Freitag, 28. August 2015

Story 2 - Chapter 4/Steven


Es war ein normaler Tag aber seit er aufgestanden war, wusste Steven, dass irgendwas nicht stimmte. Er murmelte etwas unverständliches zu sich selbst und erhob sich mühsam von der Couch. Die kleine Wohnung in der er hauste war in den letzten Monaten das reinste Dreckloch geworden. Leere Bierflaschen standen überall und die Pizzakartons stapelten sich. Er gähnte als er in die Küche torkelte und öffnete den Kühlschrank, indem sich (wie schon seit Wochen) nichts befand außer ein abgelaufenes Joghurt und ein Stück Käse. Murrend schlug er die Türe wieder zu und machte sich auf den Weg zurück ins Wohnzimmer, in dem er sein Handy vermutete. Er suchte und suchte, bis er es schließlich unter einem Pizzakarton fand. Er schlug diesen mit der Hand weg und öffnete das Nachrichten Feed. Keine Neue Nachrichten. Fluchend legte er das Telefon zurück und ließ sich wieder auf die Couch fallen. Was sollte er den noch tun? Wann würde sie es verstehen?

Die Türklingel riss ihn aus seinem Halbschlaf. Ob das endlich der Essenslieferant war? Er stand wieder mühselig auf und schlurfte zur Türe. Ohne ein Wort mit dem Lieferanten zu wechseln bezahlte er, nahm das Essen entgegen und schlug die Türe wieder zu. Langsam schaffte er es zu seiner Couch zurück, und verschlang gierig seine Mahlzeit.

"Hör zu, ich kann es wieder gut machen...Gib mir bitte noch eine Chance..', grummelte er ins Telefon bevor er auflegte. Wie viele Nachrichten hatte sie schon erhalten? WANN würde sie endlich zurück rufen? Zu viele Fragen schwirrten in seinem Kopf herum und das machte ihn wahnsinnig. Er schrie laut auf und warf den Wohnzimmer Tisch vor sich um. Es steckte so unglaublich viel Wut ihn im. Schnaufend blickte er auf die Trümmer vor ihm und schüttelte den Kopf. Es hatte doch keinen Sinn mehr, was sollte er noch alles tun, bis sie es verstehen würde. Er hasste sie, er hasste sie so sehr. 





Montag, 24. August 2015

Story 2 - Chapter 3/ Alexis


Alexis schlug ihre Augen auf und verspürte gleich danach einen stechenden Schmerz in ihrem Kopf. Sie verzog das Gesicht und rappelte sich mühevoll hoch. Mit einem kurzen Blick nach links erkannte sie John der noch zu schlafen schien. Schwungvoll stieg sie aus dem Bett und kramte ihre Klamotten zusammen. So leise es ihr gelang schlich sie sich aus der Wohnung. Sie hatte keine Ahnung wo sie war, aber sie würde sich schon zurechtfinden. 

