still um ihre Antwort zu hören. Ich lag im Bett, ein typischer Sonntag. Sophie betrat das große Schlafzimmer und ich grinste sie an. Sie trug nur Unterwäsche (wie fast immer wenn Wochenende war) und hielt mein Handy in der Hand. Sie sah auf und hob eine Braue. "Nicholas hat dich gefragt ob wir zu Hause sind....Wieso würde er dich das fragen er wohnt doch auch hier...Oder ist wegen der Schla...wegen Laureen?". Ich setze mich auf und streckte meine Hand nach dem Handy aus. "Ich weiß nicht warum er das fragt aber das mit der Schlampe haben wir besprochen!". Vielleicht hatte ich es zu scharf gesagt, denn Sophie drehte sich um und verließ den Raum abrupt. Ich verdrehte die Augen und tippe Nick zurück. "Ja wir sind zu Hause aber bitte komm doch einfach, wir sind alle erwachsen". Ich warf das Handy aufs Bett und erhob mich um Sophie hinterher zu eilen.
Ich hörte die Eingangstüre und wusste irgendwie dass das Nicholas und Laureen waren. Ich hatte das letzte mal persönlich bei unserem Essen mit ihr geredet. Natürlich wollte ich mit ihr sprechen aber mein Stolz (und der von Sophie) sagten etwas anderes. Ich nahm meine Tasse von der Kaffeemaschine und drehte mich zum Kühlschrank. Ich wollte sie nicht sehen, wusste aber dass mir nichts anders übrig blieb. Mein Verhalten sollte auf keinen Fall eifersüchtig wirken oder noch schlimmer eine kindische Seite zeigen. Ich hörte Laureens Gruß und drehte mich kurz um. Ich murmelte ein kurzes "Hallo" und widmete mich wieder meinem Kaffee. Sophie fing ein Gespräch mit Nick an und ich wusste, dass sie das mit Absicht tat. Sie wollte Laureen zeigen, dass sie hier mehr willkommen war. Ich drehte mich schließlich doch um, Laureen hatte sich auf einen Barhocker gesetzt und lächelte mich an. Ich deutet auf den Obstsalat der in der Schüssel hinter mir stand und sie nickte kurz. "Ja bitte, das wäre nett!", sagte sie und ich reichte ihr ohne zu zögern eine Schale. Sophie schenkte mir kurz einen giftigen Blick den ich jedoch ignorierte.
Sie hatte mit Nick essen gekocht, dass einfach nur köstlich gewesen war. Sophie hatte sich entschieden ihre freundliche Seite zu zeigen und lobte das Essen in vollen Zügen. Ich machte mich daran den Tisch abzuräumen, da ich eine unangenehme Stille vermeiden wollte. Laureen kam mir gleich zu Hilfe und brachte das Geschirr in die Küche. "Du bist schön braun.." fing ich an, während ich das Geschirr langsam in die Spülmaschine räumte. "Ich komme auch gerade frisch vom Urlaub zurück!" erzählte sie begeistert. Ich spürte einen kurzen Stich, als sie erzählte dass Nick mit ihr war (was doch eigentlich klar war) und wie schön es war, und und und. Ich hörte ihr dennoch zu, gab zwischendurch meine Meinung dazu und war dennoch froh, dass wir ins Gespräch gekommen waren....
Sonntag, 28. Juni 2015
Story 1 - Chapter 22/Nicholas
3 MONATE SPÄTER
"Einfach nur deinen Kopf zurück geben. Oh..Perfekt so, warte kurz...!" Ich nahm mein Handy und schoss ein Foto. "Perfekt Baby, ich habs!", grinste ich und küsste sie. Wir lagen am Strand und genossen die Sonne. Den Urlaub hatten wir uns beide verdient nach den letzten Wochen. Laureen hatte mir geholfen das Haus komplett fertig zu gestalten und jeden Abend wenn ich von der Arbeit nach Hause gekommen war, hatten wir gemeinsam Essen gekocht. Die Nächte waren lang und intensiv gewesen und jeden morgen neben ihr aufzuwachen war das schönste überhaupt. Wir wohnten gemeinsam in dem Haus waren aber zwischendurch bei ihr in der Wohnung gewesen. Ich hatte beschlossen sie mit einem Kurzurlaub zu überraschen und das war genau die richtige Überraschung gewesen. Heute war der letzte Tag, weshalb wir beschlossen hatten, den schön ausklingen zu lassen. Morgen ging der Flug nach Hause aber daran wollte ich jetzt noch nicht denken.
Ich schenkte ihr noch Wein nach und stellte die Flasche auf den Tisch. Ich zog sie an mich und spürte ihren Kopf auf meiner Brust. Wir saßen auf der Terrasse und starrten beide aufs Meer hinaus. Sie trank einen Schluck und blickte dann hoch zu mir. "Schön mhh?", murmelte sie und ich küsste sie voller Leidenschaft als Antwort.
