Sonntag, 21. Juni 2015

Story 1 – Chapter 12/Andrew


Ich verließ mein Büro und warf einen Blick auf die Uhr. Genug Zeit um rechtzeitig wieder hier zu sein. Ich stieg in meinen Wagen und fuhr den Weg zu Laureens Wohnung. Ich hoffte innerlich, dass sie zu Hause war. Ich musste unbedingt mit ihr reden, da sie sich einfach nicht mehr meldete. Zwei Wochen waren seit der Party vergangen und ich hatte das ungute Gefühl das etwas zwischen ihr und Nick vorgefallen war, was die beiden mir verschwiegen. Nicholas war außerdem immer weniger im Penthaus anzutreffen. Seine Ausrede war sein eigenes Haus (das er nebenbei ja auch noch hatte), das er ein bisschen auf Vordermann bringen wollte. Mein Gefühl war eher, dass er bei Laureen war, was ich natürlich nicht gerade begrüßen würde. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich ihre Wohnung wieder gefunden hatte und davor parkte. Ich stieg aus und hoffte wirklich, dass ich Glück hatte.


Ich hörte gedämpfte Musik aus ihrer Wohnung und spürte etwas Euphorie. Das war zumindest schon einmal ein Zeichen, dass sie zu Hause war. Ich läutete und wartete, richtete meine Haare und spielte mit meinen Händen herum. Ich hörte Schritte näher kommen und räusperte mich als die Tür geöffnet wurde. In ihrem Blick lagen Verwunderung und irgendetwas anderes was ich nicht ganz deuten konnte, aber Begeisterung war es sicher nicht. „Hallo..“, war das einzige was ich heraus brachte. Sie hob ihre Augenbrauen und sah mich an. „Was willst du hier Andrew?“ fragte sie und mir entging nicht ihrer giftiger Unterton. „Kann ich vielleicht hineinkommen?“ „Sag einfach was du willst, ich hab keine Zeit…“ So kannte ich sie gar nicht und ich überlegte fieberhaft was ich getan haben könnte, dass ich dieses Verhalten geweckt haben könnte. Sophie. Es fiel mir wie Schuppen vor den Augen und ich wunderte mich innerlich wie blöd ich eigentlich war, dass ich dies nicht erkannt hatte. „Laureen, wenn es das mit Sophie ist;..“, fing ich an. Sie schnaubte verächtlich und knallte die Türe zu. Fuck, Fuck, Fuck – fluchte ich fast lautlos und klopfte an die Türe. „Laureen bitte, ich kann dir das erklären…Laureen!“ Ich hörte wie die Musik lauter geschalten wurde und fluchte erneut, diesmal lauter. Ich hämmerte gegen die Türe, bis meine Knöchel weh taten aber das half alles nichts, sie ignorierte mich. Ich kramte mein Handy aus der Tasche und öffnet die Nachrichten mit ihr. Mit schnellen Fingern tippte ich und las noch einmal durch, was ich geschrieben hatte, bevor ich es sendete. ‚Das war ein Missverständnis. Es war nie was zwischen Sophie und mir. Bitte mach auf – kann dir alles erklären!!‘  Ich wartete und warf immer wieder einen Blick auf mein Handy. Gut, sie hatte die Nachricht gelesen, es geschah jedoch nichts. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und zuckte mit den Schultern. Gerade als ich mich zu gehen wandte, hörte ich die Musik leiser werden und wenig später das öffnen der Türe. „Komm herein“ murmelte sie leise und hielt mir die Türe auf.


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