Ich warf einen Blick auf die Uhr und erschrak. Es war
mir gar nicht aufgefallen wie spät es geworden ist. „Ich kann dich heimführen“
murmelte mir Nick zu, als er meinen Blick bemerkte. „Schon okay, ich ruf eine
Freundin an“ sagte ich schnell und wollte aufstehen, er zog mich jedoch zurück.
„Oder du bleibst einfach hier?“ hauchte er mir sanft ins Ohr und ein angenehmer
Schauer lief meinen Rücken hinunter. „Du kannst oben schlafen, ich leg mich
hinunter“ sagte er leise und hielt noch immer meine Hand. „Danke Nick aber ich
fahr nach Hause…“ entschied ich und löste mich von seinem Griff. Ich stand auf
und rief Alyona an, die nicht abhob. Auch Feliks war nicht zu erreichen. Ich
kam zurück ins Wohnzimmer wo Nick bereits aufgestanden war. „Holt dich wer?“
fragte er und ich sah, dass er ein Glas Wasser in der Hand hatte.. „Ich versuch
es später noch einmal“, sagte ich nebenbei und trank mein Glas aus. „Ich führe
dich!“; sagte er entschlossen und nahm die Autoschlüssel. „Keine Angst ich
passe auf, die zwei Gläser Wein merkt man mir nicht an“ fügte er grinsend
hinzu.
Er hatte darauf bestanden mich bis nach oben zu
begleiten und ich kramte in meiner Tasche nach den Schlüsseln. Als ich
aufgesperrt hatte, drehte ich mich noch zu ihm um und sah dass er mich
angrinste. „Danke für den Abend!“ sagte er leise. „Danke für die Einladung“ gab
ich zurück, worauf er noch mehr grinste. „Pass auf beim nach Hause fahren“
fügte ich mit strengerem Unterton hinzu und er nickte brav. „Gute Nacht“,
murmelte er schließlich nach einer Zeit des Schweigens und berührte kurz meine
Hand. Ich sah ihn an und rechnete schon damit, dass er mich küssen würde aber
er räusperte sich nur kurz und hob dann die Hand zum Gruß. Ich hatte für eine
Sekunde überlegt ihn herein zu lassen, hatte mich dann aber dagegen entschieden
und schloss die Türe als er sich umdrehte. Ich sollte vielleicht einmal mit
meinen Gedanken klar kommen, dachte ich mir und schlürfte gähnend ins
Badezimmer.
Selbst als ich im Bett lag, spielten meine Gedanken noch rund um den Abend. Es war so schnell vergangen aber war so wunderschön gewesen. Ich mochte Nicholas und seine spontane Art. Er gab mir das Gefühl nicht eine Nummer zu sein sondern legte wirklich Wert auf mich. Ich musste lächeln und merkte gar nicht wie ich einschlief.

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