Freitag, 8. Januar 2016
Story 1 - Chapter 31/ Nicholas
“Na komm her Süße”, sagte ich und hob sie hoch. Alison war knappe zwei Jahre alt und war schnell wie eine Katze. Ständig mussten entweder ich oder Katherine sie im Auge behalten, da sie sonst von der einen auf die andere Sekunde verschwunden war. Katherine lag auf der Bank im Wohnzimmer und hatte ein Buch in der Hand. „Hast du Laureen schon Bescheid gegeben?“ fragte sie mich und sah zu mir hoch. Obwohl ihre Haare zu einem schmuddligen Zopf hoch gebunden waren und sie nur Yoga pants und ein normales Shirt trug war sie wunderschön. Ich nickte kurz und sah dann zu Alison. „Laureen wird auf dich aufpassen das ist immer ein Spaß mhh?“. Ich zog ihr Shirt ein Stück hinunter und küsste sie auf die Stirn. Nicht einmal ich selbst hätte mir vorstellen können was Liebe wirklich alles sein konnte. Seit jedoch Katherine und dann noch Alison zu unserem Glück da waren, hatte ich gespürt das Liebe was ganz besonderes war.„Laureen, wann soll ich dir Ally bringen? Oder magst du dass sie hier bleibt?“, fragte ich in’s Handy und behielt nebenbei Alison im Auge die im Wohnzimmer spielte. Ich warf einen Blick auf die Uhr und nickte. „Okay, ja….danke..super..bis später!“, sagte ich und legte auf. „Baby bist du fertig?“, rief ich die Stiegen hinauf und wartete auf eine Antwort. Ich bekam ein – Gleeeich- und nickte zufrieden.Da Katherine und ich heute bei einer Hochzeit eingeladen waren, hatte Laureen sofort zugestimmt auf Ally aufzupassen. Andrew würde irgendwann am Abend dazu stoßen, da er von einer Geschäftsreise nach Hause kam. Laureen und Andrew waren beide eine riesige Unterstützung für uns in den letzten Jahren gewesen. Sie hatten sich liebevoll um Ally gekümmert wann immer sie konnten und die kleine fühlte sich bei den beiden pudelwohl.
Ich läutete an der Türe und wartete. Laureen öffnete und grinste mich breit an. Sie sah Alison und quiekte freudig, und mit einem Ruck war sie schon auf ihrem Arm. „Holt sie morgen wann immer ihr aufstehen wollt, ich hab die Kleine gerne bei mir!“, sagte sie begeistert und sah mich an. „Heey wir zwei werden noch ein bisschen spielen, vielleicht was backen mhh?“ sagte sie an Alison gewandt und sah mich dann an. „Viel Spaß bei der Hochzeit.“ , sagte sie gespielt zynisch und ich boxte sie leicht. „Wenn du was brauchst, weißt du Bescheid.“, sagte ich und nickte ihr noch einmal zu. Ich nahm Alison noch einmal auf meinen Arm und drückte die Kleine. „Alles klar wir sehen uns morgen mein Schatz..“, sagte ich leise und gab ihr einen letzten Kuss.Gerade als ich die Türe hinter mir schloss kam Katherine die Treppe herunter. Ich sah sie an und schüttelte den Kopf. „Du schaffst es immer wieder…noch schöner auszusehen.“, murmelte ich leise in ihr Ohr und küsste sie zärtlich.„Wir müssen los.“, seufzte ich und nahm den Autoschlüssel. Ich hoffte auf einen einigermaßen entspannten und gemütlichen Abend.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 7/Alexis
Kein Tag war in dem letzten Monat vergangen indem sie John nicht gesehen hätte. War sie bereits abhängig? Sie schnaubte über ihre Gedanken und schüttelte den Kopf. Sie wäre nicht auf die Idee gekommen ihn zu benachrichtigen. Er war derjenige der den Kontakt aufrecht hielt nicht sie. Und trotzdem hatte sie sich bereits zum dritten Mal umgezogen um gut auszusehen. "Ach scheiß drauf!" zischte sie und schnappte sich ihre Jeansjacke bevor sie ihre Wohnung verließ.
Sie nickte kurz zum Gruß als er ihr die Türe öffnete. 'Baby hast du Essen mitgebracht?' hörte sie seine Stimme und blieb abrupt stehen. 'Wie hast du mich gerade genannt?' fragte sie und drehte sich langsam um. Er grinste sie an und sie hört ein leises Lachen. 'Irgendwie muss ich dich doch nennen...Du hast das letzte Monat förmlich bei mir gewohnt."
"Das ist kein Grund mich so zu nennen...wirklich trau dich nicht noch einmal..", murmelte sie und setze sich auf die Theke. "Schon gut.", grinste er und stellte sich gegenüber von ihr hin. "Ich hatte gestern Besuch...".
"Ach ja?", fragte sie und nahm eine Zigarette zwischen ihre Lippen. Er nahm das Feuerzeug neben sich und machte Feuer für sie. Sie nickte kurz zum Dank und hob dann eine Braue, ein Zeichen dass er weiter reden sollte. "Natürlich...", murmelte er und räusperte sich. "Val. Sie hat nicht lange gezögert...".
"Oh nein...?!" fragte Alexis und lachte los. Sie zog an ihrer Zigarette und schüttelte den Kopf. "Die Nummer mit dem Striptease? Ja..die bringt sie immer. Das ist die Phase nach der Verzweifelung."
John schüttelte seinen Kopf und verschränkte seine Arme. "Ich war entsetzt. Sie hat sich förmlich über mich hergemacht. Bitte rede mit ihr...ich hab Angst das Haus zu verlassen."
Sie lachte noch immer und sah ihn anschließend ernst an. "Sie spricht nicht mehr mit mir. Seit ein paar Wochen. Ich hab es versucht, aber was solls...", murmelte sie und zuckte mit den Schultern. "Ein Besuch ist morgen dran, ich denke ich mache mir Sorgen um sie. Überhaupt nach dieser Geschichte." Alexis zog noch einmal an ihrer Zigarette und bließ gerade den Rauch aus als John ihr die Zigarette weg nahm und den letzten Zug nahm bevor er sie ausdrückte. "In Zukunft kannst du am Balkon rauchen..", seufzte er und legte seine Hände auf ihre Oberschenkel. "Ich hab nicht lange Zeit, hab heute ein Essen bei dem ich sein muss." Sein Blick sagte, dass er dort eindeutig nicht hingehen wollte. "Du könntest natürlich..mitkommen..? Nur als Begleitung natürlich."
"Ja genau und morgen geben wir unsere Beziehung öffentlich bekannt. Träum weiter." sagte sie ohne mit der Wimper zu zucken. "Einen Versuch wars zumindest wert.",grinste er und beugte sich nach vorne um sie zu küssen.
Freitag, 11. Dezember 2015
Story 2 - Chapter 6/John
Er zündete sich bereits seine zweite Zigarette an um das Warten zu verkürzen. Wo war sie nur? Beziehungsweise hatte sie den Zettel überhaupt gesehen? Er nahm einen kräftigen Zug und lehnte sich auf der Bank zurück. Das Kaffee war so gut wie leer, außer ihm und einer Gruppe Möchtegern Hipster die durchgehend Fotos von sich schossen war nur ein älterer Mann als Gast und zwei Frauen hinter der Theke hier. John warf einen Blick auf die Uhr (16:25) und schüttelte den Kopf. Wie auch immer, er würde das Kaffee verlassen.
Gerade als er seinen Kaffee leerte kam sie zur Tür herein, keine Anstalt von Entschuldigung oder Eile in ihrem Gesicht. Gemütlich schlenderte sie zum Tisch, nickte ihm kurz zu und setze sich gegenüber von ihm. Ohne zu fragen, griff sie in seine Zigaretten Packung und steckte sich ebenfalls eine an. Sie gähnte und sah ihn dann an. "Nette Art mich zu Benachrichtigen Romeo.", sagte sie und blies den Rauch aus. John warf ihr einen kurzen Blick zu und beugte sich nach vorne. "Valerie hat das herausgefunden von der Hochze..naja du weißt schon..", murmelte er beiläufig und spielte mit dem Rand seiner Tasse. Alexis richtete sich auf und starrte ihn an. "Oh Fuck...", murmelte sie und fing danach an zu lachen. John sah sie entgeistert an und lehnte sich wieder zurück. "Ich schätze du hast ihr einiges zu erklären..' murmelte er gleichgültig. Sie zog genüsslich an ihrer Zigarette und ein Anflug eines leichten Grinsens überflog ihre Lippen. "Ich hab mich betrunken..du hast mich verführt..ganz einfach.." lächelte sie.
