Sonntag, 21. Juni 2015

Story 1 – Chapter 12/Andrew


Ich verließ mein Büro und warf einen Blick auf die Uhr. Genug Zeit um rechtzeitig wieder hier zu sein. Ich stieg in meinen Wagen und fuhr den Weg zu Laureens Wohnung. Ich hoffte innerlich, dass sie zu Hause war. Ich musste unbedingt mit ihr reden, da sie sich einfach nicht mehr meldete. Zwei Wochen waren seit der Party vergangen und ich hatte das ungute Gefühl das etwas zwischen ihr und Nick vorgefallen war, was die beiden mir verschwiegen. Nicholas war außerdem immer weniger im Penthaus anzutreffen. Seine Ausrede war sein eigenes Haus (das er nebenbei ja auch noch hatte), das er ein bisschen auf Vordermann bringen wollte. Mein Gefühl war eher, dass er bei Laureen war, was ich natürlich nicht gerade begrüßen würde. Es dauerte nicht allzu lange, bis ich ihre Wohnung wieder gefunden hatte und davor parkte. Ich stieg aus und hoffte wirklich, dass ich Glück hatte.


Ich hörte gedämpfte Musik aus ihrer Wohnung und spürte etwas Euphorie. Das war zumindest schon einmal ein Zeichen, dass sie zu Hause war. Ich läutete und wartete, richtete meine Haare und spielte mit meinen Händen herum. Ich hörte Schritte näher kommen und räusperte mich als die Tür geöffnet wurde. In ihrem Blick lagen Verwunderung und irgendetwas anderes was ich nicht ganz deuten konnte, aber Begeisterung war es sicher nicht. „Hallo..“, war das einzige was ich heraus brachte. Sie hob ihre Augenbrauen und sah mich an. „Was willst du hier Andrew?“ fragte sie und mir entging nicht ihrer giftiger Unterton. „Kann ich vielleicht hineinkommen?“ „Sag einfach was du willst, ich hab keine Zeit…“ So kannte ich sie gar nicht und ich überlegte fieberhaft was ich getan haben könnte, dass ich dieses Verhalten geweckt haben könnte. Sophie. Es fiel mir wie Schuppen vor den Augen und ich wunderte mich innerlich wie blöd ich eigentlich war, dass ich dies nicht erkannt hatte. „Laureen, wenn es das mit Sophie ist;..“, fing ich an. Sie schnaubte verächtlich und knallte die Türe zu. Fuck, Fuck, Fuck – fluchte ich fast lautlos und klopfte an die Türe. „Laureen bitte, ich kann dir das erklären…Laureen!“ Ich hörte wie die Musik lauter geschalten wurde und fluchte erneut, diesmal lauter. Ich hämmerte gegen die Türe, bis meine Knöchel weh taten aber das half alles nichts, sie ignorierte mich. Ich kramte mein Handy aus der Tasche und öffnet die Nachrichten mit ihr. Mit schnellen Fingern tippte ich und las noch einmal durch, was ich geschrieben hatte, bevor ich es sendete. ‚Das war ein Missverständnis. Es war nie was zwischen Sophie und mir. Bitte mach auf – kann dir alles erklären!!‘  Ich wartete und warf immer wieder einen Blick auf mein Handy. Gut, sie hatte die Nachricht gelesen, es geschah jedoch nichts. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und zuckte mit den Schultern. Gerade als ich mich zu gehen wandte, hörte ich die Musik leiser werden und wenig später das öffnen der Türe. „Komm herein“ murmelte sie leise und hielt mir die Türe auf.


Story 1 – Chapter 11/Laureen


Zwei Wochen war die Party her und ich hatte keinen einzigen Gedanken mehr verschwendet - weder an Nicholas noch an Andrew. Natürlich war es mir anfangs schwer gefallen diese biestige Blondine aus meinem Kopf zu verdrängen aber es war mir dennoch gelungen indem ich mich voll und ganz auf meine Arbeit konzentriert hatte. Außerdem hatte ich mir meine Zeit genommen um meine Wohnung etwas neu zu gestalten. Mein Schlafzimmer hatte neue Möbel bekommen und ich hatte gemerkt wie gut mir eine Veränderung getan hatte.
Ich war zu Hause, hatte gemütliche Klamotten an und hatte mir vorgenommen meinen Kleiderschrank aus zu misten. Da ich neue Möbel bekommen hatte, wollte ich die Chance gleich nützen um unnötigen Mist weg zu geben, da meine Schränke sowieso schon am Limit ihres Platzbereiches waren. Ich betrachtete die Kleiderberge vor mir und seufzte innerlich. Bevor ich anfing, schaltete ich meine Lieblingsplaylist an und stürzte mich auf die Kleider.