Der Wecker klingelte und ich schlug meine Augen auf. Mit einer schnellen Handbewegung stellte ich ihn aus und gähnte herhaft. Laureen lag an mich gekuschelt und ich zog sie enger an mich. Ich spürte ihre Haut auf meiner und schloss zufrieden kurz die Augen. So sollte es immer sein, dachte ich und strich über ihre Haare. Sie murmelte etwas und richtete sich dann auf. Ihre Haare fielen nach vorne und sie setze sich auf mich, beugte sich zu mir und küsste mich. Ich legte eine Hand auf ihre Hüfte, hob sie etwas hoch und richtete mich selbst etwas auf. "Wie viel Zeit haben wir?" raunte sie leise in mein Ohr als ich meine Hände über ihren Körper gleiten ließ. "Genug Zeit" antwortete ich und fing wieder an sie zu küssen.
Ich war froh, dass wir so schnell alles erledigt hatten und unsere Koffer gleich gefunden hatten. Zu Hause angekommen, wollte Laureen erst einmal duschen und verschwand nach oben. Ich schlenderte in die Küche und öffnete den Kühlschrank der gut gefüllt war. Wir hatten auf dem nach Hause weg noch etwas eingekauft um nicht unseren Hunger unterlegen zu sein. "Nick?", hörte ich ihre Stimme von oben und schloss den Kühlschrank wieder. Ich strich durch meine Haare und stieg die Treppe hoch. Ich betrat das Schlafzimmer, da war sie jedoch nicht. Ich hob fragend eine Braue und ging weiter ins Badezimmer. Ich hörte ein Kichern und drehte mich um. Sie stand vor mir und ließ ihren Bademantel fallen. "Begleite mich!", raunte sie spielerisch und kam auf mich zu. Ihre Hände öffneten meinen Gürtel mit einem Ruck und sie ließ sich furchtbar lange Zeit beim öffnen der Jeans. Ich schloss meine Augen als ich ihre Hände spürte und schlüpfte aus meinem Shirt. Sie zog mich Richtung Dusche und Sekunden später standen wir beide unter dem heißen Strahl des Wassers.
Story 1- Chapter 21/Andrew
Ich hoffte inständig auf ihr Erscheinen. Klar hatte sie zugestimmt aber das hieß natürlich nicht, dass sie auch wirklich kommen würde. Ich war schon früher am vereinbarten Treffpunkt und wartete ungeduldig. Leute gingen vorbei und ich warf immer wieder einen Blick auf die Uhr. Als ich meinen Kopf hob, sah ich sie schon auf mich zukommen. Ich spürte die Vorfreude aber auch gleichzeitig Angst in mir und atmetet tief durch. Sie lächelte mich an (WOW!) und ich nickte ihr kurz zu. Sie sah wie immer wunderschön aus, jedoch hatte ich sie nicht zum vergnügen eingeladen. Wir gingen ein Stück durch den Park und ich bog dann in die geplante Richtung ab. "Ich habe ein gemütliches Restaurant ausgesucht", erwähnte ich nebenbei. Ich hoffte, dass sie diese Umgebung nicht kannte, da ihr sonst früh aufgefallen wäre, dass alles viel protziger war als die Umgebung bei ihrer Wohnung. Ich bog noch einmal in eine schmale Seitengasse ein und hielt ihr dann die Türe auf. Ich betrat hinter ihr das Restaurant, dass komplett leer war. Ein Tisch stand schön gedeckt, etwas abgelegen, wo man Ruhe haben konnte. Sie drehte sich zu mir um und wollte schon etwas sagen ich schüttelte jedoch nur den Kopf und schob den Stuhl zurück, dass sie sich setzen konnte.
Das Essen war grandios gewesen, jetzt ging es nur noch darum ihr zu sagen, weshalb wir eigentlich hier waren. Ich trank einen Schluck und sah sie dann an. "Laureen ich will nicht groß herum reden oder dir irgendwas verheimlichen. Ja, es war etwas zwischen Sophie und mir und ich habe mir anfangs gewünscht es wäre nichts gewesen aber dann war da die Sache zwischen Nicholas und dir und dann habe ich realisiert dass es vielleicht besser wäre wenn wir...wenn du und ich..". Ich musste den Satz gar nicht weiter sprechen da sie das übernahm. "Das wir das zwischen uns lassen?". Sie sagte das ohne irgendeine Reaktion zu zeigen, keine Gefühle in ihrer Miene. Ich spürte mein Herz schneller schlagen und drehte am Weinglas herum. "Ich mein nur wir sollten nicht zu viel in irgendwas herein interpretieren wenn wir neben uns wen anderen haben." Sie sah mich empört an. "Ich hatte nie etwas mit Nick, tut mir leid das musst du falsch verstanden haben Andrew!". Sie lächelte kurz und legte ihre Serviette beiseite und erhob sich. "Danke für diesen Abend Andrew." lächelte sie mich an und verließ das Restaurant. Ich wollte ihr nach gehen, wollte sie zurück holen aber ich war wie gelähmt...