"Als würde sie dir das abkaufen"
"Vermutlich würde sie das...nein sie würde es mir nicht abkaufen. Von wem weiß sie es überhaupt?" Alexis kaute an ihren Fingernägel, eine Augenbraue in der Höhe. "Ich weiß es nicht aber ich konnte es auch nicht abstreiten als sie mich danach gefragt hat." Wenigstens war er ehrlich, dachte Alexis und seufzte. Wieso musste Valerie so nachträglich sein? Und warum wollte sie noch immer etwas von John obwohl seine Signale eindeutig waren? Kopfschüttelnd stand er auf und sah sie an. "Wie auch immer, wollte dir nur Bescheid geben bevor der große Sturm ausbricht". Er klopfte ihr auf die Schulter als er das sagte und schmunzelte leicht.
"Ach das wars?"
"Ich wüsste da noch etwas..."
"Ich dachte schon du würdest nie danach fragen!"
"Vielleicht solltest du ein paar Tage untertauchen um Valeries Zorn zu entgehen", sagte John leise und zeichnete Kreise auf ihren nackten Bauch. Sie sah ihn an und hob eine Braue. "Ach bitte, was war das in eurer Jugend das sie das nicht verkraften würde?"
"Ich schätze ein Date und ein ziemliches Desaster danach. Sie hat mich nicht mehr interessiert, so waren Jungs eben in der Pubertät - hat sie mir nie verziehen schätze ich. Seitdem versucht sie es immer wieder..." seufzte John und beugte sich nach vorne um Alexis zu küssen. Sie drehte sich weg und setze sich auf. "Schätze sie fährt wohl auf ältere Männer ab.." murmelte Alexis mit reichlichem Sarkasmus in ihrem Unterton und strich sich die Haare zurück. "Ja und ich denke sie ist dabei nicht die einzige...", erwiderte John und zog sie zurück zu sich.
"Hey..!"
"Sei einfach still...."
"Wüsste nicht seit wann du mir sagst wa.....okay..."
Story 2 - Chapter 5/Alexis
Ein wunderschöner Tag schien Alexis entgegen als sie auf die Straße trat. Sie wunderte sich selbst, als ein schmales Lächeln auf ihren Lippen erschien. Sie schlenderte ihren Weg entlang, vorbei an den Märkten, die von Blumen bis Käse alles anboten. Sie bog in eine kleine Seitengasse ein und zündete sich im Gehen eine Zigarette an. Dieser Tag würde gut werden.
Ihr Herzschlag verdoppelte sich als sie die unbeantworteten Anrufe sah auf ihrem Handy. Nein, nicht schon wieder, das ganze konnte doch nicht von vorne beginnen. Ohne ein weiteres Wort setze sie sich auf die nächste Bank, zündete sie sich eine Zigarette an und schloss ihre Augen.
Sie hatte neuen Mut gefasst als sie den Rauch in ihren Lungen spürte. Langsam schaltete sie ihr Handy auf laut und hörte die unzähligen Nachrichten auf ihrer Sprachbox an. Sie schaffte es nicht einmal bis zur Hälfte bevor sie das Handy abschaltete und einsteckte. - Hast du schon einmal an eine Nummer gedacht? - hörte sie sie Stimme ihrer Schwester im Kopf. Vielleicht sollte ich umziehen. Was wenn er mich findet? Das Unwohlsein in ihrem Magen hatte sich gesteigert. "Alles okay Miss?", hörte sie eine Stimme hinter sich und zuckte zusammen. Sie hob ihren Blick und nickte dankbar mit einem versuchten Lächeln auf den Lippen. "Ja, danke es geht schon wieder..", murmelte sie und setzte langsam ihren Weg fort.
'Ich bin dann mal weg!", rief sie und machte sich auf den Weg zum Aufzug. Sie war froh endlich nach Hause zu kommen, die Arbeit hatte ihr das letzte Stück Nerven geraubt. Seufzend betrat sie den leeren Aufzug und drückte auf die vorletzte Taste. Nicht mehr lange, dann bist du zu Hause, murmelte sie vor sich selbst hin und lehnte sich an die Wand.
Sie schloss die Türe als sie ihre Wohnung betrat und schloss wie immer, zur Sicherheit, zweimal ab. Uninteressiert sah sie ihre Post durch die von Werbereklamen bis Briefen nichts besonderes enthielt. Als sie den Stapel gerade auf die Seite legen wollte, rutschte ein kleiner Zettel heraus. Sie bückte sich und hob ihn auf. Do, 16:00 Altes Kaffeehaus, J. Sie las den Zettel dreimal und hob eine Augenbraue als sie ihn schließlich auf die Seite legte. Ja klar, weil sie darauf eingehen würde. Sie schnaubte verächtlich auf, ihre Füße fanden dann jedoch den Weg alleine ins Badezimmer und kurze Zeit später befand sie sich unter der Dusche.

Freitag, 28. August 2015
Story 2 - Chapter 4/Steven
Es war ein normaler Tag aber seit er aufgestanden war, wusste Steven, dass irgendwas nicht stimmte. Er murmelte etwas unverständliches zu sich selbst und erhob sich mühsam von der Couch. Die kleine Wohnung in der er hauste war in den letzten Monaten das reinste Dreckloch geworden. Leere Bierflaschen standen überall und die Pizzakartons stapelten sich. Er gähnte als er in die Küche torkelte und öffnete den Kühlschrank, indem sich (wie schon seit Wochen) nichts befand außer ein abgelaufenes Joghurt und ein Stück Käse. Murrend schlug er die Türe wieder zu und machte sich auf den Weg zurück ins Wohnzimmer, in dem er sein Handy vermutete. Er suchte und suchte, bis er es schließlich unter einem Pizzakarton fand. Er schlug diesen mit der Hand weg und öffnete das Nachrichten Feed. Keine Neue Nachrichten. Fluchend legte er das Telefon zurück und ließ sich wieder auf die Couch fallen. Was sollte er den noch tun? Wann würde sie es verstehen?
Die Türklingel riss ihn aus seinem Halbschlaf. Ob das endlich der Essenslieferant war? Er stand wieder mühselig auf und schlurfte zur Türe. Ohne ein Wort mit dem Lieferanten zu wechseln bezahlte er, nahm das Essen entgegen und schlug die Türe wieder zu. Langsam schaffte er es zu seiner Couch zurück, und verschlang gierig seine Mahlzeit.
"Hör zu, ich kann es wieder gut machen...Gib mir bitte noch eine Chance..', grummelte er ins Telefon bevor er auflegte. Wie viele Nachrichten hatte sie schon erhalten? WANN würde sie endlich zurück rufen? Zu viele Fragen schwirrten in seinem Kopf herum und das machte ihn wahnsinnig. Er schrie laut auf und warf den Wohnzimmer Tisch vor sich um. Es steckte so unglaublich viel Wut ihn im. Schnaufend blickte er auf die Trümmer vor ihm und schüttelte den Kopf. Es hatte doch keinen Sinn mehr, was sollte er noch alles tun, bis sie es verstehen würde. Er hasste sie, er hasste sie so sehr.
Montag, 24. August 2015
Story 2 - Chapter 3/ Alexis
Alexis schlug ihre Augen auf und verspürte gleich danach einen stechenden Schmerz in ihrem Kopf. Sie verzog das Gesicht und rappelte sich mühevoll hoch. Mit einem kurzen Blick nach links erkannte sie John der noch zu schlafen schien. Schwungvoll stieg sie aus dem Bett und kramte ihre Klamotten zusammen. So leise es ihr gelang schlich sie sich aus der Wohnung. Sie hatte keine Ahnung wo sie war, aber sie würde sich schon zurechtfinden.