„Ich komme!“, rief ich und sprang auf. Ich hatte meine Türglocke erst jetzt gehört und beeilte mich um nach vorne zu kommen. Mit einem Schwung riss ich die Türe auf und hätte sie am liebsten gleich wieder zugeknallt. Nicholas. Ich versuchte nicht unhöflich zu wirken, blieb jedoch bei der Türe stehen und nickte ihm kurz zu. „Was führt dich hierher?“, fragte ich ihn, da dies das einzige war was mich wirklich interessierte. Ich hoffte innerlich, dass er sich bald wieder verziehen würde, da ich nicht in der Stimmung war für Diskussionen oder sonstiges. „Eigentlich wollte ich nur sehen ob du noch lebst, nachdem du meine Nachrichten ignoriert hast…“, murmelte er leise. Er hatte damit ja Recht, ich hatte seine Nachrichten und auch die von Andrew ignoriert. Eigentlich konnte Nick nichts dafür dass Andrew sich wie ein Arschloch benommen hatte aber ich hatte einfach keine Lust gehabt mich bei ihm zu melden. „Tut mir leid ich hatte viel zu tun;….“, log ich und hoffte er würde nicht darauf eingehen. „Laureen, ich weiß nicht was los ist, oder was ich getan habe aber…“, fing er an, wurde jedoch von mir unterbrochen. „Nichts hast du getan, ich wollte einfach meine Ruhe haben. Das war einfach nicht der richtige Zeitpunkt.“ „Der richtige Zeitpunkt für was?“, fragte er nach und hob eine Augenbraue. Ich ärgerte mich innerlich über mich selbst, dass ich überhaupt die Türe geöffnet hatte und schüttelte nur den Kopf. „Ich hab was zu tun Nick.“, murmelte ich nur und wollte die Türe schließen, er war jedoch schneller und hielt sie geschickt auf. „Lass uns was essen gehen heute, bitte Laureen weis mich nicht wieder zurück...“ In seiner Stimme war fast schon ein Flehen und ich nickte schließlich. Was sollte schon sein? Nick war ein guter Zuhörer und vielleicht hatte er ja was von Andrew gehört. „Ich hol dich ab um sieben okay?“ lächelte er und als ich erneut nickte ließ er die Türe los und war verschwunden.


Dienstag, 16. Juni 2015

Story 1 - Chapter 10/Nicholas


Ich hatte sie nach Hause gebracht und war wieder gefahren. Was hätte ich auch sonst tun sollen. Andrew hatte es eindeutig zu weit getrieben, so viel stand fest. Warum ausgerechnet Sophie wenn er..wenn er doch tatsächlich Laureen haben konnte. Ich hätte mich selbst ohrfeigen können, dass ich sie nicht nach einem Date gefragt habe..wobei das wahrscheinlich auch unangebracht gewesen wäre wenn man die Umstände berücksichtigte. Ich versuchte meinen Kopf frei zu kriegen und verließ den kleinen Ort. Etwas Abstand würde mir gut tun.

Fünf Stunden später rollten die Reifen meines Wagens wieder die Straße entlang die ich so oft schon gefahren war. Ich hatte mich ein Stück entfernt in eine Bar gesetzt, mir was süßes gegönnt, was mir aber nicht reichte weswegen ich ein paar Gläser intus hatte. Natürlich war es mir nicht gelungen Laureen aus dem Kopf zu bekommen, weswegen ich ihr eine Nachricht hinterlassen hatte. Eine kurze SMS ob es ihr gut ging, ob ich noch etwas für sie tun konnte. Bis jetzt war noch keine Antwort gekommen und ich hatte mit dem Gedanken gespielt ihr einen Besuch abzustatten, was in meinem jetzigen Zustand keine Gute Idee mehr war. Ich parkte vor dem schicken Penthouse und blieb noch eine Zeit sitzen bis ich aus dem Auto stieg.