Donnerstag, 25. Juni 2015
Story 1 - Chapter 20/Laureen
"Dankeschön", lächelte ich freundlich als ich meinen Caramel Macchiato an mich nahm. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und war erstaunt über mein perfektes Timing. Ich hatte noch genügend Zeit meinen Kaffee in Ruhe zu trinken, bevor ich in der Arbeit erscheinen müsste. Ich gähnte herzhaft und suchte mir mit müden Augen einen freien Platz. Obwohl es ziemlich früh war, saßen schon viele Leute in dem kleinen Kaffee. Ich hatte es damals durch Zufall entdeckt und seitdem war es zu einem meiner Lieblingsorte geworden. Es war auf dem Weg zu meiner Arbeit aber doch etwas abgelegen, da es sich in einer kleinen Gasse befand. Ich ging in die hinterste Ecke des Kaffees und setze mich dort auf einen gemütlichen Sessel. Zufrieden trank ich einen Schluck und nahm mein Handy aus der Tasche.
"Darf ich mich zu dir setzen?" hörte ich eine bekannte Stimme und hob langsam meinen Blick. Andrew stand vor mir und sah auf mich herab. Ich kämpfte mit dem Gedanken einfach aufzustehen und zu gehen, beließ es aber bei der freundlichen Variante und nickte nur kurz. Sollte er sich doch hinsetzen, ich würde ihn keines Blickes mehr würdigen. "Laureen, hör zu..." fing er an doch ich unterbrach ihn abrupt. "Ich möchte in Ruhe meinen Kaffee trinken bevor ich in die Arbeit gehe. Dankeschön!" Er wollte noch etwas sagen, ließ es aber dann dabei und trank still seinen Kaffee. Ich zählte innerlich die Sekunden bis er wieder anfangen würde zu reden. 6,...5,...4,...3,..."Laureen ich störe die wirklich nur ungern aber das was zwischen uns passiert ist, hat mir keine Ruhe mehr gegeben und ich wollte,...lass uns einfach von vorne anfangen. Ich lade dich zum Essen ein und niemand kommt uns mehr dazwischen, versprochen!" Ich hatte ihm zugehört, aus reiner Höflichkeit natürlich aber irgendwas bewegte er innerlich in mir - ich sah in seine Augen und sah sein lächeln und spürte wie mein Kopf sich bewegte. "Okay, morgen um halb 6 im Park? Ich warte unten auf dich!" Hatte ich genickt? Warum hatte ich das getan? Aber bevor ich noch widersprechen konnte war er schon verschwunden. Gratuliere Laureen, da wolltest du mit ihm abschließen und jetzt....Ich seufzte auf und warf einen erneuten Blick auf meine Uhr. FUCK! Ich sprang auf und verließ fluchtartig das Kaffee Richtung Arbeit.
Den Tag hatte ich gut gemeistert. Alle meine Entwürfe waren (laut Chefin) für etwas zu gebrauchen. Mit zufriedenem Grinsen hatte sie mich für heute entlassen und ich war nach Hause geeilt. Es war fünf als ich nach Hause kam also musste ich mich mehr als sputen. Ich sprang unter die Dusche und schaltete das kalte Wasser ein, um gleich etwas mehr munter zu werden...
Ich betrachtete es nicht als Date. Wir gingen einfach was Essen (wieso ging ich so oft essen in letzer Zeit?). Ich hatte meine Haare in Rekordzeit geföhnt und gleich danach dezent MakeUp aufgetragen. Er sollte nicht glauben ich würde mich für ihn hübsch machen. Schnell in Kleidung geworfen hatte ich mich auf den Weg in den Park gemacht, Genau wusste ich nicht welchen er meinte aber ich nahm mal an er meinte den, wo wir uns zum ersten mal getroffen hatten...Seufzend beschleunigte ich meinen Schritt und da sah ich ihn schon stehen. Obwohl ich es nicht wollte, spürte ich mein Herz schneller klopfen...
Mittwoch, 24. Juni 2015
Story 1 - Chapter 19/Nicholas
Ich hatte sie nach Hause gebracht - bis vor die Türe, da ich sicher gehen wollte dass nicht noch etwas passiert. Leider wusste ich nicht, was zwischen ihr und Andrew vorgefallen war, jedoch war es sicher nichts gutes - sonst wäre sie wohl kaum weg gerannt. Ich seufzte leise als sie die Tür schloss und machte mich auf den Weg zu meinem Auto.