Alexis war gerade mal die Straße herunter gekommen als sie rechts ein kleines Kaffee bemerkte. Erleichtert seufzte sie auf und betrat den Laden. Ein Kaffee würde vielleicht ihre Kopfschmerzen lindern und zusätzlich würde sie vielleicht auch ordentlich wach werden.
Alexis trank einen großen Schluck Kaffee und kramte nebenbei ihr Handy aus der Tasche. 3 unbeantwortete Anrufe - Valerie, natürlich wer auch sonst. Sie beschloss jetzt erstmals ihre Ruhe zu genießen und legte das Handy wieder zurück in ihre Tasche. Gerade als sie ihre Zigaretten aus der Tasche nehmen wollte, fiel ihr ein dass sie diese wohl vergessen hatte. "Oh Fuck", murmelte sie und verdrehte die Augen über sich selbst. "Suchst du vielleicht diese hier?", hörte sie eine nur allzu bekannte Stimme und hob langsam ihren Blick. John stand vor ihr, ihre Packung Zigaretten in der Hand und grinste frech. Ohne ein weiteres Wort legte er die Packung auf den Tisch, setze sich wie selbstverständlich zu ihr an den Tisch und zündetet sich gemütlich eine Zigarette an. "Ich kann dich nach Hause bringen..." sagte er entspannt und lehnte sich zurück. "Danke, ich komm schon nach Hause." Sie klang gereizt und nicht begeistert von seinem Vorschlag. Ohne ihren giftigen Unterton zu beachten grinste er sie an und beugte sich etwas vor. "Valerie bringt mich wahrscheinlich eigenhändig um wenn sie davon erfährt also tu mir wenigstens noch diesen einen Gefallen!" "Mir war nicht bewusst dass Valerie und du euch so gut kennt." Ihre Stimme klang noch immer desinteressiert aber sie hatte ihren Blick gehoben. Lachend schüttelte er den Kopf. "Nein, nein das kam falsch hinüber. Valerie..hat bis jetzt nur noch nicht aufgegeben." Er hatte seine Wort mit Bedacht gewählt, dennoch wusste sie sofort was er meinte. Er bemerkte das spöttische Grinsen das über ihr Gesicht huschte. "Und obwohl die schon zu jung wäre, hole ich mir auch noch die jüngere Schwester." Seine Stimme hatte sich nicht verändert aber Alexis musste auflachen. "So alt kannst du nicht sein, sonst hätte Val es längst aufgegeben. Hat sie dir nie von ihren Kinderwünschen erzählt?" John nickte grinsend und überlegte kurz. "Wenn Valerie 25 ist...", fing er an und wurde, wieder einmal von Alexis unterbrochen "Bin ich 23, richtig mein Lieber." John starrte sie an und trank seinen Kaffee weiter, Er hätte gleich damit rechnen müssen oder zumindest überlegen bevor er etwas tat. Er bemerkte Alexis Blick und grinste dann unschuldig. "Na, vielleicht doch schon einmal von mir gehört?" fragte er frech, keine Miene verziehend.

Natürlich hatte Alexis schon einmal von ihm gehört nur hätte sie nie daran gedacht dass er es war. John, der ewige Junggeselle wie Valerie immer von ihm gesprochen hatte. Generell schenkte Alexis den Erzählungen ihrer Schwester wenig Aufmerksamkeit und wenn es um Männer ging schaltete sie sowieso sofort ab. Und da saß sie nun, vor ihm und wusste nicht wie sie reagieren sollte. Dass er 14 Jahre älter als sie war, sah man ihm auch gar nicht an, was natürlich zu seinem Vorteil war, "Sprachlos?" fragte er nach und lehnte sich nach vorne, seine Unterarme auf seine Oberschenkel gestützt. "Bring mich einfach nach Hause", antwortete Alexis, schnappte sich ihren Kaffee und erhob sich.






Story 2 - Chapter 2/ John


Wie sehr er es doch hasste. Alle Menschen sahen überglücklich aus, die Paare hielten Händchen und himmelten sich verträumt an. Kinder spielten gemeinsam auf dem großen Rasen und besorgte Mütter gaben darauf Acht, dass die teuer gekaufte Kleidung ihrer Lieblinge nicht allzu schmutzig wurde. John leerte den Rest seines dritten Sektglases in einem Zug und stellte es der nächstbesten Kellnerin aufs Tablett. Das frisch vermählte Brautpaar unterhielt sich mit einer Gruppe von Leuten, die er noch nie gesehen hatte.
"John? Kommst du mal eben?" hörte er die Stimme seines Bruders und schritt langsam zum Brautpaar. Ja, er war der Bruder des Bräutigams also riss er sich zusammen und setze ein schmales Lächeln auf. "John, das sind Valerie und ihre Schwester Alexis, die beiden kennst du sicher." In der Tat kannte er Valerie und seine Begeisterung für sie, hielt sich in Grenzen. Die jüngere Schwester jedoch hatte er noch nie gesehen. "Freut mich sehr!", sagte er und schüttelte den beiden die Hand. Während die anderen wieder zu reden anfingen mustere er Alexis. Sie war das genaue Gegenteil von ihrer Schwester. Blond, schlank und unscheinbar. Nie im Leben wäre sie hier aufgefallen. Ihr Kleid war schlicht und auch bei ihrer Frisur hatte sie sich keine große Mühe gegeben, ja sogar ihr schwarzer Nagellack war abgeblättert. Anscheinend bemerkte sie seine Blicke denn sie nickte nur kurz und wandte sich dann ab.