Alexis war gerade mal die Straße herunter gekommen als sie rechts ein kleines Kaffee bemerkte. Erleichtert seufzte sie auf und betrat den Laden. Ein Kaffee würde vielleicht ihre Kopfschmerzen lindern und zusätzlich würde sie vielleicht auch ordentlich wach werden.
Alexis trank einen großen Schluck Kaffee und kramte nebenbei ihr Handy aus der Tasche. 3 unbeantwortete Anrufe - Valerie, natürlich wer auch sonst. Sie beschloss jetzt erstmals ihre Ruhe zu genießen und legte das Handy wieder zurück in ihre Tasche. Gerade als sie ihre Zigaretten aus der Tasche nehmen wollte, fiel ihr ein dass sie diese wohl vergessen hatte. "Oh Fuck", murmelte sie und verdrehte die Augen über sich selbst. "Suchst du vielleicht diese hier?", hörte sie eine nur allzu bekannte Stimme und hob langsam ihren Blick. John stand vor ihr, ihre Packung Zigaretten in der Hand und grinste frech. Ohne ein weiteres Wort legte er die Packung auf den Tisch, setze sich wie selbstverständlich zu ihr an den Tisch und zündetet sich gemütlich eine Zigarette an. "Ich kann dich nach Hause bringen..." sagte er entspannt und lehnte sich zurück. "Danke, ich komm schon nach Hause." Sie klang gereizt und nicht begeistert von seinem Vorschlag. Ohne ihren giftigen Unterton zu beachten grinste er sie an und beugte sich etwas vor. "Valerie bringt mich wahrscheinlich eigenhändig um wenn sie davon erfährt also tu mir wenigstens noch diesen einen Gefallen!" "Mir war nicht bewusst dass Valerie und du euch so gut kennt." Ihre Stimme klang noch immer desinteressiert aber sie hatte ihren Blick gehoben. Lachend schüttelte er den Kopf. "Nein, nein das kam falsch hinüber. Valerie..hat bis jetzt nur noch nicht aufgegeben." Er hatte seine Wort mit Bedacht gewählt, dennoch wusste sie sofort was er meinte. Er bemerkte das spöttische Grinsen das über ihr Gesicht huschte. "Und obwohl die schon zu jung wäre, hole ich mir auch noch die jüngere Schwester." Seine Stimme hatte sich nicht verändert aber Alexis musste auflachen. "So alt kannst du nicht sein, sonst hätte Val es längst aufgegeben. Hat sie dir nie von ihren Kinderwünschen erzählt?" John nickte grinsend und überlegte kurz. "Wenn Valerie 25 ist...", fing er an und wurde, wieder einmal von Alexis unterbrochen "Bin ich 23, richtig mein Lieber." John starrte sie an und trank seinen Kaffee weiter, Er hätte gleich damit rechnen müssen oder zumindest überlegen bevor er etwas tat. Er bemerkte Alexis Blick und grinste dann unschuldig. "Na, vielleicht doch schon einmal von mir gehört?" fragte er frech, keine Miene verziehend.
Natürlich hatte Alexis schon einmal von ihm gehört nur hätte sie nie daran gedacht dass er es war. John, der ewige Junggeselle wie Valerie immer von ihm gesprochen hatte. Generell schenkte Alexis den Erzählungen ihrer Schwester wenig Aufmerksamkeit und wenn es um Männer ging schaltete sie sowieso sofort ab. Und da saß sie nun, vor ihm und wusste nicht wie sie reagieren sollte. Dass er 14 Jahre älter als sie war, sah man ihm auch gar nicht an, was natürlich zu seinem Vorteil war, "Sprachlos?" fragte er nach und lehnte sich nach vorne, seine Unterarme auf seine Oberschenkel gestützt. "Bring mich einfach nach Hause", antwortete Alexis, schnappte sich ihren Kaffee und erhob sich.
Story 2 - Chapter 2/ John
Wie sehr er es doch hasste. Alle Menschen sahen überglücklich aus, die Paare hielten Händchen und himmelten sich verträumt an. Kinder spielten gemeinsam auf dem großen Rasen und besorgte Mütter gaben darauf Acht, dass die teuer gekaufte Kleidung ihrer Lieblinge nicht allzu schmutzig wurde. John leerte den Rest seines dritten Sektglases in einem Zug und stellte es der nächstbesten Kellnerin aufs Tablett. Das frisch vermählte Brautpaar unterhielt sich mit einer Gruppe von Leuten, die er noch nie gesehen hatte.
"John? Kommst du mal eben?" hörte er die Stimme seines Bruders und schritt langsam zum Brautpaar. Ja, er war der Bruder des Bräutigams also riss er sich zusammen und setze ein schmales Lächeln auf. "John, das sind Valerie und ihre Schwester Alexis, die beiden kennst du sicher." In der Tat kannte er Valerie und seine Begeisterung für sie, hielt sich in Grenzen. Die jüngere Schwester jedoch hatte er noch nie gesehen. "Freut mich sehr!", sagte er und schüttelte den beiden die Hand. Während die anderen wieder zu reden anfingen mustere er Alexis. Sie war das genaue Gegenteil von ihrer Schwester. Blond, schlank und unscheinbar. Nie im Leben wäre sie hier aufgefallen. Ihr Kleid war schlicht und auch bei ihrer Frisur hatte sie sich keine große Mühe gegeben, ja sogar ihr schwarzer Nagellack war abgeblättert. Anscheinend bemerkte sie seine Blicke denn sie nickte nur kurz und wandte sich dann ab.
"Vielleicht aber könnten wir auch ein Glas Wein trinken?" John hatte irgendwann aufgehört die Sekunden zu zählen. Er hatte also keine Ahnung mehr, wie lange Valerie schon bei ihm stand und ihn zuquatschte, aber er wusste eines, er sollte dem ein Ende bereiten. Hinter Valerie erkannte er eine Gruppe von Männern die alleine standen, ein paar bekannte Gesichter konnte er sogar ausmachen. Er schob Valerie ohne ein weiteres Wort dorthin und löste sich schließlich von der Gruppe.
Eine Zigarette wäre jetzt mehr als angebracht. Er entfernte sich langsam von den Feierlichkeiten und setze sich an den Gehsteig rand.
Als er den Rauch in seinen Lungen zog, spürte er, wie sich sein Körper entspannte und er ruhiger wurde. John hatte seine Zigarette fast fertig geraucht als er Schritte hinter sich hörte. Er drehte sich um und erkannte eine schmächtige Gestalt die scheinbar auf ihn zu kam. Erst beim näher kommen erkannte er Alexis. "Schönen Abend noch", murmelte sie beim vorbei gehen. John warf einen Blick auf die Uhr und bemerkte erst jetzt dass es schon nach Mitternacht war. "Warte!", rief er ihr nach und beeilte sich hoch zu kommen. Es wunderte ihn nicht, dass sie einfach weiter ging aber er hatte sie schnell eingeholt. "Du wirst doch wohl nicht alleine nach Hause gehen wollen, es ist..." fing er an wurde jedoch von ihr unterbrochen. "Ich schlafe die Nacht im Hotel." Ihre Antwort kam schnippisch herüber. "Wo ist deine Schwester?" fragte er nach und sie blieb abrupt stehen. "Was willst du von mir? Ich kenne dich nicht und habe auch leider viel zu wenig getrunken um mich auf dich einzulassen..Also wenn du nicht gerade einen Vorschlag hast der einfach umwerfend ist dann würde ich dich höflichst bitten zu der Feier zurück zu gehen." Genau wie sie war John stehen geblieben und hatte ihr höflichkeitshalber zugehört. "Ich hätte da allerdings einen Vorschlag..," murmelte er und zog Autoschlüssel aus seiner Hosentasche.