Ich beschloss ins Penthaus zu fahren. Zwar wollte ich Andrew nicht über den Weg laufen, jedoch wollte ich genauso wissen was passiert war zwischen den beiden. Ich betrat das Haus und fand mich in einsamer Stille vor. Es war dunkel im ganzen Haus. Langsam stieg ich die Treppe hoch, ging den Gang hinunter vorbei an Andrew's Zimmer. Er saß auf dem Bett und telefonierte und als ich vorbei ging, stand er auf und schloss die Türe. Shit! Ich begab mich in mein Zimmer und beschloss es für heute dabei zu belassen,
Ich fuhr erschrocken hoch. Wie spät war es? Hatte ich verschlafen? Ein Blick auf die Uhr versicherte mir, dass alles in bester Ordnung war. Wodurch war ich dann aufgewacht? Ich erhob mich aus meinem Bett und schlich zur Türe, öffnete sie einen Spalt und luckte hinaus. Der Gang lag still vor mir. Ich schüttelte über mich selbst den Kopf und wollte die Türe gerade wieder schließen als Andrew's Tür aufging. Ich musste zweimal blinzeln dass ich mir sicher sein konnte wer da hinaus ging - Sophie. Am liebsten hätte ich die beiden hier und jetzt zur Rede gestellt aber ich vermied es und schloss lieber leise die Türe. Morgen war auch noch ein Tag...
"Morgen", murmelte ich leise als ich in der Früh die Küche betrat. Andrew saß auf einem Hocker, schon fertig für die Arbeit gekleidet und trank seinen Kaffee. Er nickte mir kurz zu und las weiter in seiner Zeitung. "Hattest du gestern Besuch?" versuchte ich so unauffällig wie möglich zu fragen. Keine Antwort Ich drehte mich zu ihm um und wartete. Schließlich hob er doch seinen Kopf und sah mich fragend an. "Ob du Besuch hattest gestern?" wiederholte ich meine Frage. Andrew hob eine Braue und bevor er was sagen konnte fügte ich ein "Hätte nur gedacht ich hätte was gehört" hinzu. Er nickte und trank seinen Kaffee leer. "Ja Sophie war hier und hat was vorbei gebracht. Sie ist aber dann wieder nach Hause." sagte er monoton und ich musste mir ein Lachen verkneifen. "Um halb 5 in der Früh bringt dir Sophie was vorbei? Verstehe..." antwortete ich spöttisch und er lachte auf. "Nein Nick, ich kann es nur immer wieder sagen, ich und Sophie haben nichts miteinander!" Ich nickte nur stumm und bereitete mir ein leckeres Frühstück vor.
Dienstag, 23. Juni 2015
Story 1 – Chapter 18/Laureen
War doch typisch das er ein Arschloch war. Ich hatte
meine Tasche geschnappt und hatte das Haus verlassen. Ich würde mindestens eine
Stunde wenn nicht länger zu meiner Wohnung gehen aber daran dacht ich im Moment
nicht. Ich wollte einfach nur weg von diesem miesen Idioten. Ich wusste nicht
einmal wohin ich gehen musste, obwohl ich schon zig male mit Nick diese Strecke
gefahren war die letzten Wochen. Es war zwischen uns nicht mehr passiert als
die paar Innigkeiten die wir ausgetauscht hatten. Sicher hätte ich mir mehr
gewünscht aber ich wollte erst einmal im klaren darüber mit Andrew sein aber
das hatte sich ja sowieso gerade erledigt. Ich spürte die Wut die in mir
hoch stieg und wischte die Träne weg die über meine Wange rann. Wieso heulte
ich? Ich hatte doch die letzten Wochen auch kaum an ihn gedacht! Er war ein
Idiot, verschwende keine Träne für den, versuchte ich mir selbst zuzureden und
holte tief Luft.
Ich spürte mein Handy in läuten und angelte es aus der
Hosentasche. Nick natürlich. Ich blieb stehen und merkte erst jetzt wie dunkel
es geworden war. Ich hatte keine Ahnung wo ich war und versuchte ruhig zu
bleiben. Ich nahm den Anruf entgegen. „Scheiße wo steckst du Laureen?“ fragte
er mich un dich hörte die Verzweifelung in seiner Stimme. „Ich hab keine
Ahnung…“ murmelte ich und sah mich um. Laute Musik war von einer Seite zu
hören, Gegröle von der anderen. „Schick mir deine Koordinaten, ich hol dich und
keine Wiederrede“ schnaubte Nick un legte auf. Ich öffnete die App so schnell
ich konnte und versendete die Koordinaten.
„Hey du Süße!“ hörte ich eine Stimme
hinter mir und drehte mich um. Eine Gruppe von Typen standen hinter und trugen
eine Alkoholfahne mit sich. Ich spürte
wie mein Herz schneller zu schlagen begann und räusperte mich. „Kann ich euch helfen?“
fragte ich höflich und versuchte nicht zu lächeln. Dein Lächeln ist
wunderschön, das macht jeden Typen irre, hatte mir Nick einmal zugeflüstert.