"Vielleicht aber könnten wir auch ein Glas Wein trinken?" John hatte irgendwann aufgehört die Sekunden zu zählen. Er hatte also keine Ahnung mehr, wie lange Valerie schon bei ihm stand und ihn zuquatschte, aber er wusste eines, er sollte dem ein Ende bereiten. Hinter Valerie erkannte er eine Gruppe von Männern die alleine standen, ein paar bekannte Gesichter konnte er sogar ausmachen. Er schob Valerie ohne ein weiteres Wort dorthin und löste sich schließlich von der Gruppe. 
Eine Zigarette wäre jetzt mehr als angebracht. Er entfernte sich langsam von den Feierlichkeiten und setze sich an den Gehsteig rand.
Als er den Rauch in seinen Lungen zog, spürte er, wie sich sein Körper entspannte und er ruhiger wurde. John hatte seine Zigarette fast fertig geraucht als er Schritte hinter sich hörte. Er drehte sich um und erkannte eine schmächtige Gestalt die scheinbar auf ihn zu kam. Erst beim näher kommen erkannte er Alexis. "Schönen Abend noch", murmelte sie beim vorbei gehen. John warf einen Blick auf die Uhr und bemerkte erst jetzt dass es schon nach Mitternacht war. "Warte!", rief er ihr nach und beeilte sich hoch zu kommen. Es wunderte ihn nicht, dass sie einfach weiter ging aber er hatte sie schnell eingeholt. "Du wirst doch wohl nicht alleine nach Hause gehen wollen, es ist..." fing er an wurde jedoch von ihr unterbrochen. "Ich schlafe die Nacht im Hotel." Ihre Antwort kam schnippisch herüber. "Wo ist deine Schwester?" fragte er nach und sie blieb abrupt stehen. "Was willst du von mir? Ich kenne dich nicht und habe auch leider viel zu wenig getrunken um mich auf dich einzulassen..Also wenn du nicht gerade einen Vorschlag hast der einfach umwerfend ist dann würde ich dich höflichst bitten zu der Feier zurück zu gehen." Genau wie sie war John stehen geblieben und hatte ihr höflichkeitshalber zugehört. "Ich hätte da allerdings einen Vorschlag..," murmelte er und zog Autoschlüssel aus seiner Hosentasche. 


"Feuer?" fragte er und zündetet zuerst ihre Zigarette an bevor er seiner Feuer gab. Das Zimmer war dunkel, bis auf einen schmalen Lichtschein der herein fiel. Es hatte ein Blick zwischen ihnen gereicht und John wusste, dass er gewonnen hatte. Alexis lag neben ihm und ihr schmaler Körper wurde nur teilweise durch das dünne Laken bedeckt. Sie drehte sie auf den Bauch und zog an ihrer Zigarette. "Der Bruder des Bräutigams also?" fragte sie nach und hob eine Augenbraue. "Wie kommt es dazu, dass du dich einfach so verziehen kannst?" John schnaubte kurz und legte einen Arm hinter seinen Kopf. "Niemand wird bemerken dass ich weg bin, das garantiere ich dir.", murmelte er und blies den Rauch in die Dunkelheit des Zimmers.




Sonntag, 23. August 2015

Story 2 - Chapter 1/ Alexis


Dunkelheit hatte sich über Seattle gelegt. Die Lichter in den vielen Wohnungen rundherum erloschen langsam. Wenn man über Stunden zusah, konnte man erkennen wie es immer mehr dunkel wurde, was der Nacht einen gefährlichen Touch verlieh. Gähnend streckte sich Alexis und erhob sich von ihrem Platz am Fenster. Die Wohnung war dunkel bis auf ein paar Kerzen die brannten. Hätte sich jemand angeschlichen und würde versteckt in einer Ecke stehen würde sie es nicht merken. Doch sie war alleine, wie jeden Dienstag Abend.
Sie checkte ob ihre Türe verriegelt war, löschte die Kerzen und begab sich auf den Weg in ihr Schlafzimmer. Sie hatte morgen einen freien Tag, wie jeden Mittwoch in der Woche, außer es war ein Notfall. 


