Ich verließ mein Büro und warf einen Blick auf die
Uhr. Genug Zeit um rechtzeitig wieder hier zu sein. Ich stieg in meinen Wagen
und fuhr den Weg zu Laureens Wohnung. Ich hoffte innerlich, dass sie zu Hause
war. Ich musste unbedingt mit ihr reden, da sie sich einfach nicht mehr
meldete. Zwei Wochen waren seit der Party vergangen und ich hatte das ungute
Gefühl das etwas zwischen ihr und Nick vorgefallen war, was die beiden mir
verschwiegen. Nicholas war außerdem immer weniger im Penthaus anzutreffen.
Seine Ausrede war sein eigenes Haus (das er nebenbei ja auch noch hatte), das
er ein bisschen auf Vordermann bringen wollte. Mein Gefühl war eher, dass er
bei Laureen war, was ich natürlich nicht gerade begrüßen würde. Es dauerte
nicht allzu lange, bis ich ihre Wohnung wieder gefunden hatte und davor parkte.
Ich stieg aus und hoffte wirklich, dass ich Glück hatte.
Ich hörte gedämpfte Musik aus ihrer Wohnung und spürte
etwas Euphorie. Das war zumindest schon einmal ein Zeichen, dass sie zu Hause
war. Ich läutete und wartete, richtete meine Haare und spielte mit meinen
Händen herum. Ich hörte Schritte näher kommen und räusperte mich als die Tür
geöffnet wurde. In ihrem Blick lagen Verwunderung und irgendetwas anderes was
ich nicht ganz deuten konnte, aber Begeisterung war es sicher nicht. „Hallo..“,
war das einzige was ich heraus brachte. Sie hob ihre Augenbrauen und sah mich
an. „Was willst du hier Andrew?“ fragte sie und mir entging nicht ihrer
giftiger Unterton. „Kann ich vielleicht hineinkommen?“ „Sag einfach was du
willst, ich hab keine Zeit…“ So kannte ich sie gar nicht und ich überlegte
fieberhaft was ich getan haben könnte, dass ich dieses Verhalten geweckt haben
könnte. Sophie. Es fiel mir wie Schuppen vor den Augen und ich wunderte mich
innerlich wie blöd ich eigentlich war, dass ich dies nicht erkannt hatte.
„Laureen, wenn es das mit Sophie ist;..“, fing ich an. Sie schnaubte
verächtlich und knallte die Türe zu. Fuck, Fuck, Fuck – fluchte ich fast
lautlos und klopfte an die Türe. „Laureen bitte, ich kann dir das
erklären…Laureen!“ Ich hörte wie die Musik lauter geschalten wurde und fluchte
erneut, diesmal lauter. Ich hämmerte gegen die Türe, bis meine Knöchel weh
taten aber das half alles nichts, sie ignorierte mich. Ich kramte mein Handy
aus der Tasche und öffnet die Nachrichten mit ihr. Mit schnellen Fingern tippte
ich und las noch einmal durch, was ich geschrieben hatte, bevor ich es sendete.
‚Das war ein Missverständnis. Es war nie
was zwischen Sophie und mir. Bitte mach auf – kann dir alles erklären!!‘ Ich wartete und warf immer wieder einen Blick
auf mein Handy. Gut, sie hatte die Nachricht gelesen, es geschah jedoch nichts.
Ich warf einen Blick auf meine Uhr und zuckte mit den Schultern. Gerade als ich
mich zu gehen wandte, hörte ich die Musik leiser werden und wenig später das
öffnen der Türe. „Komm herein“ murmelte sie leise und hielt mir die Türe auf.