Nick, scheiße wo war er denn? „Allerdings kannst du uns helfen“ grölte der eine
und Gelächter schallte von den anderen. Idiotische Affenbande. „Tut mir leid,
ich warte hier auf jemanden.“ , murmelte ich abweisend und tippte, sichtbar für
die Typen die Nummer der Bullen ein. Ich schaute auf und der eine hob die
Hände. „Schon gut Schnecke, bleib ruhig..“ Ich sah Nicks Auto um die Kure
fahren und war erleichtert.
Montag, 22. Juni 2015
Story 1 – Chapter 17/Andrew
Es war eine weitere Woche vergangen, seit ich Laureen
besucht hatte. Seitdem hatte ich nichts mehr von ihr gehört. Ich hatte es
aufgegeben ihr nach zu laufen, da ich das Gefühl hatte, dass sie einfach nicht
wollte. Den Gedanken, das zwischen Nick und ihr etwas lief hatte ich aber nicht
nicht ganz aufgegeben, da Nick immer seltener in der WG war. Seine Ausrede war
das Haus, also hatte ich beschlossen ihn dort heute zu besuchen. Er hatte mich
ja gebeten einmal vorbei zu schauen also warum sollte das auch nicht heute
sein.
Sein Wagen stand vor dem Haus als ich parkte, also war er wohl zu Hause.
Ich schlenderte die Stiegen hoch und läutete. In der Hand hatte ich zwei
Kaffee, für den Fall dass er sich wundern sollte. Ich hörte ein Rumpeln, ein
Lachen und schließlich wurde die Türe geöffnet. Nick wirkte sehr überrascht als
er mich sah. Ich grinste ihm zu und hielt den Kaffee hoch. „Na Pause
gefällig?“, fragte ich höflich und wartete darauf, dass er mich herein ließ. Er
bewegte sich jedoch keinen cm sondern starrte mich einfach nur an. „Nick? Wer ist da?“
hörte ich eine Stimme im Hintergrund und hätte beinahe den Kaffee fallen
gelassen. Das war eindeutig Laureens Stimme. Ich versuchte mit nichts anmerken
zu lassen aber da tauchte sie auch schon hinter ihm auf. Sie wirkte noch mehr
überrascht als Nicholas selbst und lächelte dann aber anschließend. „Andrew
hey!“, sagte sie und drängte sich an Nick vorbei. Sie umarmte mich kurz und
deutete dann auf den Kaffee. „Wo wir gerade von einer Pause geredet haben
Nick!“ Sie deutete ins Haus hinein und stütze ihre Hände dann in den Hüften ab.
„Ziemlich anstrengend die ganze aufbauerei aber du musst dir den Garten ansehen,
das hab ich alles alleine geschafft!“ Ohne dass ich mich wehren konnte, drückte
sie den Kaffee Nick in die Hand und zog mich durch das Haus, auf die Terrasse
und in den Garten.
Sie hatte Recht gehabt, der Garten sah verdammt gut aus.Sie
hatte die richtigen Farben gewählt um alles heller und freundlicher wirken zu
lassen. Dennoch beschäftigte mich die Frage, was sie hier machte…“Andrew, bevor
du etwas sagst, ich habe ihm geholfen…“ fing sie an zu sprechen doch ich
unterbrach sie. „Es war etwas mit Sophie damals. Wir sind uns nur etwas näher
gekommen aber ich hätte es dir gleich sagen müssen!“ Sie starrte mich
entgeistert an, ich fühlte mich nun endlich befreit. Ich hätte es ihr gleich
sagen müssen, schon klar aber ich hatte nie wirklich die Chance dazu. Abgesehen
davon sind Sophie und ich uns schon immer nahe gestanden. „Also zwischen dir
und Nick…?“ fragte ich sie. „Ich glaubs einfach nicht! Ich dachte du hast mir
die Wahrheit erzählt und jetzt kommst du mir erst mit dieser Schlampe! Verzieh
dich einfach Andrew, ich will dich nicht mehr sehen!“ fauchte sie mich an und
rannte die Treppen hinauf zurück ins Haus. Wenige Sekunden später tauchte Nick
auf und kam zu mir. Ich rechnete mit einem deftigen Schlag in meine Fresse, er
seufzte jedoch nur und sah mich an. „Ich dachte sie wäre abgehakt!“ murmelte er
mir zu und schüttelte den Kopf. „Ich dachte wir vergreifen uns nicht an den
Dates von anderen!“ Nicholas sah mich an und zuckte mit den Schultern. „Ich hab
sie nur zum Essen eingeladen Andrew weiter nichts!“ versuchte er sich zu
entschuldigen. „Das erklärt auch warum sie sich nicht mehr bei mir meldet! Sag
nicht du hast sie flach gelegt…“ zischte ich ihm wütend zu. „Nein dazu ist es
noch nicht gekommen aber da sich zwischen euch ja alles geklärt hat..“ „Leck
mich einfach Nick ehrlich!“ unterbrach ich ihn und verließ das Grundstück.