'Sie reagiert einfach auf keinen meiner Anrufe!' jammerte mir Andrew vor, kaum hatte ich mich zu ihm ins Wohnzimmer gesellt. Es waren erstaunlicherweise keine Reste mehr der gestrigen Party zu sehen, da jeder Raum den ich betreten hatte fein säuberlich gereinigt war. 'Ich spreche mit dir Nick! Hey!' Andrew stubste mich an und ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. 'Sag mal ist da was gelaufen zwischen euch zwei?' warf er mir an den Kopf noch bevor ich etwas sagen konnte. Ich schüttelte stumm den Kopf und sah ihn dann an. 'Ehrlich Andrew ich hab sie nur ins Bett gebracht..' murmelte ich und versuchte ihn nicht dabei anzusehen. Ich hasste es wenn er mir Vorwürfe machte, wenn ich selbst keinen Kopf mehr für irgendwas hatte. Ich war froh als Daniel das Wohnzimmer betrat und sich ebenfalls auf die Couch fallen ließ. Er fing an über die heiße Frau zu sprechen, von der er tatsächlich mehr erwartete, doch ich schaltete innerlich ab. Ich konnte mich nicht in andere Probleme reinhängen wenn ich selbst ein riesiges hatte. Sollte ich Andrew fragen was das mit Sophie war? Oder würde er Verdacht schöpfen dass es mir Laureen angetan hatte...




Sonntag, 14. Juni 2015

Story 1- Chapter 9/Laureen


'Laureen? Hey, hey...?!'. Ich hörte eine sanfte Stimme immer wieder, wollte mich aber nicht von meinem schönen Traum los reißen. Ich murmelte irgendwas und drehte mich auf die andere Seite. Ich hörte ein leises Lachen und war schlagartig wach. Fuck! Ich war gar nicht zu Hause. Ich drehte mich um und sah direkt in Nicholas Gesicht. 'Guten Morgen Prinzessin!' murmelte er und grinste mich (wie immer) an. Ich betete innerlich, dass ich nicht zu scheiße aussah denn er sah einfach zu gut aus. Ich setze mich auf und zog die Laken enger an meinen Körper, als ich bemerkte, dass ich nur Unterwäsche trug. 'Ich wollte dich nicht unnötig wecken aber es ist schon Nachmittag und dein Handy hat Sturm geläutet....da macht sich wohl wer Sorgen mhh?' fragte er sanft und legte das Handy auf mein Bett. Ich checkte kurz und bemerkte die unbeantworteten Anrufe von Alyona und Feliks. Ich nickte kurz und strich mir meine Haare aus der Stirn. 'Wenn du Hunger hast, bringe ich dir gerne etwas hinauf..' sagte er und stand auf. Ich wollte mich nicht vor Andrew verstecken und hoffte tief innerlich, dass er mir nicht böse war....wegen was eigentlich? Es war ja nichts passiert...

Ich hatte meine Kleidung über geworfen und versucht meine Haare zu bändigen. Mir war es fast vorgekommen als würde ich mich aus Nicholas Zimmer schleichen, als hätte ich ein schlechtes Gewissen....Ich schub den Gedanken beiseite und schlenderte die Treppe hinunter bis in die Küche. Andrew war nicht zu sehen, dafür aber ein Typ der sehr vertraut mit einer Frau wirkte und eine Blondine die mich hochnäsig betrachtete als ich die Küche betrat. Sie lachte kurz und nickte mit dem Kopf zu mir 'Nicholas?' fragte sie und grinste spöttisch. Die Situation war mehr als unangenehm für mich und ich schüttelte den Kopf. 'Nein, ist wohl ein Missverständnis' murmelte ich leise und nahm mir eine Tasse Kaffee. Nicholas hatte ebenfalls die Küche betreten und würdigte die Blondine keines weiteren Blickes. Er schubste den Typen spielerisch an, der zusammen zuckte, sich kurz umdrehte, lachend den Kopf schüttelte und dann wieder ganz beschäftigt war. Ich trank meinen Kaffee so schnell es mir möglich war und wollte gerade meine Tasche von oben holen, als Andrew die Küche betrat. Die Blondine sprang auf und umarmte ihn innig und mir wurde richtig schlecht...nein..sie und Andrew? Ich stellte die Tasse schnell in die Spüle und ohne ein weiteres Wort zu Andrew verließ ich die Küche.

'Soll ich dich heim bringen?' fragte Nick mich vorsichtig. Er war mir gefolgt und hatte mir seine Vermutung erzählt. Diese Schlampe war echt das letzte! Und Andrew erst;... Nick wiederholte seine Frage und ich nickte nur stumm. Zu Hause war ich wenigstens etwas für mich. ..

Zu Hause angekommen, machte ich es mir erst einmal bequem. Dunkle Wolken waren aufgezogen und es sah irgendwie nach regen aus, wie passend...Ich nahm meine Tasse Tee und setzte mich ins Wohnzimmer, versuchte über die Situation nachzudenken, doch mir viel beim besten Willen nichts ein außer Nicholas Blicke und seine Fürsorge zum Schluss.