"Feuer?" fragte er und zündetet zuerst ihre Zigarette an bevor er seiner Feuer gab. Das Zimmer war dunkel, bis auf einen schmalen Lichtschein der herein fiel. Es hatte ein Blick zwischen ihnen gereicht und John wusste, dass er gewonnen hatte. Alexis lag neben ihm und ihr schmaler Körper wurde nur teilweise durch das dünne Laken bedeckt. Sie drehte sie auf den Bauch und zog an ihrer Zigarette. "Der Bruder des Bräutigams also?" fragte sie nach und hob eine Augenbraue. "Wie kommt es dazu, dass du dich einfach so verziehen kannst?" John schnaubte kurz und legte einen Arm hinter seinen Kopf. "Niemand wird bemerken dass ich weg bin, das garantiere ich dir.", murmelte er und blies den Rauch in die Dunkelheit des Zimmers.
Sonntag, 23. August 2015
Story 2 - Chapter 1/ Alexis
Dunkelheit hatte sich über Seattle gelegt. Die Lichter in den vielen Wohnungen rundherum erloschen langsam. Wenn man über Stunden zusah, konnte man erkennen wie es immer mehr dunkel wurde, was der Nacht einen gefährlichen Touch verlieh. Gähnend streckte sich Alexis und erhob sich von ihrem Platz am Fenster. Die Wohnung war dunkel bis auf ein paar Kerzen die brannten. Hätte sich jemand angeschlichen und würde versteckt in einer Ecke stehen würde sie es nicht merken. Doch sie war alleine, wie jeden Dienstag Abend.
Sie checkte ob ihre Türe verriegelt war, löschte die Kerzen und begab sich auf den Weg in ihr Schlafzimmer. Sie hatte morgen einen freien Tag, wie jeden Mittwoch in der Woche, außer es war ein Notfall.
10:15 - Der Wecker hatte etliche Male geläutete, jedoch war Alexis auf dieses Geräusch geradezu allergisch. Sie hatte ihn abgestellt und weiter geschlafen, schließlich war dies ihr freier Tag. Mit einem hatte sie jedoch nicht gerechnet - Besuch. Jemand läutete Sturm an ihrer Türe und obwohl sie liebend gerne liegen geblieben wäre und das Geräusch ignoriert hätte, wusste sie, dass sie aufstehen sollte. Weitere fünf Minuten verstrichen bis sie es geschafft hatte tatsächlich aufzustehen, ihren Bademantel über zu ziehen und sich zur Türe zu schleppen. Sie kümmerte sich gar nicht darum ihre Haare zu richten sondern öffnete die Türe und starrte in ein nur allzu bekanntes Gesicht. "Lex ich hab dir gesagt dass du fertig sein sollst wenn ich komme!" begrüßte sie ihre Schwester keifend und schob Alexis auf die Seite. "Geh dich anziehen, ich stell den Kaffee hin! Los geh schon!". Ohne ein weiteres Wort schloss Alexis die Türe und machte sich auf den Weg ins Badezimmer.
"Ah, na sieh einer an, da erkenne ich doch eher meine bildhübsche Schwester!" - Wie schnell Valeries Stimmung doch umschlagen konnte. Sie reichte ihrer Schwester eine Tasse Kaffee und lächelte sie an. "Denk daran ich brauche das perfekte Kleid und oh du solltest auch nicht so schlecht aussehen!", schwärmte sie verträumt. Eine der schlechten Dinge an Valerie - sie dachte gerne an sich selbst, nach Alexis Geschmack viel zu gerne. Es war die Hochzeit einer gemeinsamen Freundin die die beiden schon seit Kindertagen kannten. Valerie war nur um zwei Jahre älter, die man ihr aber gar nicht ansah, was waren schließlich auch schon zwei Jahre. Valerie wollte umwerfend aussehen da anscheinend auch reichlich Single Männer anwesend waren also hatte SIE beschlossen dass Alexis sie begleiten müsste. Und hier waren sie nun, bereit für die Jagd nach dem perfekten Kleid...gut, zumindest eine war bereit.
Story 1 - Chapter 30/Laureen, Andrew, Nicholas
Laureen
Es waren cirka zwei Wochen vergangen seit dem "Vorfall" mit Nicholas. Wir hatten für uns beschlossen es bleiben zu lassen, was aber nicht hieß dass der Kontakt abbrach. Im Gegenteil, wir waren uns näher gekommen, aber nicht auf körperlicher Ebene.
Ich hatte viel Zeit mit Andrew verbracht und dadurch gemerkt wie wichtig er mir wirklich war. Wir hatten sogar beschlossen den Sex bleiben zu lassen, zumindest für eine Weile. Ich hatte keine Lust unsere Beziehung zueinander darauf aufzubauen und auch er wollte das nicht. Ich war überrascht wie gut es auch so funktionierte. Wenn ich am Abend im Bett lag spürte ich wie ich glücklich und zufrieden mit mir war.
5 Jahre später
Nicholas
"Warte Andrew...", murmelte ich und zog ihn zurück. Ich richtete seinen Anzug und klopfte ihm auf die Schulter. "Mach das Beste daraus", grinste ich und umarmte ihn kurz. Er nickte mir glücklich zu und verschwand in der Kirche. Katherine kam mit meinen Eltern über die Straße. Ich küsste sie kurz als sie neben mir stand und strich ihr über die Wange. "Alles okay bei euch zwei?" fragte ich sie sanft und strich über ihren Bauch der sich deutlich unter dem Kleid wölbte. Sie nickte und legte ihre Hand auf meine. "Laureen ist ganz aufgeregt, die Arme..", sagte sie und lächelte. "Aber sie sieht so wunderschön aus." Ich nickte und deutete auf die Kirche. "Lass uns hinein gehen, ich muss dann zu Andrew." sagte ich und hielt sie fest als wir hinein gingen.
Laureen
Ich betrachtete mich im Spiegel und lächelte. Genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich richtete mein Kleid das ziemlich schmal verlief und am Ende eine Schleppe hatte. Es hatte zierliche Stickereien aber ich hatte mich sofort verliebt als ich es gesehen hatte. Tief Luft holend schloss ich kurz meine Augen und machte mich dann auf den Weg hinaus.
Andrew
Laureen war nicht nur wunderschön es war auch die perfekte Hochzeit gewesen. Natürlich hört man immer wie schön alles ist und wie kitschig und übertrieben alles sein muss aber für mich war es der perfekte Tag gewesen. Wir hatten uns für etwas schlichtes entschieden und das hatten wir auch bekommen.
Anfangs hatten wir nur beschlossen einfach zusammen zu versuchen, auch wenn wir nicht die geringste Ahnung hatten dass es so enden würde - im Gegenteil ich gab uns ein paar Monate da ich mir nicht sicher war was die Zukunft bringt. Es dauerte jedoch nur ein paar Monate bis ich bemerkte wie unglaublich ich sie liebte und seit dem war jeder Tag ein Geschenk mit ihr gewesen.
Nicholas und Katherine erwarteten ihr erstes Kind, was zusätzlich ein riesen Glück für uns alle war. Nick hatte beschlossen aus der WG auszuziehen, da er das Haus für genau so einen Moment aufgehoben hatte.
Laureen hatte ebenfalls nach dem ersten Jahr unserer Beziehung ihre Wohnung aufgegeben und wir hatten uns gemeinsam ein nettes Haus gekauft - auf Wunsch von Nicholas in der selben Gasse wie deren ihres. Die Jahre hinweg hatten wir es genauso eingerichtete wie wir es uns vorgestellt hatten und als dann Nicks und Katherines Hochzeit kam war ziemlich alles fertig. Was die Zukunft brachte wusste niemand von uns aber so wie es jetzt war, war es für mich perfekt.
Story 1 - Chapter 29/Nicholas
Die ganzen Stimmen waren viel zu laut für mich. Ich trank mein Glas leer und erhob mich mühselig. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war aber ich brauchte frische Luft. Ich drängt mich durch die Menschengruppen und war erleichtert als mir die frische Nachtluft ins Gesicht schlug. Ich atmete tief ein und suchte mir meine Zigarettenpackung aus meiner Tasche. 'Die hab ich notwendig' murmelte ich für mich selbst und nahm einen tiefen Zug. Mit geschlossenen Augen blieb ich stehen und zog den Rauch tief ein.