Sonntag, 21. Juni 2015
Story 1 – Chapter 16/Laureen
Ich warf einen Blick auf die Uhr und erschrak. Es war
mir gar nicht aufgefallen wie spät es geworden ist. „Ich kann dich heimführen“
murmelte mir Nick zu, als er meinen Blick bemerkte. „Schon okay, ich ruf eine
Freundin an“ sagte ich schnell und wollte aufstehen, er zog mich jedoch zurück.
„Oder du bleibst einfach hier?“ hauchte er mir sanft ins Ohr und ein angenehmer
Schauer lief meinen Rücken hinunter. „Du kannst oben schlafen, ich leg mich
hinunter“ sagte er leise und hielt noch immer meine Hand. „Danke Nick aber ich
fahr nach Hause…“ entschied ich und löste mich von seinem Griff. Ich stand auf
und rief Alyona an, die nicht abhob. Auch Feliks war nicht zu erreichen. Ich
kam zurück ins Wohnzimmer wo Nick bereits aufgestanden war. „Holt dich wer?“
fragte er und ich sah, dass er ein Glas Wasser in der Hand hatte.. „Ich versuch
es später noch einmal“, sagte ich nebenbei und trank mein Glas aus. „Ich führe
dich!“; sagte er entschlossen und nahm die Autoschlüssel. „Keine Angst ich
passe auf, die zwei Gläser Wein merkt man mir nicht an“ fügte er grinsend
hinzu.
Er hatte darauf bestanden mich bis nach oben zu
begleiten und ich kramte in meiner Tasche nach den Schlüsseln. Als ich
aufgesperrt hatte, drehte ich mich noch zu ihm um und sah dass er mich
angrinste. „Danke für den Abend!“ sagte er leise. „Danke für die Einladung“ gab
ich zurück, worauf er noch mehr grinste. „Pass auf beim nach Hause fahren“
fügte ich mit strengerem Unterton hinzu und er nickte brav. „Gute Nacht“,
murmelte er schließlich nach einer Zeit des Schweigens und berührte kurz meine
Hand. Ich sah ihn an und rechnete schon damit, dass er mich küssen würde aber
er räusperte sich nur kurz und hob dann die Hand zum Gruß. Ich hatte für eine
Sekunde überlegt ihn herein zu lassen, hatte mich dann aber dagegen entschieden
und schloss die Türe als er sich umdrehte. Ich sollte vielleicht einmal mit
meinen Gedanken klar kommen, dachte ich mir und schlürfte gähnend ins
Badezimmer.
Selbst als ich im Bett lag, spielten meine Gedanken noch rund um den Abend. Es war so schnell vergangen aber war so wunderschön gewesen. Ich mochte Nicholas und seine spontane Art. Er gab mir das Gefühl nicht eine Nummer zu sein sondern legte wirklich Wert auf mich. Ich musste lächeln und merkte gar nicht wie ich einschlief.
Story 1 – Chapter 15/Nicholas
Ich war die Treppe hoch gestiegen und hatte die
Badezimmer Türe offen stehen gesehen. Also doch das Badezimmer, dachte ich und
folgte ihr. Sie stand mitten im Raum und starrte auf die Badewanne die vor ihr
stand. Ich hatte mich bei der Einrichtung vom Badezimmer ziemlich ausgetobt da
ich es besonders gemütlich haben wollte. „Zu groß?“ fragte ich in den Raum
hinein und sah wie sie leicht zusammen zuckte. Sie hatte mich wohl nicht kommen
hören. Sie drehte sich um und sah mich entgeistert an. „Bitte lass mich hier
für eine Woche wohnen!“ flehte sie und ich musste lachen. „Gästezimmer ist noch
nicht fertig, tut mir leid“ grinste ich und sie winkte ab. „Ich schlaf auch in
der Badewanne ehrlich!“ Sie musste ebenfalls lachen und strich sich ihre Haare
hinter Ohr. „Nein wirklich, das ist einfach grandios was du da gemacht hast!“
„Also gefällts dir?“ fragte ich vorsichtig und sie schnaubte. „Gefallen? Es ist
wunderschön!“ rief sie und verließ den Raum. Die nächste Türe war das
Schlafzimmer. Sie drehte sich um und wartete bis ich hinter ihr war. „Darf ich“
fragte sie und ich öffnete ihr die Türe. „Fühl dich wie zu Hause“ antwortete
ich und ließ sie eintreten.
Im Schlafzimmer befanden sich nur das Bett und ein
paar Kisten. Die Türe zum Badezimmer war noch nicht eingehängt und somit sah
der Raum noch unfertig aus. Sie setzte sich aufs Bett und sah sich den Raum an.
Sie deutete auf die Fenster Seite, auf die ein kleiner Balkon hinaus führte.