Samstag, 13. Juni 2015

Story 1 - Chapter 8/Nicholas


Diese Frau war einfach wow, schoss es mir erneut durch den Kopf als Andrew sie von mir wegzog. Ich versuchte mich abzuwenden, sah den beiden aber dennoch hinterher und ärgerte mich über mich selbst, dass ich sie nicht schon bevor in ein Gespräch verwickelt hatte. Ich wusste, dass ich sie nicht haben konnte, da Andrew sie kennen gelernt hatte. Seufzend wandte ich mich ab und mischte mich unter die Leute.

Es war schon ziemlich spät und viele waren gegangen, jedoch war die Party noch in vollem Gange. Ich spürte dass ich schon etwas viel intus hatte, leerte jedoch mein Glas trotzdem noch und strich mir meine Haare aus der Stirn. Ich sah Laureen beim Pool alleine stehen und gesellte mich zu ihr. 'Noch da?' fragte ich sie und nahm meine Zigaretten aus der Hosentasche, Ich angelte mir eine heraus und streckte die Packung zu ihr. Sie griff ebenfalls nach einer, was mich grinsen ließ. Ich zündetet ihre zuerst an, bevor ich mich meiner widmete und einen tiefen Zug nahm. Ihr Haare waren etwas zerzaust, was sie noch heißer machte. Ich fragte mich wo Andrew steckte, drehte mich um und sah ihn innig mit Sophie zusammen stehen, für meinen Geschmack zu innig. Ich verdrehte die Augen, klar das diese Schlampe jede Gelegenheit nütze. Ich nahm ohne zu zögern Laureens Hand und zog sie in den hinteren Teil des Gartens. Dort war es ruhiger und sie würde hoffentlich Andrew und Sophie nicht zu Gesicht bekommen. Ich zog an meiner Zigarette während ich ihr kurz zunickte. 'Wie habt ihr euch kennen gelernt?' fragte ich und sie musste lachen. Anscheinend war ich nicht der einzige der schon ein paar Gläser intus hatte, Sie zuckte nur mit den Schulter und fing an zu erzählen. 


Ich warf einen Blick auf meine Uhr und war ganz erstaunt als ich sah, dass es bereits zwei Uhr früh war. Wir hatten anscheinend eine Ewigkeit gesessen und nur geredet. Sie war an mich gelehnt eingeschlafen und ich hatte überlegt ob ich sie in mein Bett tragen sollte. Ich spielte mit dem Gedanken, und entschied mich schließlich dafür sie erst einmal nach vorne zu tragen. Ich erhob mich und als ich sie hochhob, war ich erstaunt wie leicht sie war. Ich ging mit langsamen Schritt nach vorne, wo nur noch im Dunkeln ein paar Stimmen zu hören waren. Auf den Liegen schliefen ein paar und ich setzte meinen Weg weiter ins Haus hinein. Im Wohnzimmer lagen zwei die sich innig küssten, worauf ich nur noch schneller meinen Weg nach oben führte. Ich wollte gerade die Tür zum Gästezimmer öffnen, als ich aus Andrews Zimmer leises Kichern hörte. Ich verdrehte die Augen, da das eindeutig Sophie war, die Andrew abgefüllt hatte um sich dann von ihm nageln zu lassen. Wieder einmal typisch. Ach scheiß drauf, fluchte ich leise und trug Laureen weiter in mein Zimmer. Gerade als ich sie auf mein Bett legte öffnete sie ihre Augen und sah sich verwirrt um. 'Du bist eingeschlafen.' murmelte ich leise und deutete aufs Bett. "Schlaf dich einfach aus, ich nehme das Gästezimmer." grinste ich und verschwand im Badezimmer. Ich schlüpfte aus meinem Shirt und wusch mein Gesicht. Im Zimmer fiel ein kleiner Lichtschein der Morgensonne herein und da lag sie in Unterwäsche auf dem Bett und ich musste mich zusammen reißen um nicht über sie herzufallen. Ich biss auf meine Unterlippe und murmelte nur ein "Nacht" als ich den Raum verließ....