Ich wusste nicht wieso aber meine Füße hatten den Weg von alleine ins hintere des Garten gefunden. Langsam suchte ich mir den Weg, da es ziemlich dunkel war und meine Sinne außerdem ziemlich benebelt waren. "Hallo?" hörte ich eine zarte Stimme und blieb stehen. Ich räusperte mich und erkannte kurz darauf Laureen auf der Bank sitzen wo wir gemeinsam gesessen sind wie ich sie kennengelernt hatte. "Oh ...Nick..." sagte sie und deutete dennoch neben sich. Ich zögerte eine Sekunde da sie ebenfalls ziemlich betrunken wirkte, schob meine schlechten Gedanken dann aber auf die Seite und setze mich neben sie. Sie grinste mich an und streckte ihre Hand aus. Erst jetzt bemerkte ich die Weinflasche in ihrer Hand. Ich lehnte dankend ab und zündete mir lieber noch eine Zigarette an. "Ich dachte du hast aufgehört...?" fragte sie mich und griff dann selbst nach einer. Ich reichte ihr das Feuer und sie nahm einen tiefen Zug bevor sie sich fallen ließ und ihren Kopf auf meinen Schoss bettete. Wie automatisch strich ich ihr durch die Haare worauf sie ihre Augen schloss. Alte Gewohnheiten. War das so vorherbestimmt? Wieso saßen wir hier, genau wie damals, das war mehr als verrückt.
"Nick?", fragte sie leise in die Dunkelheit und ich drehte mich zu ihr. "Ich muss dir etwas total verrücktes erzählen.."
Andrew und Laureen. So wie es eigentlich hätte sein sollen. Ich hatte die ganze Zeit über nicht bemerkt dass sie etwas am Laufen hatten aber was hatte es mich auch zu kümmern? War ich nicht derjenige der Andrew zuvorgekommen ist? Oder war das Schicksal?
Samstag, 22. August 2015
Story 1 - Chapter 28/Andrew
Der Abend war gemütlich, so gemütlich wie schon lange nicht mehr. Wir waren nicht viele. aber es unterhielten sich alle gut und die Stimmung war locker und angenehm. Natürlich bemerkte ich Nicholas Blicke, die dauernd auf Laureen ruhten aber was sollte ich tun? Ich wandte meine Blicke ebenfalls Laureen zu die sich angeregt mit Daniel unterhielt. Die beiden verstanden sich gut, wobei Laureen in dieser Runde bei jedem beliebt war. Sie hatte diese biestige aber dennoch lockere Art die einen Mann auf Anhieb gefiel. Ich spürte einen Stoß auf meinen Oberarm und riss mich von Laureen los. "Ich glaube es wäre besser wenn wir die Party auf einen geschlosseneren Ort legen, hier wird es langsam laut...", hörte ich Stevens Stimme. Ich sah ihn an und nickte kurz. Steven arbeitet ebenfalls in der Firma und gehörte ziemlich zur geschlossenen Gesellschaft. Er war der einzige aus unserer Runde der verheiratet war und sogar schon eine kleine Tochter hatte, Ich wurde sogar als Taufpate auserwählt was ich damals natürlich ohne weiteres Zögern sofort angenommen hatte.
Ich erhob mich langsam und auch die anderen packten ihre Sachen zusammen. Es war klar. dass wir in die WG begeben würde, da wir dort am meisten Platz und vor allem Ruhe hatten.
"Ich hol eine neue Flasche, schon okay.." rief ich Daniel zu und erhob mich vom Sessel. Wir hatten uns ins Wohnzimmer gesetzt, da es dort gemütlich und geschlossen war. Laureen war vorher mit ihrem Glas in die Küche verschwunden, deswegen hatte ich meine Chance genutzt ihr nachzukommen.
Ich betrat die Küche und sah Laureen am Kühlschrank stehen. Sie hörte mich anscheinend nicht kommen, denn sie drehte sich nicht um sondern stöberte weiterhin in den Laden herum. Ich trat hinter sie und legte ihr eine Hand an die Hüfte. Sie zuckte zusammen und drehte sich dann zu mir um. "Habt ihr nicht essbares hier?" fragte sie und deutete auf den Kühlschrank der rappel voll war. Sie hatte anscheinend auch ein paar Gläser zu viel intus. Ich schob sie auf die Seite und sah sie an. "Auf was hast du denn Lust?" fragte ich sie und bekam darauf aber keine Antwort also nahm ich nur ein paar Eier und Speck aus dem Kühlschrank und berietet ihr eine ordentliche Portion zu. Sie sah mir dabei zu, blieb aber still sitzen. Zwischendurch nahm sie einen Schluck aus ihrem Weinglas. Ich schob alles auf einen Teller, den ich ihr anschließend reichte. Sie lächelte mich dankbar an und ich spürte wie meine Knie weich wurden. Sie war so wunderschön.
Ich wurde jäh aus meiner Schwärmerei gerissen als ich Daniels Rufe hörte. Anscheinend hatte er noch ein paar Leute eingeladen, denn es kamen laute Stimmen aus dem Wohnzimmer. Ich wollte gerade gehen als mich Laureen zurück zog. "Du wolltest frischen Wein mitnehmen..." erinnerte sie mich. Ich schnappte ohne ein weiteres Wort eine frische Flasche aus dem Kühlschrank und verließ die Küche.
Sonntag, 26. Juli 2015
Story 1 - Chapter 27/Laureen
Natürlich hatte ich mitbekommen das Sophie noch nicht ganz aus Andrews Leben verschwunden war, aber was sollte ich dagegen untrnehmen? Ich hatte mir selbst eingestanden, dass es keinen Sinn haben würde etwas Ernstes mit ANdrew anzufangen aber war Sophie sicher der einzige Grund dafür? Ich gähnte und schenkte mir noch etwas Wein nach. Böse, Böse es war Nachmittag und ich trank schon. Ich rollte meine Augen zurück über meine Gedanken und seufzte auf. Nicholas. Andrew. Sophie. Andrew. Andrew. Andrew aber Sophie und Nick....Wieso war es immer wieder das selbe? Wir hatten es beide beendet. Wieso fehlte er mir? Mein Handy riss mich aus meinen Gedanken und ich sprang hektisch auf. Wo zur Hölle hatte ich es liegen gelassen? Ich fand es neben dem Kühlschrank und sah dass es Nick war. "Verfluchte Scheiße!", murmelte ich, hob trotzdem ab und wartete. "Laureen? Hallo?", hörte ich seine Stimme war jedoch für ein paar Sekunden unfähig zu antworten. "Ehm ja, hallo, ich...ich bin da.", räusperte ich mich und hasste mich für diesen lächerlichen Aussetzer. "Ich hab gedacht wir...könnten uns heute Abend treffen? Hinter dem Cafe der kleine Club? Also nur wenn du Bock hast...Andrew und seine Leute sind auch dort", sagte er schnell und ich nickte, bevor ich bemerkte dass er das ja nicht sehen konnte. "Natürlich, sicher, ja..um 10:00 Uhr, okay ich werde dort sein.", sagte eine Stimme in mir und ich beendete das Gespräch. Verfickte Scheiße!
Lieblingsjeans Jacke und los gehts! Ich richtete meine Haare und machte mich auf meinen Weg. Der Club war nichts besonderes, es war eigentlich eine kleine Bar die von uns der Club genant wurde,..warum auch immer. Ich betrat die Bar und sah mich um. Ich war etwas spät dran, erkannte Nick jedoch von der weiten schon. Er winkte mir zu und ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. "Hallo!", lächelte ich in die Runde und merkte, dass ich die einzige Frau war. Typisch! Ich ließ mich neben Daniel fallen. Auf einen heiteren Abend dachte ich und füllte mein Glas mit Wein.