10:15 - Der Wecker hatte etliche Male geläutete, jedoch war Alexis auf dieses Geräusch geradezu allergisch. Sie hatte ihn abgestellt und weiter geschlafen, schließlich war dies ihr freier Tag. Mit einem hatte sie jedoch nicht gerechnet - Besuch. Jemand läutete Sturm an ihrer Türe und obwohl sie liebend gerne liegen geblieben wäre und das Geräusch ignoriert hätte, wusste sie, dass sie aufstehen sollte. Weitere fünf Minuten verstrichen bis sie es geschafft hatte tatsächlich aufzustehen, ihren Bademantel über zu ziehen und sich zur Türe zu schleppen. Sie kümmerte sich gar nicht darum ihre Haare zu richten sondern öffnete die Türe und starrte in ein nur allzu bekanntes Gesicht. "Lex ich hab dir gesagt dass du fertig sein sollst wenn ich komme!" begrüßte sie ihre Schwester keifend und schob Alexis auf die Seite. "Geh dich anziehen, ich stell den Kaffee hin! Los geh schon!". Ohne ein weiteres Wort schloss Alexis die Türe und machte sich auf den Weg ins Badezimmer. 

"Ah, na sieh einer an, da erkenne ich doch eher meine bildhübsche Schwester!" - Wie schnell Valeries Stimmung doch umschlagen konnte. Sie reichte ihrer Schwester eine Tasse Kaffee und lächelte sie an. "Denk daran ich brauche das perfekte Kleid und oh du solltest auch nicht so schlecht aussehen!", schwärmte sie verträumt. Eine der schlechten Dinge an Valerie - sie dachte gerne an sich selbst, nach Alexis Geschmack viel zu gerne. Es war die Hochzeit einer gemeinsamen Freundin die die beiden schon seit Kindertagen kannten. Valerie war nur um zwei Jahre älter, die man ihr aber gar nicht ansah, was waren schließlich auch schon zwei Jahre. Valerie wollte umwerfend aussehen da anscheinend auch reichlich Single Männer anwesend waren also hatte SIE beschlossen dass Alexis sie begleiten müsste. Und hier waren sie nun, bereit für die Jagd nach dem perfekten Kleid...gut, zumindest eine war bereit.



Story 1 - Chapter 30/Laureen, Andrew, Nicholas


Laureen

Es waren cirka zwei Wochen vergangen seit dem "Vorfall" mit Nicholas. Wir hatten für uns beschlossen es bleiben zu lassen, was aber nicht hieß dass der Kontakt abbrach. Im Gegenteil, wir waren uns näher gekommen, aber nicht auf körperlicher Ebene. 
Ich hatte viel Zeit mit Andrew verbracht und dadurch gemerkt wie wichtig er mir wirklich war. Wir hatten sogar beschlossen den Sex bleiben zu lassen, zumindest für eine Weile. Ich hatte keine Lust unsere Beziehung zueinander darauf aufzubauen und auch er wollte das nicht. Ich war überrascht wie gut es auch so funktionierte. Wenn ich am Abend im Bett lag spürte ich wie ich glücklich und zufrieden mit mir war.


5 Jahre später


Nicholas
"Warte Andrew...", murmelte ich und zog ihn zurück. Ich richtete seinen Anzug und klopfte ihm auf die Schulter. "Mach das Beste daraus", grinste ich und umarmte ihn kurz. Er nickte mir glücklich zu und verschwand in der Kirche. Katherine kam mit meinen Eltern über die Straße. Ich küsste sie kurz als sie neben mir stand und strich ihr über die Wange. "Alles okay bei euch zwei?" fragte ich sie sanft und strich über ihren Bauch der sich deutlich unter dem Kleid wölbte. Sie nickte und legte ihre Hand auf meine. "Laureen ist ganz aufgeregt, die Arme..", sagte sie und lächelte. "Aber sie sieht so wunderschön aus." Ich nickte und deutete auf die Kirche. "Lass uns hinein gehen, ich muss dann zu Andrew." sagte ich und hielt sie fest als wir hinein gingen.