Story 1 - Chapter 7/Laureen


'Soll ich wirklich..?' fragte ich zögerlich Alyona und deutete auf die Nachricht, die Andrew mir geschickt hatte. 'Ob du sollst?' fragte Alyona empört nach und wurde durch ihren Freund unterbrochen. 'Schätzchen da gibt es keine Diskussion, ist doch wohl klar das du hingehst und noch dazu richtig gut aussehen wirst.' Ich seufzte und nickte, was blieb mir auch anderes übrig. Selbst wenn ich nein gesagt hätte, wäre ich bei dieser Party gewesen, da Alyona und Feliks es für eine gute Idee hielten.

'Süße beeil dich da drinnen, dein Outfit wartet!' hörte ich Alyona rufen und verdrehte die Augen. Ich stieg aus der Badewanne, trocknete mich ab, cremte meine Haut ein und schlüpfte in Unterwäsche während das Badewasser abrann. Ich strich mir durch meine leichten Locken und betrachtete mich im Spiegel. Mit einem leisen Seufzer verließ ich das Badezimmer wo Alyona auf dem Bett saß und mich angrinste. Sie hatte drei Outfits vorbereitet die ich mir gesamt ansah. Gott die waren eindeutig für eine Privat Party aber nichts für diesen Abend. Ich wollte mich ihm nicht ganz zu aufreizend präsentieren also schnappte ich den Rock von einem Outfit und angelte in meinen Schrank nach einem Oberteil. Ich entscheid mich für ein weißes Crop Top, dass etwas Haut zeigte aber nicht gerade viel. Alyona reichte mir eine Kette die ich um den Hals schloss. Mehr Schmuck als die Kette und meine Uhr auf dem Handgelenk würde ich nicht brauchen. Ich setzte mich zu meinem Schminktisch, während Alyona in meinen Haaren kämmte. 

Ich läutete und trat einen Schritt zurück, richtete noch einmal meine Haare und setzte ein Lächeln auf. Von draußen waren bereits die Rufe und die Party Stimmung zu hören und ich fragte mich, ob ich nicht etwas fehl am Platz sei, da ich niemanden außer Andrew kannte. Ich atmetet tief durch und wartete, und wartete und wartete. Gerade als ich erneut läuten wollte wurde die Türe aufgerissen und ein blonder Typ stand vor mir und grinste mich an. "Wow, wow, wow" murmelte er und legte den Kopf schief. Ich versuchte die Situation zu Überspielen und reichte ihm meine Hand. 'Laureen, hallo, freut mich.', war das einzige was ich heraus brachte. Er nahm meine Hand, zog mich in das Haus hinein und schloss die Türe. "Nicholas, freut mich sehr." antwortete er und sah mich an. Sein Blick hatte was intensives was mich irgendwie zappelig werden ließ. Gott Laureen reiß dich zusammen, du kennst diesen Typen nicht, redete ich mir ein und räusperte mich. 'Ehm, hier lang nehme ich an?' fragte ich und trat einen Schritt zurück. Er nickte nur und folgte mir. 

Kaum waren wir draußen, merkte ich, WAS für eine Party das war. Groß, gute Musik, ein extra Buffet, das Schwimmbad besetzt...Ich sah mich hilfesuchend nach Andrew um, konnte ihn aber nirgends finden. Zu meinem Glück stand der Typ vom Eingang noch hinter mir und als ich mich umdrehte legte er den Kopf ein Stück zur Seite. 'Ich nehme mal an du bist eine Freundin von Andrew?' fragte er ganz ungeniert. Noch bevor ich etwas antworten konnte, griff er sich an die Stirn und schüttelte den Kopf. 'Wie unhöflich von mir, möchtest du etwas trinken?" setze er hinzu und nickte lächelnd. Er entfernte sich zum Buffet und ich konnte kurz aufatmen. Wieso machte er mich so nervös? "Laureen?" hörte ich eine vertraute Stimme und drehte mich abrupt um. Andrew endlich! Ich lächelte erleichtert und spürte seine Hand auf meinen Oberarm. 'Schön dass du gekommen bist und oh...fühl dich wie zu Hause' grinste er und zwinkerte mir zu. Da kam auch schon der blonde Typ zurück. "Wir hatten schon das Vergnügen.", grinste er Andrew zu und reichte mir mein Glas. "Nicholas und ich sind schon Kindergarten freunde. Er und Daniel sind gestern erst von einer Geschäftsreise zurück gekommen. Sie arbeiten in meiner Firma und wir wohnen hier gemeinsam." erklärte mir Andrew ruhig und ich nickte nur. Eine WG, okay hätte ich mir denken können das einer alleine hier nicht wohnt. Ich nippte an meinem Getränk, das fantastisch war und angenehm kühl. "Ich stell dir ein paar weitere Leute vor, komm..." murmelte Andrew und legte den Arm um mich. Sah so aus als wollte er mich unbedingt von Nicholas wegschleifen...