Freitag, 10. Juli 2015
Story 1 - Chapter 26/Andrew
"Ich hoffe, dass es bis morgen erledigt ist!". Ohne ein weiteres Wort beendete ich das Gespräch und ließ mich auf meinen Stuhl fallen. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und war erleichtert als ich erkannte dass ich Mittagspause hatte. Ich verließ mein Büro, nickte meiner Sekretärin zu und begab mich in die Kantine.
"Endlich zu Hause", stöhnte leise als ich die Türe hinter mir schloss. Ich stieg die Treppe zu meinem Zimmer hoch und öffnete die Türe. Es war dunkel im Zimmer, aber ich brauchte kein Licht da ich mich blind auskannte. Ich knöpfte mein Hemd auf und schmiss es auf den Sessel neben dem Schrank. Ich wollte gerade meinen Gürtel öffnen als ich kühle Finger an meinem Bauch spürte. Ich zuckte zusammen und wollte mich umdrehen doch da hörte ich schon Laureens Stimme an meinem Ohr. Ich schloss meine Augen und ließ sie machen. Ich war überrascht das sie hier war, denn damit hatte ich am wenigstens gerechnet,
Ich hörte ein energisches Klopfen und fuhr hoch. "Andrew bitte!" Fuck das war Nick! Laureen hatte es anscheinend genauso gehört da sie panisch aufgesprungen war und ihre Sachen zusammen gesucht hatte. Ich deutete aufs Badezimmer und die verschwand darin. Ich zog die Decke zurecht und murmelte ein "Ja?". Nicholas öffnete die Türe und warf mir mein Handy zu. "Da lässt dich jemand nicht in Ruhe", sagte er schnell bevor er die Türe wieder hinter sich zu zog. Gerade als ich die erpassten Anrufe checken wollte, läutete es erneut. Sophie. Ich wollte einfach nicht abheben aber meine Finger wanderten ganz von alleine zu dem Display. "Ja?" fragte ich monoton. "Andrew, gut dass du endlich abhebst.." Sie quasselte mir die Ohren voll und ich merkte wie ich irgendwann abschaltete. Jeden Tag das selbe. Ich legte ohne eine weiteres Wort auf. Laureen betrat das Zimmer, bereits angezogen und sah mich verwundert an. "Nichts wichtiges;.." lächelte ich. "Du willst schon gehen?" fragte ich sie unschuldig und sie nickte nur kurz. "Will Nicholas vermeiden", murmelte sie leise und hob kurz die Hand zum Gruß. Ich wollte noch etwas sagen, jedoch war sie schon verschwunden.
Story 1- Chapter 25/Laureen
2 Jahre später
Leise schlich ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Unterwäsche. Das Kleid von gestern zog ich mir ebenfalls über und warf einen kurzen Blick zum Bett zurück. "Ich wusste du würdest dich einfach hinaus schleichen wollen" hörte ich Andrew's Stimme und zuckte kurz zusammen. Ich drehte mich langsam zu ihm um und grinste ihn unschuldig an. Ich suchte in meinem Kopf eine Ausrede obwohl ich gar keine nötig hätte - ich wusste Andrew würde mich gehen lassen. Er setze sich auf und deutete neben sich. "Bleib noch..bitte.." murmelte er und ich kämpfte mit mir und meinen Entscheidungen. Seufzend ließ ich meine Tasche wieder fallen, kam zu ihm zurück ins Bett und lehnte meinen Kopf an seine kräftige Schulter. "Nicholas ist sowieso nicht da, also bekommt das hier niemand mit.." Ich spürte seinen Atem an meinem Ohr und schloss meine Augen.
Es war fast ein Jahr her seit ich und Nicholas uns getrennt hatten. Wenn ich jetzt darüber nachdachte gab es dafür eigentlich keinen Grund, zumindest keinen vernünftigen. Wir hatten uns beide mehr auf die Arbeit konzentriert, die Wochenende wurden immer öfter getrennt verbracht und irgendwann hatte ich einfach nicht mehr das Gefühl gehabt ihn wirklich zu lieben. Ich hatte meine Sachen gepackt und war zurück in meine Wohnung gegangen. Anfangs hatten wir noch viel Kontakt und sogar noch Sex was ich mir gar nicht erwartet hätte. Aber wie es kommen musste, war auch das irgendwann nicht mehr das wahre und ich hatte immer mehr Ausreden gefunden um ihn nicht sehen zu müssen. Ich wusste nicht was mit Andrew und Sophie passiert war, aber treu konnte sie nicht gewesen sein, nachdem sie jetzt zu Hause auf ihr erstes Kind aufpassen musste. Andrew und ich hatten uns durch Zufall wieder getroffen und waren - wie war es anders vorherzusehen im Bett gelandet. Ich hatte irgendwann die Nächte in denen ich mich aus seinem Zimmer schlich nicht mehr mitgezählt aber für uns beide war es eine nette Abwechslung gewesen.
"Wenn du Hunger hast, kann ich dir Frühstück bringen...". Andrew kam aus dem Badezimmer und zog sich fertig an. Ich wusste dass er in die Arbeit wusste, obwohl es Wochenende war. Seufzend erhob ich mich und schüttelte meinen Kopf. "Nein ich werde nach Hause gehen, sollte sowieso sauber machen.." murmelte ich und zog mich zum zweiten Mal für heute an. Er sagte gar nichts mehr, verschwand im Badezimmer und kurz darauf hörte ich Wasser rauschen.
Sonntag, 5. Juli 2015
Story 1 - Chapter 24/Laureen
Ich war so froh, als ich Nicholas Haus betrat. Mir war das Wochenende einfach so lange vorgekommen. Ich hatte viel mit Andrew geredet und war auch froh darüber gewesen, dass kein Problem zwischen uns lag - Sophie jedoch machte mir schwer zu schaffen. Natürlich wollte sie zeigen, dass Andrew ihr gehörte (obwohl sie das nicht musste). Bei jeder Gelegenheit, bei der ich den Raum betrat fiel sie förmlich über ihn her, was nicht nur mir unangenehm zu sein schien. Auch Andrew gefiel die Situation nicht ganz, er hatte sich sogar bei mir entschuldigt. Also ob das nötig gewesen wäre,....ich war glücklich mit Nicholas.
Ich wusste, das wir den restlichen Abend im Bett verbringen würde, da das Wochenende nicht wirklich viel Zeit für Innigkeit war. Und ich hatte recht - sobald ich aus dem Badezimmer kam hatte Nick mich schon fest im Griff. Seine Lippen waren überall und ich schloss genüsslich meine Augen.
"Ich muss wirklich gehen", murmelte er, ich wollte jedoch seine Hand nicht los lassen. Es war früh am morgen - besser gesagt Montagmorgen und Nicholas musste zur Arbeit. Ich auch, jedoch hatte ich noch etwas Zeit. Er war schon fertig angezogen und stand vor dem Bett, indem ich noch immer lag. Ich hielt seine Hand fest und wollte ihn wieder zu mir ziehen, jedoch war er viel stärker als ich. "Wir sehen uns am Abend Baby", murmelte er und küsste mich innig, bevor er das Zimmer verließ. Ich schlang die decke enger und meinen fast nackten Körper und drehte mich aufs seine Seite, um seinen Geruch bei mir zu haben. Die Nacht war lang und intensiv gewesen, weswegen mir bald wieder die Augen zu fielen.
Samstag, 4. Juli 2015
Story 1 - Chapter 23/Andrew
"Sophieee?" rief ich und war danach sofort still um ihre Antwort zu hören. Ich lag im Bett, ein typischer Sonntag. Sophie betrat das große Schlafzimmer und ich grinste sie an. Sie trug nur Unterwäsche (wie fast immer wenn Wochenende war) und hielt mein Handy in der Hand. Sie sah auf und hob eine Braue. "Nicholas hat dich gefragt ob wir zu Hause sind....Wieso würde er dich das fragen er wohnt doch auch hier...Oder ist wegen der Schla...wegen Laureen?". Ich setze mich auf und streckte meine Hand nach dem Handy aus. "Ich weiß nicht warum er das fragt aber das mit der Schlampe haben wir besprochen!". Vielleicht hatte ich es zu scharf gesagt, denn Sophie drehte sich um und verließ den Raum abrupt. Ich verdrehte die Augen und tippe Nick zurück. "Ja wir sind zu Hause aber bitte komm doch einfach, wir sind alle erwachsen". Ich warf das Handy aufs Bett und erhob mich um Sophie hinterher zu eilen.