Laureen
Ich betrachtete mich im Spiegel und lächelte. Genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich richtete mein Kleid das ziemlich schmal verlief und am Ende eine Schleppe hatte. Es hatte zierliche Stickereien aber ich hatte mich sofort verliebt als ich es gesehen hatte. Tief Luft holend schloss ich kurz meine Augen und machte mich dann auf den Weg hinaus. 



Andrew
Laureen war nicht nur wunderschön es war auch die perfekte Hochzeit gewesen. Natürlich hört man immer wie schön alles ist und wie kitschig und übertrieben alles sein muss aber für mich war es der perfekte Tag gewesen. Wir hatten uns für etwas schlichtes entschieden und das hatten wir auch bekommen. 
Anfangs hatten wir nur beschlossen einfach zusammen zu versuchen, auch wenn wir nicht die geringste Ahnung hatten dass es so enden würde - im Gegenteil ich gab uns ein paar Monate da ich mir nicht sicher war was die Zukunft bringt. Es dauerte jedoch nur ein paar Monate bis ich bemerkte wie unglaublich ich sie liebte und seit dem war jeder Tag ein Geschenk mit ihr gewesen. 
Nicholas und Katherine erwarteten ihr erstes Kind, was zusätzlich ein riesen Glück für uns alle war. Nick hatte beschlossen aus der WG auszuziehen, da er das Haus für genau so einen Moment aufgehoben hatte. 
Laureen hatte ebenfalls nach dem ersten Jahr unserer Beziehung ihre Wohnung aufgegeben und wir hatten uns gemeinsam ein nettes Haus gekauft - auf Wunsch von Nicholas in der selben Gasse wie deren ihres. Die Jahre hinweg hatten wir es genauso eingerichtete wie wir es uns vorgestellt hatten und als dann Nicks und Katherines Hochzeit kam war ziemlich alles fertig. Was die Zukunft brachte wusste niemand von uns aber so wie es jetzt war, war es für mich perfekt.





Story 1 - Chapter 29/Nicholas


Die ganzen Stimmen waren viel zu laut für mich. Ich trank mein Glas leer und erhob mich mühselig. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war aber ich brauchte frische Luft. Ich drängt mich durch die Menschengruppen und war erleichtert als mir die frische Nachtluft ins Gesicht schlug. Ich atmete tief ein und suchte mir meine Zigarettenpackung aus meiner Tasche. 'Die hab ich notwendig' murmelte ich für mich selbst und nahm einen tiefen Zug. Mit geschlossenen Augen blieb ich stehen und zog den Rauch tief ein.

Ich wusste nicht wieso aber meine Füße hatten den Weg von alleine ins hintere des Garten gefunden. Langsam suchte ich mir den Weg, da es ziemlich dunkel war und meine Sinne außerdem ziemlich benebelt waren. "Hallo?" hörte ich eine zarte Stimme und blieb stehen. Ich räusperte mich und erkannte kurz darauf Laureen auf der Bank sitzen wo wir gemeinsam gesessen sind wie ich sie kennengelernt hatte. "Oh ...Nick..." sagte sie und deutete dennoch neben sich. Ich zögerte eine Sekunde da sie ebenfalls ziemlich betrunken wirkte, schob meine schlechten Gedanken dann aber auf die Seite und setze mich neben sie. Sie grinste mich an und streckte ihre Hand aus. Erst jetzt bemerkte ich die Weinflasche in ihrer Hand. Ich lehnte dankend ab und zündete mir lieber noch eine Zigarette an. "Ich dachte du hast aufgehört...?" fragte sie mich und griff dann selbst nach einer. Ich reichte ihr das Feuer und sie nahm einen tiefen Zug bevor sie sich fallen ließ und ihren Kopf auf meinen Schoss bettete. Wie automatisch strich ich ihr durch die Haare worauf sie ihre Augen schloss. Alte Gewohnheiten. War das so vorherbestimmt? Wieso saßen wir hier, genau wie damals, das war mehr als verrückt. 