„Ich würde hier nur ein schmales Regal hinstellen dafür hier..“ sie deutete auf
die längste Seite des Raumes „die Kästen..außer du hast für die einen extra
Raum.“ Ich nickt kurz und deutete auf die andere Tür die hinter ein paar
Kartons war. „Natürlich“ murmelte sie und stand auf. Ich schob die Karton zur
Seite und ließ sie die Türe öffnen. Die Kästen standen schon im Raum und ich
hatte mich entschieden dezente Lichter an der Unterseite zu befestigen. Ich
drückte den Lichtschalter und sie drehte sich entgeistert zu mir um. „Wahnsinn,
einfach Wahnsinn!“ quiekte sie erneut und hob ihre Hände zum Kopf. Sie
betrachtete die Kästen noch kurz bevor sie den Raum wieder verließ und
kopfschüttelnd ins Schlafzimmer zurück ging.
Sie hatte sich die anderen Räume auch noch angesehen
und mir ihre Vorstellungen gesagt, die ich sogar ganz gut fand. Wir saßen nun
endlich beim Essen und sie lehnte sich zurück. „Angenehme Gegend“ stellte sie
fest und deutete auf den Garten. „Schon was für den geplant?“ Ich schüttelte
den Kopf und trank einen Schluck. „Wenn du Zeit hast, darf du aber gerne
Pflanzen setzen!“ grinste ich sie an und war ganz erstaunt als sie begeistert zu
stimmte. Ihr gefiel die Idee, da sie selbst keinen Garten besaß, Blumen aber
liebte. Sie erhob sich und stapelte die Teller zusammen. Ich wollte ihr
dazwischen greifen, da sie mein Gast war aber sie winkte nur ab. Ich nahm
unsere Gläser und folgte ihr ins Haus, da es draußen kühl wurde. Ich stellte
die Gläser im Wohnzimmer auf dem kleinen Tisch ab und folgte ihr dann in die
Küche. Laureen räumte das Geschirr ein und ich trat hinter sie. „Lass mich
machen“ sagte sie und schubste mich spaßhalber weg. Also ließ ich sie machen
und begab mich daweil ins Wohnzimmer zurück.
Story 1 – Chapter 14/ Nicholas
Ich hatte lange überlegt ob ich mit ihr essen gehen
sollte, hatte mich aber dann dagegen entschieden, da ich dieses typische Date
Feeling einfach nicht haben wollte. Natürlich wäre ich nie auf die Idee
gekommen ins Penthouse mit ihr zu fahren, da nicht wollte, dass sie Andrew über
den Weg lief. Da ich noch meine eigenes Haus besaß, hatte ich beschlossen dort
alles vorzubereiten. Die Fahrt würde zwar etwas länger dauern, da das Haus in
einem moderneren Viertel lag, jedoch würde es sich auszahlen.
Ich parkte vor dem Haus und stellte den Motor ab.
Laureen warf mir einen Blick zu und lachte. „Jetzt lerne ich schon die Eltern
kennen?“ fragte sie spaßhalber und ich schüttelte nur den Kopf. Sie stieg aus
den Wagen und sah mich noch immer an, dann wieder das Haus und verschränkte
die Arme. „Nicholas sag mir jetzt nicht, dass das deines ist…“ Sie klang
erstaunt und empört zugleich also grinste ich sie nur unschuldig an und stieg
die Treppen zur Türe hoch. „Kommst du?“ rief ich ihr zu und wartete bei der
Türe. Sie folgte mir langsam und schüttelte nur immer wieder den Kopf. Ich
hielt ihr die Türe auf und als sie eintrat hörte ich nur ein „Nein, nein,
nein!“. Ich schloss die Türe und trat neben sie. „Falsch dekoriert? Oder sind
es die teilweise fehlenden Möbel. Ich weiß, ich weiß, es ist noch nicht ganz
fertig eingerichtet.“ Laureen boxte mir sanft in die Schulter. „Ich glaub's
einfach nicht.“ Sie betrat den nächsten Raum, der das Wohnzimmer werden würde.
Die Räume waren gestrichen, nur die Möbel fehlten teilweise noch. Ich folgte
ihr, als sie die Küche betrat, die schon fertig war. Sie ging herum und sah
sich alles ganz genau an. Ich blieb in der Türe stehen und beobachtete sie.
Gott, sie war so schön…“Nick?“ hörte ich und ich zuckte kurz zusammen. Sie sah
mich fragend an und wiederholte ihre Frage. „Wie kommst du zu dem Haus?“ „Ich
habe es gekauft. Weißt du das Penthaus ist ein Traum und ich liebe es dort zu
wohnen, aber das wird nicht immer reichen.“ Sie hatte mir zugehört und sich
gegen die Theke gelehnt. „Sag nicht du denkst schon an Kinder…“ warf sie ein
und lachte kurz. Sie war noch viel schöner, wenn sie lachte. Ich zuckte nur mit
den Schultern und schlüpfte aus meinem Jackett, dass ich über den einen Sessel
hing. Sie lachte erneut und kam auf mich zu. „Ich mag es mir fertig ansehen.