Ich hörte die Eingangstüre und wusste irgendwie dass das Nicholas und Laureen waren. Ich hatte das letzte mal persönlich bei unserem Essen mit ihr geredet. Natürlich wollte ich mit ihr sprechen aber mein Stolz (und der von Sophie) sagten etwas anderes. Ich nahm meine Tasse von der Kaffeemaschine und drehte mich zum Kühlschrank. Ich wollte sie nicht sehen, wusste aber dass mir nichts anders übrig blieb. Mein Verhalten sollte auf keinen Fall eifersüchtig wirken oder noch schlimmer eine kindische Seite zeigen. Ich hörte Laureens Gruß und drehte mich kurz um. Ich murmelte ein kurzes "Hallo" und widmete mich wieder meinem Kaffee. Sophie fing ein Gespräch mit Nick an und ich wusste, dass sie das mit Absicht tat. Sie wollte Laureen zeigen, dass sie hier mehr willkommen war. Ich drehte mich schließlich doch um, Laureen hatte sich auf einen Barhocker gesetzt und lächelte mich an. Ich deutet auf den Obstsalat der in der Schüssel hinter mir stand und sie nickte kurz. "Ja bitte, das wäre nett!", sagte sie und ich reichte ihr ohne zu zögern eine Schale. Sophie schenkte mir kurz einen giftigen Blick den ich jedoch ignorierte.
Sie hatte mit Nick essen gekocht, dass einfach nur köstlich gewesen war. Sophie hatte sich entschieden ihre freundliche Seite zu zeigen und lobte das Essen in vollen Zügen. Ich machte mich daran den Tisch abzuräumen, da ich eine unangenehme Stille vermeiden wollte. Laureen kam mir gleich zu Hilfe und brachte das Geschirr in die Küche. "Du bist schön braun.." fing ich an, während ich das Geschirr langsam in die Spülmaschine räumte. "Ich komme auch gerade frisch vom Urlaub zurück!" erzählte sie begeistert. Ich spürte einen kurzen Stich, als sie erzählte dass Nick mit ihr war (was doch eigentlich klar war) und wie schön es war, und und und. Ich hörte ihr dennoch zu, gab zwischendurch meine Meinung dazu und war dennoch froh, dass wir ins Gespräch gekommen waren....
Sonntag, 28. Juni 2015
Story 1 - Chapter 22/Nicholas
3 MONATE SPÄTER
"Einfach nur deinen Kopf zurück geben. Oh..Perfekt so, warte kurz...!" Ich nahm mein Handy und schoss ein Foto. "Perfekt Baby, ich habs!", grinste ich und küsste sie. Wir lagen am Strand und genossen die Sonne. Den Urlaub hatten wir uns beide verdient nach den letzten Wochen. Laureen hatte mir geholfen das Haus komplett fertig zu gestalten und jeden Abend wenn ich von der Arbeit nach Hause gekommen war, hatten wir gemeinsam Essen gekocht. Die Nächte waren lang und intensiv gewesen und jeden morgen neben ihr aufzuwachen war das schönste überhaupt. Wir wohnten gemeinsam in dem Haus waren aber zwischendurch bei ihr in der Wohnung gewesen. Ich hatte beschlossen sie mit einem Kurzurlaub zu überraschen und das war genau die richtige Überraschung gewesen. Heute war der letzte Tag, weshalb wir beschlossen hatten, den schön ausklingen zu lassen. Morgen ging der Flug nach Hause aber daran wollte ich jetzt noch nicht denken.
Ich schenkte ihr noch Wein nach und stellte die Flasche auf den Tisch. Ich zog sie an mich und spürte ihren Kopf auf meiner Brust. Wir saßen auf der Terrasse und starrten beide aufs Meer hinaus. Sie trank einen Schluck und blickte dann hoch zu mir. "Schön mhh?", murmelte sie und ich küsste sie voller Leidenschaft als Antwort.
Der Wecker klingelte und ich schlug meine Augen auf. Mit einer schnellen Handbewegung stellte ich ihn aus und gähnte herhaft. Laureen lag an mich gekuschelt und ich zog sie enger an mich. Ich spürte ihre Haut auf meiner und schloss zufrieden kurz die Augen. So sollte es immer sein, dachte ich und strich über ihre Haare. Sie murmelte etwas und richtete sich dann auf. Ihre Haare fielen nach vorne und sie setze sich auf mich, beugte sich zu mir und küsste mich. Ich legte eine Hand auf ihre Hüfte, hob sie etwas hoch und richtete mich selbst etwas auf. "Wie viel Zeit haben wir?" raunte sie leise in mein Ohr als ich meine Hände über ihren Körper gleiten ließ. "Genug Zeit" antwortete ich und fing wieder an sie zu küssen.
Ich war froh, dass wir so schnell alles erledigt hatten und unsere Koffer gleich gefunden hatten. Zu Hause angekommen, wollte Laureen erst einmal duschen und verschwand nach oben. Ich schlenderte in die Küche und öffnete den Kühlschrank der gut gefüllt war. Wir hatten auf dem nach Hause weg noch etwas eingekauft um nicht unseren Hunger unterlegen zu sein. "Nick?", hörte ich ihre Stimme von oben und schloss den Kühlschrank wieder. Ich strich durch meine Haare und stieg die Treppe hoch. Ich betrat das Schlafzimmer, da war sie jedoch nicht. Ich hob fragend eine Braue und ging weiter ins Badezimmer. Ich hörte ein Kichern und drehte mich um. Sie stand vor mir und ließ ihren Bademantel fallen. "Begleite mich!", raunte sie spielerisch und kam auf mich zu. Ihre Hände öffneten meinen Gürtel mit einem Ruck und sie ließ sich furchtbar lange Zeit beim öffnen der Jeans. Ich schloss meine Augen als ich ihre Hände spürte und schlüpfte aus meinem Shirt. Sie zog mich Richtung Dusche und Sekunden später standen wir beide unter dem heißen Strahl des Wassers.
Story 1- Chapter 21/Andrew
Ich hoffte inständig auf ihr Erscheinen. Klar hatte sie zugestimmt aber das hieß natürlich nicht, dass sie auch wirklich kommen würde. Ich war schon früher am vereinbarten Treffpunkt und wartete ungeduldig. Leute gingen vorbei und ich warf immer wieder einen Blick auf die Uhr. Als ich meinen Kopf hob, sah ich sie schon auf mich zukommen. Ich spürte die Vorfreude aber auch gleichzeitig Angst in mir und atmetet tief durch. Sie lächelte mich an (WOW!) und ich nickte ihr kurz zu. Sie sah wie immer wunderschön aus, jedoch hatte ich sie nicht zum vergnügen eingeladen. Wir gingen ein Stück durch den Park und ich bog dann in die geplante Richtung ab. "Ich habe ein gemütliches Restaurant ausgesucht", erwähnte ich nebenbei. Ich hoffte, dass sie diese Umgebung nicht kannte, da ihr sonst früh aufgefallen wäre, dass alles viel protziger war als die Umgebung bei ihrer Wohnung. Ich bog noch einmal in eine schmale Seitengasse ein und hielt ihr dann die Türe auf. Ich betrat hinter ihr das Restaurant, dass komplett leer war. Ein Tisch stand schön gedeckt, etwas abgelegen, wo man Ruhe haben konnte. Sie drehte sich zu mir um und wollte schon etwas sagen ich schüttelte jedoch nur den Kopf und schob den Stuhl zurück, dass sie sich setzen konnte.