Freitag, 12. Juni 2015

Story 1 - Chapter 6/Andrew


'Nein tut mir leid ich kann ihnen das Dokument nicht schicken!' knurrte ich wütend in mein Handy. 'Ach...so ist das? Okay ich sagen ihnen jetzt auch einmal was. Sie können das Büro räumen und sich einen neuen Job suchen. Falls sie es sich doch anders überlegen wollen, stellen sie mir diesen scheiß Bericht bis heute durch! Ich hoffe ich hab mich klar ausgedrückt!" fauchte ich bevor ich auflegte. Ich schüttelte wütend den Kopf und merkte erst jetzt, dass ich auf und ab getrabt war wie ein Wolf, auf der Suche nach Beute. Ich holte tief Luft und leerte mein Wasserglas in einem Zug. Arbeit. Idioten. Meine Firma. Niemand macht dass was ich verlangte. Wieso? Noch immer aufgebracht, schlüpfte ich energisch aus meinem Shirt und sprang ins Pool.

Ich zog meine Runden durch den Pool, wie jeden Tag und tauchte zwischendurch unter um mich etwas abzuregen. Ich versuchte nicht darüber nachzudenken, sondern meinen freien Tag zu genießen. Ich stemmte mich am Rand des Pools ab, zog mich in die Höhe und gleitete somit aus dem Pool. Es war herrliches Wetter dass ich eigentlich zum Entspannen nützen wollte, dieser Anruf jedoch hatte mich so aus der Fassung gebracht, dass ich etwas Ablenkung ganz gut gefunden hätte. Laureen. Laureen. Laureen. Diese Frau ging mir neben der Arbeit auch nicht mehr aus dem Kopf. Hätte ich sie anrufen sollen? Oder ihr schreiben sollen? Ich wusste ehrlich gesagt nicht wie ich mich verhalten sollte, da ich schon lange keine Frau mehr so begehrt hatte. Sollte ich ihr einen Besuch abstatten? Oder sie höflich noch einmal einladen. Morgen war Sonntag - vielleicht konnte ich für diesen Abend ein erneutes Treffen arrangieren. Ich war ganz in meinen Gedanken versunken, dass ich zuerst die Türklingel gar nicht hörte. Als sie jedoch erneut schrillte, riss sie mich so aus meinen Gedanken und ich schnappte mir ein Handtuch von einem Stapel, wischte über meinen Oberkörper und ging so bis zur Tür nach vorne. Ich öffnete diese und wurde von Gegröle und Umarmungen überfallen. 

Daniel und Nicholas.Wer auch sonst wäre im Stande solchen Lärm zu veranstalten. Die beiden kamen von Indonesien zurück, wo sie zwei Wochen "arbeiten" waren. Die beiden waren nicht nur in meiner Firma angestellte sie waren gleichzeitig meine Besten Freunde und Mitbewohner. Wir hatten uns das alles gemeinsam erkämpft und kannten uns schon seit wir nur denken konnten. Ich war froh, die beiden wieder hier zu haben, denn ohne sie war das Penthaus einfach nur kalt und leer. Ich öffnete den Kühlschrank und holte eine Flasche Sekt heraus, während die beiden sich in ihre Badehosen warfen. Kaum hatten sie die Küche betreten, ließ ich den Korken knallen und füllte die Gläser reichlich an. 'Wie sieht die Party heute aus?' fragte Nicholas und grinste frech. Er war eindeutig der Ladykiller schlechthin. Blonde Haare, gut gebaut und immer einen idiotischen Spruch auf den Lippen. Daniel war eher der ruhige, was nicht hieß, dass nicht auch er gut gebaut war. 'Party?' fragte ich zurück und wusste schon jetzt, dass das Date mit Laureen nichts werden würde. Nicholas nahm seine Handy und begann energisch zu tippen. Klar, die Party würde sicher steigen. 'Andrew du darfst dich um ein paar heiße Weiber kümmern, die habe ich so vermisst' raunzte Nicholas mich wehleidig an. 'Als hättest du nicht genug gevögelt in Indonesien. 'setzte Daniel noch eins drauf, worauf ich lachend den Kopf schüttelte. 'Ihr Arschlöcher...' murmelte ich und nickte lachend als ich ein paar Nachrichten verschickte. Laureen...sollte ich? Ich überlegte nicht lange und tippte ihr eine extra Nachricht...