Darf ich?“ hauchte sie leise, da sie hinter mir stehen geblieben war. Ich
spürte wie sich alles in mir zusammen zog und schloss meine Augen für ein paar
Sekunden. Was hatte sie nur an sich, was mich so unsicher machte? Ich wandte
mich ihr zu und deutete mit der Hand, als Zeichen dass sie sich frei bewegen
konnte. „Sieh dir alles an, ich bereit einstweilen alles fertig vor“ stimmt ich
ihrer Idee zu und war froh dass sie den Raum verließ. Mir gefiel es, dass sie
sich für das Haus interessiert und alles genau zu mustern schien. Ich hörte wie
sie die Treppe hoch stieg und ging durch das Wohnzimmer nach hinten zur Terrassentür. Ich hatte draußen schon alles hergerichtet. Es sah schön,
aber auch gemütlich aus, was mir gut gefiel. Ich wollte gerade den Ofen einschalten, als ich ein
Quieken von oben hörte. Was hatte sie nun entdeckt? Das Badezimmer oder das
Schlafzimmer?
Story 1 – Chapter 13/Laureen
Er sah sich interessiert um und setze sich
anschließend auf die Couch im Wohnzimmer. Bevor ich noch etwas sagen konnte
fing er schon an zu reden. „Es ist nichts passiert zwischen uns. Also zwischen
mir und Sophie. Ich weiß nicht, nach was es ausgesehen hat aber ich kann dir
versichern, dass nichts passiert ist. Laureen, es tut mir Leid, dass das so
ausgesehen hat, oder das ich nicht selbst eher darauf gekommen bin, dass dies
der Grund war dass du..ach egal ich will nur, dass du weißt dass wirklich
nichts passiert ist“ Er redete in einem Zug ohne eine Pause einzulegen, dass
ich ja nicht dazwischen reden konnte. Ich nickte also nur stumm. Mir gefiel es
nicht, dass er so oft betonte das nichts passiert war, aber ich hatte auch
keine Lust einen Streit zu beginnen also murmelte ich nur ein „Okay, gut“ und
strich mir durch meine Haare. „Kann ich das wieder gut machen?“ fragte er und
erhob sich. Ich sah ihn fragend an und er sprach weiter. „Heute Abend?
Gemütlicher Abend, ich bereite was vor mhh?“ Natürlich heute Abend, es war ja
nicht so als hätte Nick mich zum Essen eingeladen. Ich kramte in meinem Kopf
nach einer Ausrede die passend wäre und lächelte ihn schließlich unschuldig an.
„Ich bin heute schon eingeladen. Eine Freundin…“ sagte entschuldigend und
hoffte innerlich, dass er meine Lüge nicht bemerken würde. Na gut, es war ja
nur eine halbe Lüge eigentlich…“Nein kein Problem, ich..ich melde mich einfach
gut?“ „Sicher, ja“ sagte ich schnell, da ich ihn loswerden musste. Es war
bereits vier Uhr und wenn ich noch etwas fertig bringen wollte, sollte ich ihn
schleunigst loswerden. Er ging zur Türe und ich atmete erleichtert auf. Ich
begleitet ihn und als er aus der Wohnung schlüpfte, strich er kurz über meine
Hand. „Wir sehen uns“ haute er sanft und verschwand den Gang hinunter.
Ich schlüpfte in einen gemütlichen Playsuit da der gemütlicher als ein Kleid war
. Ich hatte Alyona eine Nachricht geschickt,
in der ich ihr alles kurz erklärt hatte. Sie und Feliks würden mir
Rückendeckung geben, für alle Fälle. Ich richtete meine Haare und warf einen
Blick in den Spiegel. Perfekt. Das Chaos in meinem Zimmer hatte ich auch
beseitigt und die Wohnung auf Vordermann gebracht. Gerade als ich etwas Parfum
aufgetragen und meine Tasche umgeräumt hatte, läutete es an der Türe. Ich warf
einen Blick auf die Uhr und musste grinsen. Punkt sieben Uhr. Ich schnappte mein
Handy, ließ dies in die Tasche fallen und öffnete die Türe. Nick stand an der
Wand gegenüber gelehnt und lächelte mir zu als ich die Türe öffnete. „Hat dir
schon einmal wer gesagt, dass du wunderschön bist?“ fragte er leise, als er
sich von der Wand abstieß und zu mir kam. Ich sperrte hastig ab und drehte mich
zu ihm. Er war wie ich, locker und bequem gekleidet und erst jetzt bemerkte
ich, dass er einen guten Kopf größer als ich war. Ich grinste ihn an und er
deutete den Gang hinunter. „Bereit?“ fragte er und ich nickte. Mehr als bereit.
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