Das Essen war grandios gewesen, jetzt ging es nur noch darum ihr zu sagen, weshalb wir eigentlich hier waren. Ich trank einen Schluck und sah sie dann an. "Laureen ich will nicht groß herum reden oder dir irgendwas verheimlichen. Ja, es war etwas zwischen Sophie und mir und ich habe mir anfangs gewünscht es wäre nichts gewesen aber dann war da die Sache zwischen Nicholas und dir und dann habe ich realisiert dass es vielleicht besser wäre wenn wir...wenn du und ich..". Ich musste den Satz gar nicht weiter sprechen da sie das übernahm. "Das wir das zwischen uns lassen?". Sie sagte das ohne irgendeine Reaktion zu zeigen, keine Gefühle in ihrer Miene. Ich spürte mein Herz schneller schlagen und drehte am Weinglas herum. "Ich mein nur wir sollten nicht zu viel in irgendwas herein interpretieren wenn wir neben uns wen anderen haben." Sie sah mich empört an. "Ich hatte nie etwas mit Nick, tut mir leid das musst du falsch verstanden haben Andrew!". Sie lächelte kurz und legte ihre Serviette beiseite und erhob sich. "Danke für diesen Abend Andrew." lächelte sie mich an und verließ das Restaurant. Ich wollte ihr nach gehen, wollte sie zurück holen aber ich war wie gelähmt...
Donnerstag, 25. Juni 2015
Story 1 - Chapter 20/Laureen
"Dankeschön", lächelte ich freundlich als ich meinen Caramel Macchiato an mich nahm. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und war erstaunt über mein perfektes Timing. Ich hatte noch genügend Zeit meinen Kaffee in Ruhe zu trinken, bevor ich in der Arbeit erscheinen müsste. Ich gähnte herzhaft und suchte mir mit müden Augen einen freien Platz. Obwohl es ziemlich früh war, saßen schon viele Leute in dem kleinen Kaffee. Ich hatte es damals durch Zufall entdeckt und seitdem war es zu einem meiner Lieblingsorte geworden. Es war auf dem Weg zu meiner Arbeit aber doch etwas abgelegen, da es sich in einer kleinen Gasse befand. Ich ging in die hinterste Ecke des Kaffees und setze mich dort auf einen gemütlichen Sessel. Zufrieden trank ich einen Schluck und nahm mein Handy aus der Tasche.
"Darf ich mich zu dir setzen?" hörte ich eine bekannte Stimme und hob langsam meinen Blick. Andrew stand vor mir und sah auf mich herab. Ich kämpfte mit dem Gedanken einfach aufzustehen und zu gehen, beließ es aber bei der freundlichen Variante und nickte nur kurz. Sollte er sich doch hinsetzen, ich würde ihn keines Blickes mehr würdigen. "Laureen, hör zu..." fing er an doch ich unterbrach ihn abrupt. "Ich möchte in Ruhe meinen Kaffee trinken bevor ich in die Arbeit gehe. Dankeschön!" Er wollte noch etwas sagen, ließ es aber dann dabei und trank still seinen Kaffee. Ich zählte innerlich die Sekunden bis er wieder anfangen würde zu reden. 6,...5,...4,...3,..."Laureen ich störe die wirklich nur ungern aber das was zwischen uns passiert ist, hat mir keine Ruhe mehr gegeben und ich wollte,...lass uns einfach von vorne anfangen. Ich lade dich zum Essen ein und niemand kommt uns mehr dazwischen, versprochen!" Ich hatte ihm zugehört, aus reiner Höflichkeit natürlich aber irgendwas bewegte er innerlich in mir - ich sah in seine Augen und sah sein lächeln und spürte wie mein Kopf sich bewegte. "Okay, morgen um halb 6 im Park? Ich warte unten auf dich!" Hatte ich genickt? Warum hatte ich das getan? Aber bevor ich noch widersprechen konnte war er schon verschwunden. Gratuliere Laureen, da wolltest du mit ihm abschließen und jetzt....Ich seufzte auf und warf einen erneuten Blick auf meine Uhr. FUCK! Ich sprang auf und verließ fluchtartig das Kaffee Richtung Arbeit.
Den Tag hatte ich gut gemeistert. Alle meine Entwürfe waren (laut Chefin) für etwas zu gebrauchen. Mit zufriedenem Grinsen hatte sie mich für heute entlassen und ich war nach Hause geeilt. Es war fünf als ich nach Hause kam also musste ich mich mehr als sputen. Ich sprang unter die Dusche und schaltete das kalte Wasser ein, um gleich etwas mehr munter zu werden...
Ich betrachtete es nicht als Date. Wir gingen einfach was Essen (wieso ging ich so oft essen in letzer Zeit?). Ich hatte meine Haare in Rekordzeit geföhnt und gleich danach dezent MakeUp aufgetragen. Er sollte nicht glauben ich würde mich für ihn hübsch machen. Schnell in Kleidung geworfen hatte ich mich auf den Weg in den Park gemacht, Genau wusste ich nicht welchen er meinte aber ich nahm mal an er meinte den, wo wir uns zum ersten mal getroffen hatten...Seufzend beschleunigte ich meinen Schritt und da sah ich ihn schon stehen. Obwohl ich es nicht wollte, spürte ich mein Herz schneller klopfen...
Mittwoch, 24. Juni 2015
Story 1 - Chapter 19/Nicholas
Ich hatte sie nach Hause gebracht - bis vor die Türe, da ich sicher gehen wollte dass nicht noch etwas passiert. Leider wusste ich nicht, was zwischen ihr und Andrew vorgefallen war, jedoch war es sicher nichts gutes - sonst wäre sie wohl kaum weg gerannt. Ich seufzte leise als sie die Tür schloss und machte mich auf den Weg zu meinem Auto.
Ich beschloss ins Penthaus zu fahren. Zwar wollte ich Andrew nicht über den Weg laufen, jedoch wollte ich genauso wissen was passiert war zwischen den beiden. Ich betrat das Haus und fand mich in einsamer Stille vor. Es war dunkel im ganzen Haus. Langsam stieg ich die Treppe hoch, ging den Gang hinunter vorbei an Andrew's Zimmer. Er saß auf dem Bett und telefonierte und als ich vorbei ging, stand er auf und schloss die Türe. Shit! Ich begab mich in mein Zimmer und beschloss es für heute dabei zu belassen,
Ich fuhr erschrocken hoch. Wie spät war es? Hatte ich verschlafen? Ein Blick auf die Uhr versicherte mir, dass alles in bester Ordnung war. Wodurch war ich dann aufgewacht? Ich erhob mich aus meinem Bett und schlich zur Türe, öffnete sie einen Spalt und luckte hinaus. Der Gang lag still vor mir. Ich schüttelte über mich selbst den Kopf und wollte die Türe gerade wieder schließen als Andrew's Tür aufging. Ich musste zweimal blinzeln dass ich mir sicher sein konnte wer da hinaus ging - Sophie. Am liebsten hätte ich die beiden hier und jetzt zur Rede gestellt aber ich vermied es und schloss lieber leise die Türe. Morgen war auch noch ein Tag...
"Morgen", murmelte ich leise als ich in der Früh die Küche betrat. Andrew saß auf einem Hocker, schon fertig für die Arbeit gekleidet und trank seinen Kaffee. Er nickte mir kurz zu und las weiter in seiner Zeitung. "Hattest du gestern Besuch?" versuchte ich so unauffällig wie möglich zu fragen. Keine Antwort Ich drehte mich zu ihm um und wartete. Schließlich hob er doch seinen Kopf und sah mich fragend an. "Ob du Besuch hattest gestern?" wiederholte ich meine Frage. Andrew hob eine Braue und bevor er was sagen konnte fügte ich ein "Hätte nur gedacht ich hätte was gehört" hinzu. Er nickte und trank seinen Kaffee leer. "Ja Sophie war hier und hat was vorbei gebracht. Sie ist aber dann wieder nach Hause." sagte er monoton und ich musste mir ein Lachen verkneifen. "Um halb 5 in der Früh bringt dir Sophie was vorbei? Verstehe..." antwortete ich spöttisch und er lachte auf. "Nein Nick, ich kann es nur immer wieder sagen, ich und Sophie haben nichts miteinander!" Ich nickte nur stumm und bereitete mir ein leckeres Frühstück vor.
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