 "Nick?", fragte sie leise in die Dunkelheit und ich drehte mich zu ihr. "Ich muss dir etwas total verrücktes erzählen.."

Andrew und Laureen. So wie es eigentlich hätte sein sollen. Ich hatte die ganze Zeit über nicht bemerkt dass sie etwas am Laufen hatten aber was hatte es mich auch zu kümmern? War ich nicht derjenige der Andrew zuvorgekommen ist? Oder war das Schicksal? 





Samstag, 22. August 2015

Story 1 - Chapter 28/Andrew


Der Abend war gemütlich, so gemütlich wie schon lange nicht mehr. Wir waren nicht viele. aber es unterhielten sich alle gut und die Stimmung war locker und angenehm. Natürlich bemerkte ich Nicholas Blicke, die dauernd auf Laureen ruhten aber was sollte ich tun? Ich wandte meine Blicke ebenfalls Laureen zu die sich angeregt mit Daniel unterhielt. Die beiden verstanden sich gut, wobei Laureen in dieser Runde bei jedem beliebt war. Sie hatte diese biestige aber dennoch lockere Art die einen Mann auf Anhieb gefiel. Ich spürte einen Stoß auf meinen Oberarm und riss mich von Laureen los. "Ich glaube es wäre besser wenn wir die Party auf einen geschlosseneren Ort legen, hier wird es langsam laut...", hörte ich Stevens Stimme. Ich sah ihn an und nickte kurz. Steven arbeitet ebenfalls in der Firma und gehörte ziemlich zur geschlossenen Gesellschaft. Er war der einzige aus unserer Runde der verheiratet war und sogar schon eine kleine Tochter hatte, Ich wurde sogar als Taufpate auserwählt was ich damals natürlich ohne weiteres Zögern sofort angenommen hatte.
Ich erhob mich langsam und auch die anderen packten ihre Sachen zusammen. Es war klar. dass wir in die WG begeben würde, da wir dort am meisten Platz und vor allem Ruhe hatten.

"Ich hol eine neue Flasche, schon okay.." rief ich Daniel zu und erhob mich vom Sessel. Wir hatten uns ins Wohnzimmer gesetzt, da es dort gemütlich und geschlossen war. Laureen war vorher mit ihrem Glas in die Küche verschwunden, deswegen hatte ich meine Chance genutzt ihr nachzukommen.
Ich betrat die Küche und sah Laureen am Kühlschrank stehen. Sie hörte mich anscheinend nicht kommen, denn sie drehte sich nicht um sondern stöberte weiterhin in den Laden herum. Ich trat hinter sie und legte ihr eine Hand an die Hüfte. Sie zuckte zusammen und drehte sich dann zu mir um. "Habt ihr nicht essbares hier?" fragte sie und deutete auf den Kühlschrank der rappel voll war. Sie hatte anscheinend auch ein paar Gläser zu viel intus. Ich schob sie auf die Seite und sah sie an. "Auf was hast du denn Lust?" fragte ich sie und bekam darauf aber keine Antwort also nahm ich nur ein paar Eier und Speck aus dem Kühlschrank und berietet ihr eine ordentliche Portion zu. Sie sah mir dabei zu, blieb aber still sitzen. Zwischendurch nahm sie einen Schluck aus ihrem Weinglas. Ich schob alles auf einen Teller, den ich ihr anschließend reichte. Sie lächelte mich dankbar an und ich spürte wie meine Knie weich wurden. Sie war so wunderschön.
Ich wurde jäh aus meiner Schwärmerei gerissen als ich Daniels Rufe hörte. Anscheinend hatte er noch ein paar Leute eingeladen, denn es kamen laute Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ich wollte gerade gehen als mich Laureen zurück zog. "Du wolltest frischen Wein mitnehmen..." erinnerte sie mich. Ich schnappte ohne ein weiteres Wort eine frische Flasche aus dem Kühlschrank und verließ die Küche.