Zwei Wochen war die Party her und ich hatte keinen
einzigen Gedanken mehr verschwendet - weder an Nicholas noch an Andrew.
Natürlich war es mir anfangs schwer gefallen diese biestige Blondine aus meinem
Kopf zu verdrängen aber es war mir dennoch gelungen indem ich mich voll und
ganz auf meine Arbeit konzentriert hatte. Außerdem hatte ich mir meine Zeit
genommen um meine Wohnung etwas neu zu gestalten. Mein Schlafzimmer hatte neue
Möbel bekommen und ich hatte gemerkt wie gut mir eine Veränderung getan hatte.
Ich war zu Hause, hatte gemütliche Klamotten an und
hatte mir vorgenommen meinen Kleiderschrank aus zu misten. Da ich neue Möbel
bekommen hatte, wollte ich die Chance gleich nützen um unnötigen Mist weg zu
geben, da meine Schränke sowieso schon am Limit ihres Platzbereiches waren. Ich
betrachtete die Kleiderberge vor mir und seufzte innerlich. Bevor ich anfing,
schaltete ich meine Lieblingsplaylist an und stürzte mich auf die Kleider.
„Ich komme!“, rief ich und sprang auf. Ich hatte meine
Türglocke erst jetzt gehört und beeilte mich um nach vorne zu kommen. Mit einem
Schwung riss ich die Türe auf und hätte sie am liebsten gleich wieder
zugeknallt. Nicholas. Ich versuchte nicht unhöflich zu wirken, blieb jedoch bei
der Türe stehen und nickte ihm kurz zu. „Was führt dich hierher?“, fragte ich
ihn, da dies das einzige war was mich wirklich interessierte. Ich hoffte
innerlich, dass er sich bald wieder verziehen würde, da ich nicht in der
Stimmung war für Diskussionen oder sonstiges. „Eigentlich wollte ich nur sehen
ob du noch lebst, nachdem du meine Nachrichten ignoriert hast…“, murmelte er
leise. Er hatte damit ja Recht, ich hatte seine Nachrichten und auch die von
Andrew ignoriert. Eigentlich konnte Nick nichts dafür dass Andrew sich wie ein
Arschloch benommen hatte aber ich hatte einfach keine Lust gehabt mich bei ihm
zu melden. „Tut mir leid ich hatte viel zu tun;….“, log ich und hoffte er würde
nicht darauf eingehen. „Laureen, ich weiß nicht was los ist, oder was ich getan
habe aber…“, fing er an, wurde jedoch von mir unterbrochen. „Nichts hast du
getan, ich wollte einfach meine Ruhe haben. Das war einfach nicht der richtige
Zeitpunkt.“ „Der richtige Zeitpunkt für was?“, fragte er nach und hob eine
Augenbraue. Ich ärgerte mich innerlich über mich selbst, dass ich überhaupt die
Türe geöffnet hatte und schüttelte nur den Kopf. „Ich hab was zu tun Nick.“,
murmelte ich nur und wollte die Türe schließen, er war jedoch schneller und hielt
sie geschickt auf. „Lass uns was essen gehen heute, bitte Laureen weis mich
nicht wieder zurück...“ In seiner Stimme war fast schon ein Flehen und ich
nickte schließlich. Was sollte schon sein? Nick war ein guter Zuhörer und
vielleicht hatte er ja was von Andrew gehört. „Ich hol dich ab um sieben okay?“
lächelte er und als ich erneut nickte ließ er die Türe los und war
verschwunden.

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